Seitenstraßen. BARCELONA. 29, Route. 22%

gemälde; in der 3. Kapelle r. das Grab des barselonischen Malers
Antonio Viladomat (1678-1755). Vom Glockenturm weite Aussicht.
An den Llano de la Boquerfa schließt sich die Rambla San
Jos6(Pl.F9, 8), wegen des vormittags hier stattfindenden Blumenmarkts
 auch Rambla de Las Flores genannt. L. führen mehrere Einyänge
 in den Mercado de San Jose (Pl. F8), die größte der städtischen
Markthallen, auch Boquerfa genannt.
Weiter die Rambla de Estudios (Pl. G 8), wo vormittags
Vogelmarkt ist. Gleich 1., Ecke der Calle del Carmen, die ehem,
Jesuitenkirche Nuestra Senora de Belen (Pl. FG 8), 1684 4729 im
Barockstil erbaut.
Die Rambla endigt an der Plaza de Catalufia (Pl. 6 7, 8), einem
Mittelpunkt des Verkehrslebens, Ausgangs- oder Durchgangsstelle
der wichtigsten Straßenbahnen (S. 222) sowie der Vorortbahn nach
Sarriä (S, 223). Der Platz ist mit Baumreihen bepflanzt und von
Läden umgeben.

Vom Katalanischen Platz führen westl. die Calle de Pelayo und
die Ronda de la Universidad zu der 1863-73 von Elfas Rogent erbauten
 Universität (1. Pl. F 7), mit wissenschaftlichen Sammlungen,
einer Schule für Architekten und Ingenieure und einer Bibliothek (ca.
450000 Bände). Zu erwähnen die schöne Treppe, die Aula (Paraninfo)
 und einige Bilder, u. a. von Al. Cano, in verschiedenen Sälen,
Die Hochschule wurde 1717 von Philipp V. nach Cervera (S. 242)
verlegt und erst 1842 in Barcelona neu eröffnet. Auf der Plaza de
la Universidad wurde 1909 dem Führer der Katalanistenpartei.
Dr. Robert (+ 1902), ein Denkmal, von M. Benlliure, errichtet.
Die Fortsetzung der alten Rambla bildet die z, T. auf einem überwölbten
 Flußbett angelegte Rambla de Catalufa (I. PL G 7-5),
die sich bis zur Gran Vfa de Argüelles (gewöhnlich Vfa Diagonal
genannt) hinzieht. An ihrer Kreuzung mit der Calle de las Cortes
(auch Gran Vfa genannt) steht ein Standbild des katalanischen
Nationalökonomen Güell (1800-72), von Martorell und Nobas, mit
allegorischen Figuren (1. Pl. G 7). Ein zweites, ebenfalls 1888 errichtetes
 Denkmal, von Vilaseca, an der Kreuzung der Rambla de
Catalufia und der Calle de Valencia (I. Pl. G 6), erinnert an den
katalanischen Dichter und Musiker Jos&amp; Anselmo Clave (1824-74).
den Begründer der nach ihm benannten Männerchöre.
Der der Rambla de CataluHa parallel laufende prächtige *XPaseo
de Gracia (I. PL G 7-5), eine 61,m breite, mit vierfacher Platanenreihe
 bepflanzte, 1200m lange Promenade, ist im Winter besonders
 zur Mittagszeit, im Sommer abends belebt. — In der nahen
Iglesia de los Jezuitos (PL. G 7), an der Calle de Caspe gelegen,
wird das Schwert aufbewahrt, das Ignatius von Loyola einst auf
dem Altare der Madonna des Montserrat (S. 248) niederlegte. —
Die Kirche Nuestra Sefiora de la Concepeion (I. PL. H 6), in der