der Kathedrale. BARCELONA. 22, Route. 233

seite über der Treppe eine holzgeschnitzte Kuppel. Das Archiv (im
[. Stock; 9-4 Uhr) enthält gegen 4 Millionen Urkunden,
Gegenüber an der NO,- Seite die früher zu dem kgl. Palast
gehörige Capilla real de Santa A gueda, ein von den übrigen Kirchenanlagen
 Baroelonas abweichender frühgotischer Bau des zum, Jahrh.,
zeit 1879 Provinzialmuseum, mit römischen.und mittelalterlichen
Altertümern, Mosaiken, Münzen, Medaillen u, a, Kintritt 9-4 Uhr
“Conserje in n° 14); Trkg. !/a p.
" Die römischen Architektur- und Skulpturreste und Inschriften stammen
meist aus der alten Stadtmauer, in die sie verbaut waren: 716. Marmorstatue
 einer Matrone ; 1152. großes Mosaik mit Darstellung von SB TO
aus dem „Palau“, dem alten Palast der Grafen von Barcelona; 1042-1052.
Reliefbildnisse römischer Kaiser; 869, 870, Sarkophage, mit Raub der
Proserpina und Löwenjagd. — #832. hölzerner vorgoldeter Reliquienschrein
aus San Cugat del Valles (S. 239), mit Reliefs aus der Legende des h, Candidus
(xım, Jahrh.). — Im Chor: 804-813, zehn verstümmelte marmorne Apostelstatuen
 (xvrI. Jahrh.), aus der 1874 abgebrochenen Kirche San Miguel; 848,
34), Altarbild der Agueda-Kapelle (XV. Jahrh.). — Auf dem hohen Chor
sine kleine keramische und graphische Sammlung (span, Spielkarten des
XV. Jahrh.).
Die auf der SW.-Seite des Kreuzgangs der Kathedrale vorüberführende
 Calle del Obispo mündet auf die schöne Plaza de la
Donstituciön (Pl. GO; früher PL, de San Jaime), mit der Casa
de la Diputaciön und der Audieneia auf der Nordwest- und der Casa
Oonsistorjal auf der Südostseite.
Die Casa de la Diputaciön (Pl. G 9), ursprünglich aus dem
Kv. Jahrh., seit 1598 von Pedro Blay z. T. im Renaissancestil erneut,
 war ehemals Sitz der ihre Fueros eifersüchtig wahrenden
Stände des Landes (la Generalidad de Cataluna}, jetzt des Provinziallandtags.
 Im Sitzungssaal ein unvollendetes Gemälde von Forluny,
 Schlacht bei Tetuän (S. xovırr). Mehr zu beachten ist die nördl.
anstoßende, jetzt in Wiederherstellung begriffene Audiencia, die noch
dem älteren Bau angehört, namentlich die gotische Fassade in der
Calle del Obispo. An der schönen *Balustrade über dem Eingangstor
der h, Georg als Drachentöter. Im Innern führt eine beachtenswerte
F reitreppe zum Umgang des ersten Stockes, mit Artesonadodecke,
Das reiche spätgotische Portal führt in die Capilla de San Jorge
(St. Georg der Schutzpatron Kataloniens), die jetzt leer steht,
Die Casa Consistorial (Pl. G 9), das Stadthaus, stammt aus den
J, 1369-78, doch gehört nur die nordöstl. Seitenfassade, in der
Calle de la Ciudad, dem gotischen Bau an. Die Hauptfassade, mit
den Marmorstatuen des Jaime el Conquistador und des Fivaller,
Conseller II de Barcelona, ist neu. Aus dem schönen Hof gelangt man
die große Treppe (Escalera noble) hinan:in den Ratssaal (Salön de
Ciento; 12m br., 27,5m 1., 14m h.). In dem Gange davor eine schöne
Holzdecke und ein gutes Ajimez- Fenster (S. cır). Das städtische
Archiv, im zweiten Stockwerk, ist wochent, 10-1, 4-6 Uhr zuzänglich;
 ausgestellt sind Siegel des xunL-xIv. Jahrh, und einige
Wertvolle alte Urkunden.