b. Kathedrale, BARCELONA, 29, Route. 231

jie Weite und Höhe des Mittelschiffs (42,gm br., 2ö,5m h.). Die auffallend
 kleinen Fenster sind mit farbenprächtigen Glasmalereien, Z. T.
zus dem xv. Jahrh., geschmückt (schöne Lichteffekte bei Sonnenantergang).
 Kräftige Bündelpfeiler (im ganzen 20), mit Rund bogen,
irennen das Mittelschiff von den gleichfalls hohen Seitenschiffen, mit
tundbogigem Kimporengeschoß, und die spitzbogige Capilla Mayor
som Umgang. Beim Eintritt durch das NW.-Portal ( Puerta Mayor)
hat man zur R. die große Capilla del Santfsimo Sacramento
 oder de San Olegario (Nebeneingang vom Kreuzgang aus),
mit Sterngewölbe und dem Alabaster- Grabmal des h. Bischofs Olegarius
 (+ 1436), aus dem XVIL. Jahrhundert. Die Gemälde sind von
Ant. Viladomat (8. 228). — Die 26 kleineren Kapellen der
Kathedrale stammen meist aus dem XVI. und xvmr Jahrhundert.
In der Capilla de San Clemente (Gr. 1) das hübsche Bot. Grabmal
der Sancha Ximenez de Cabrera; weiter in der Cap. de San Raymundo
ie Penyafort (Gr. 2), der mittleren des r. Seitenschiffs, ein Sarkophag
 mit den Reliquien dieses Heiligen, aus dem zerstörten
Kloster Santa Catalina, Die Cap. de San Miguel Arcängel (Gr. 3),
im Umgang, enthält das Grabdenkmal des Bischofs Berenguer de Palou
(+ 1240); die nächste Kapelle, Cap, de N. S. del Patrocinio (Gr. 4),
[. das Grab des Bischofs Poncio de Gualba (f 1334). In der Cap.
Ael Santo Cristo de Lepanto (Gr. 5) der sogen. Christus von Lepanto,
angeblich das Gallionbild vom Flaggschiff des Don Juan de Austria
In der berühmten Seeschlacht vom 6. Okt. 1571; die eigentümliche
Haltung des Gekreuzigten hat zu der Sage Veranlassung gegeben, die
Figur sei einer türkischen Kanonenkugel ausgewichen, Die Cap.
Je los Santos Inocentes (Gr. 6) enthält das schöne got. Grabmal des
Bischofs Ramön de Escaler (+ 1382).
Im Mittelschiff hat der Chor an der Rückseite /Trascoro) vier
vortreffliche * Reliefs aus dem Leben der h. Eulalia, von Bartolome
Ordöfies (S.1xvrr) und Pedro Vilar aus Zaragoza (1564). Von dem gut
zeschnitzten Chorgestühl sind die untere Reihe von Matfas Bonafe
(1457), die obere und die Baldachine von dem (angeblich deutschen)
Bildhauer Michael Loker ( Loquer; 1483). Die gemalten Wappen über
Zen Sitzen erinnern an das glänzende Kapitel des Ordens vom Goldenen
 Vlies (Toisön de oro), das der spanische König und nachmalige
Kaiser Karl V. am 5. März 1519 unter Teilnahme der Könige Christian
von Dänemark und Sigismund von Polen, des Prinzen von Oranien,
des Herzogs Alba und vieler anderer spanischer und flandrischer
Großen hier abhielt. Die steinerne *Kanzel ist von Loker,
Das Querschiff enthält hübsche Kronleuchter (arafıas) und im
nordöstl. Arm unter der Orgel einen kolossalen Maurenkopf, wie sie
in katalanischen Kirchen oft vorkommen,
In der Capilla Mayor ist der spätgotische Hochaltar aus
dem xv. Jahrhundert; darunter ein Sarkophag mit den Reliquien
des h. Severus. — Von hier führen 25 Stufen hinab zu der von
Jaime Vahre (8. 230) erbauten Krypta (Iglesia soterränea), mit

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AP