234 Route 22. BARCELONA, ce. Pl, de Palacio

Wenige Schritte ö., an der Plaza de San Justo, liegt die got, Kirche
Santos Justo y Pastor (Pl. G 9), um 1345 begonnen, mit einschiffigem
 14m br. Langhaus und einem polygonen Turm (der zweite ist
unvollendet).
Die von der O.-Eoke des Konstitutionsplatzes ausgehende Calle
de Jaime I führt zur Plaza del Angel (Pl.G 9); ihre gerade
Fortsetzung, die Calle de ia Princesa, mündet am Park (S. 235). —
Wendet man sich von der Plaza del Angel 1. in die Calle Tapineria
(S. 282), so hat man zur R. mehrere schmutzige, aber sehr malerische
Seitengassen, die jetzt z, 'T. durch die Reforma interior (8. 226)
niedergelegt werden, — Östl. führt die Platerfa, wo die Goldund
 Silberschmiede ihren Sitz hatten, nach der Kirche S, Marfa de!
Mar (s. unten).

c. Plaza de Palacio. Der Park und die nordöstlichen Stadtteile.
Vom N.-Ende des Paseo de Colön (S. 227) gelangt man über
den kurzen, mit Platanen bepflanzten Paseo de Isabel 1X auf die
Plaza de Palacio (Pl. HE 9, 10), den Mittelpunkt des Seehandels
 von Barcelona, mit der Lonja (s. unten), dem Gobierno
Civil (früher Zollamt), den überseeischen Bureaus und den Kontoren
der Kaufleute. Die Marmorfontäne, von Molina, wurde 1856 zu
Ehren des Generalkapitäns B. de Quirös, Marquds de Campo Sagrado,
errichtet, unter dem das Wasser des Besös von Moncada (S. 2191
nach Barcelona geleitet wurde,
Die Casa Lonja(Pl.G H 9; Börse) wurde 1382 von Peter IV, von
Aragonien gegründet und 1772 im klassischen Stil neu hergestellt,
Erhalten ist der alte got. Börsensaal (Sala de Contrataciones ; Börsenstunde
 1-4 Uhr), 31m lang, 23m breit, mit vier schlanken Säulen,
die ihn in drei Schiffe teilen.
Die Straße Frente de I@ Aduana (Pl, H 9) führt von der Plaza de
Palacio nördl. zum Park (S. 235).
Unweit n.w. die gotische Kirche *Santa Maria del Mar (Pl. H 9),
1328-83 an Stelle einer Kapelle der h. Eulalia errichtet: ein dreischiffiges
 Langhaus mit Kapellenreihen, dem sich der siebenseitige
Öhor mit Umgang und Kapellenkranz anschließt, Die Westfassade,
mit großem Portal und Fensterrose spätgotischen Stils, wird von
zwei schlanken achteckigen Türmen eingefaßt. Am Portal erinnern
zwei (verstümmelte) Kärrnerfiguren an die freiwillige Mitarbeit der
Armen am Bau, Auch die Seitenportale sind beachtenswert.
Das großartige Innere (S. 117), mit barockem Ziborienaltar, zeichnet
sich durch die breite Spannung des Mittelschiffs aus, Die Seitenschiffe
sind schmal, aber fast ebenso hoch, — Hinter dem Hochaltar Bilder von
Viladomat (S. 228); an der r, Außenwand der Capilla Mayor zwei Bilder
von Domingo Sans (Auferstehung Christi und Pfingstfest). In der Taufkapelle
 dient der Sarkophag der h, Eulalia als Taufbecken. Schöne gotische
Kronleuchter.
Der Kirche gegenüber ein alter Brunnen, In der Nähe einige
alte Straßen, z. B. die Calle de las Caputzas, hinter dem Brunnen: