228 Route 22. BARCELONA. a. Rambla und

An der Rambla de Santa Mönica (Pl. F 10,9), wie der Anfang
 des Straßenzugs heißt, liegt l. die Kaserne Cuartel de Atarazanas,
 ursprünglich eine Burg Jakobs XI. des Eroberers (8. zur)
Am belebtesten ist die Rambla del Centro (PL F9). L.
das Teatro Principal (Pl. F 9; S. 224). Gegenüber die sitzende
Marmorstatue des aus Barcelona gebürtigen Dichters Federico Soler
(1839-905), des Begründers des katalanischen Theaters, von A.Quero]
(1906). In der 1. abgehenden Calle del Conde del Asalto, neben
dem Credit Lyonnais, fällt die Casa Güell auf, ein eigentümlich
Phantastischer Bau in neukatalanischem Stil, von Gaudi,
Gegenüber dem Teatro Principal mündet r. die belebte [Geschäftsstraße
 Calle de FEseudillers (Pl. F @ 9; S. 223). Bald darauf
führt r. der Pasaje Bacardi und die kurze Calle de Col6n zur Praza
Rear (Pl. F 9), einem mit prächtigen Palmen bepflanzten und von
Arkaden umgebenen Platze. — Zwei Durchgänge führen von der
Plaza Real n.w. in die enge, ebenfalls mit glänzenden Läden besetzte,
 abends sehr belehte Calle de Fernando VIT (Pl. F 6-9), die,
leicht ansteigend, die Rambla del Centro mit der Plaza de 1a Constituci6n
 (S. 233) verbindet.
Beim Teatro del Liceo (Pl. F 9; S, 224) führt 1. die Calle de
San Pablo (Pl. F E 9) nach San Pablo del Campo (Pl. E 9), der
ältesten Pfarrkirche Barcelonas, 914 von dem Grafen Wilfred II.
außerhalb der Stadt (daher „del campo“) für ein Benediktinerkloster
gegründet, 1117 von Guiberto Quitardo erneut (S, 1x). Am Portal
die Symbole der Evangelisten Matthäus und Johannes (S.zx11), oben
eine segnende Hand. Das Innere (geöffnet bis 91/2 Uhr vorm.) ist
durch das Haus n” 99 zugänglich (Trkg.). Langhaus und Querschiff
haben Tonnengewölbe; über der Vierung eine achteckige Kuppel;
im O. drei Apsiden. Der Kreuzgang, im SO. der Kirche, mit gekuppelten,
 durch reiche Kapitäle ausgezeichneten Säulen und aus
Kreissegmenten gebildeten Bogen, wurde 1907 restauriert.
Die Rambla del Centro mündet auf den Llano de la Boquerfa
 (Pl. F 9), Links geht hier die Calle del Hospital ab. In
dieser 1., etwas zurückgelegen, die Kirche San Agustin (PL. F 9),
1728-50 von Pedro Belträn im Barockstil erbaut; in einer Seitenkapelle
 steht (wie auch in andern Kirchen der Stadt) ein vielverehrtes
 Christusbild von abschreckender Häßlichkeit.
Auf der Ostseite des Llano de la Boquerfa, der Calle de San
Pablo gegenüber, führen die Calle del Cardenal Casafias und die Calle
de la Boquerfa, mit eigentümlichen Läden, zur Plaza del Beato Oriol.
Hier die Kirche Santa Maria del Pino (Pl. G 9), deren Name an
die Auffindung eines Bildes der h. Jungfrau in einem Pinienstamm
erinnert, gotischen Stils, an Stelle eines älteren Baues im xv, Jahrh,
errichtet (1453 geweiht), mit mächtigem einschiffgen Innenraum
(S. 11V), beiderseitigen Kapellenreihen und siebenseitigem Chorschluß
 ; in der Westfassade eine große Fensterrose: schöne Glas-