232 Route 22. BARCELONA. d. Umgebung

dem Grabmal der h. Eulalia, deren Leichnam 1339 aus S, Marla
del Mar (S. 234) hierher übertragen wurde. Der Alabastersarkophag
 von 1327 (S. zxı) ist mit Reliefs aus dem Leben der Heiligen
geschmückt. An den die Decke der Krypta tragenden Säulen sind
die figürlichen Basen bemerkenswert. — Der Tesoro enthält das
Missale der h. Eulalia, eine Custodia von 1498 und den silbernen
Thron des Königs Martin (1395-1410).
Lohnend ist die *Besteigung des südwestl. Turmes: Eingang
in der Kirche neben der Puerta San Sevecro, wochent. offen, 210 dunkle
Stufen; dem Türmer oben Trinkgeld. Herrliche Aussicht auf die Muschel
von Barcelona mit dem Tibidabo im N. und dem Montjuich im S., und
zuter Überblick über die Kathedrale, den Kreuzgang und den n,ö. Turm.
Im SW, schließt sich an die Kathedrale ein prächtiger gotischer
* KREUZGANG (Claustro), den man von der Kirche durch die Puerta
de San Severo, von außen durch die Puerta de la Piedad im SO,,
durch die Puerta de Santa Eulalia im SW. oder durch die Coapilla
de Santa Lucfa in der W.-Ecke betritt, Der Bau wurde von
Meister Rogue (8. 230) begonnen und 1448 vollendet. Der innere
FHof ist mit Palmen bepflanzt. An der SO.-Seite ein. von Gänsen
belebtes Wasserbecken, die Fuente de las Ocas; daneben der Pabellön
de San Jorge (Gr. 7).
Beachtenswert in vielen Kapellen die schmiedeeisernen Gitter, in der
Japilla de Santa. Tecla, an der SO.-Seite, ein Retablo von Pedro Alemany
and ein gotisches Stuhlwerk, Die alten Fresken der Wände sind verlichen,
 Die Grabsteine sind aus dem x1L.-XV. Jahrh,: u, a, an der NW.-Wand
 der des Antonio Tallander, gen. Mossen Borrd (+ 1433), Hofnarren
Alfons’ V, von Aragonien, ferner der des Domsängers Francisco Deapld (+ 1453).
— In der Sala Capitular sind Bilder von Benito Murtorell (Retablo der
Traänsfiguration), Juan Cubrera (Retablo der h, Klara und Katharina) und
ein italienisches Madonnenrelief des xv. Jahrhunderts, in dem anstoßenden
Saal, mit schöner Decke und seidenen Tapeten, eine Pieta mit dem
h. Hieronymus und dem Stifter, von Bart. Bermejo (S. L3XXVI1).
Der alte Stadtteil in der Umgebung der Kathedrale enthält
 manches Bemerkenswerte : n., Calle Corribia 21, die Casa gremial
de los Zapateros (Schuhmacher-Zunfthaus), ein Renaissancebau von
1545, und, an der Plaza de la Catedral, die CAnonsa (Domherrnhaus),
 aus dem xv. Jahrh. ; im Refektorium der Casa Almoyna, Calle
Tapinerfa (S. 234), ein Wandgemälde, h. Abendmahl, aus dem
XV. Jahrhundert, — Westl., Ecke Calle del Obispo, der PALACIO
EriscoraAu (Pl. 48, 9), schon 926 erwähnt, 1505, dann wiederum im
XVII. Jahrh, umgebaut, mit gut restaurierten romanischen Resten,
Die beiden alten halbrunden Mauertürme am Eingang der Calle del
Obispo Nankierten einst ein römisches Staditor,
Von dert O.-HEcke der Kathedrale führt die kurze Bajada de
Santa Clara hivab zu der malerischen kleinen Plaza del Rey
(Pl. G 9), ehemals Mittelpunkt des alten Palastes der Grafen von
Barcelona und Könige von Aragonien, Den Platz begrenzt s.w. das
Archivo general de la Corona de Aragön, ein gotischer, von Antonio
Carbonell für Karl V. errichteter Bau; in dem quadratischen Hof
(Eingang von der Kathedralseite) römische Inschriften; an der Nord-