240 Route 23. MANRESA. Von Barcelona

Kirchen San Pedro, Santa Marta und San Miguel, letztere ein quaüratischer
 Bau mit Oberlichtkuppel und antiken Säulen.
Die Bahn durchschneidet eine Reihe unregelmäßiger Bergzüge
und Täler, Gleich hinterTarrasa Viadukte über den Gaya(24m hoch)
und über den Liort (21m). — 38km Viüladecaballs, Vier Tunnel, —
41km Olesa, am Fuße der Montag de Casa Llimona, Station (Diligence)
 für die am r. Ufer des Liobregat gelegenen, 29,5° C. warmen
Schwefelbäder von La Puda de Moniserrat. — Es folgen der über
das Tal des Buradell führende 280m 1. Viadukt und vier Tunnel.
L. steigt über dem tiefen Tale des Liobregat in ganzer Pracht der
Montserrat auf, dessen Kloster man deutlich sieht,
51km Monistrol (193m; kl. Fonda beim Bahnhof), Ausgangspunkt
 für die Zahnradbahn auf den Montserrat (S. 246). Vom
Bahnhof erkennt man die Cueva de la Virgen, die Kapellen San
Miguel und Santa Cecilia (S, 249 u. 248); vom Kloster selbst nur
die Kapelle San Acisclo.
Vier Tunnel und mehrere Einschnitte, — 57km San Vicente de
Castellet. Dann über den Llobregat und an seinem Nebenflusse
Cardoner aufwärts, Schöner Rückblick auf den Montserrat (höchste
Spitze San Jerönimo, 8. 249).
65km Manresa (205m; gutes Bahnrest.; Gasth,: F. Santo
Domingo, ordentlich, G. und M. 3, P. 61/2 p.), alte Stadt von 21 000
Einw., das römische Munorisa, Hauptort der Jacetani, in schöner
Lage am 1, Ufer des Cardoner, über den hier eine schmale, hochzewölbte,
 altrömische Steinbrücke und ein eiserner Fußgängersteg,
weiter aufwärts eine andere Steinbrücke führen,
Man wandert vom Bahnhof über den Steg; dann r. hinauf nach
der hochgelegenen gotischen Kollegiatkirche
SANTA MARIA DE LA SEO (S. nIv), an Stelle eines älteren Bauos
1328 begonnen, aber erst im Anfang des xv. Jahrhunderts vollendet,
in der Art der barcelonischen Kirchen, dreischiffig mit Umgang,
aber ohne Querschiff; über dem linken Seitenschiff ein hübscher,
1572-1590 vollendeter Turm. Die Westfassade ist modern,
Das Mittelschiff, dessen Gewölbe auf 16 achteckigen Pfeilern ruhen,
hat eine Weite von 17,5m. Zwischen den zur Hälfte nach innen gezogenen
Strebepfeilern liegen in den Seitenschiffen und im Umgang quadratische
Seitenkapellen. Hübsche Glasmalereien, namentlich, im W. die Fensterrose
mit der Darstellung der h. Jungfrau in der Glorie. Der steinerne Coro im
Mittelschiff ist aus dem xv. Jahrh.; an der Außenseite in den got. Blendbogen
gemalte Heiligenfiguren (S. LxxvI1); die Sitze im Innern zeigen Renaissanceformen.
 Die verstärkten Pfeiler 1. (3. und 4.) tragen den Turm. Unter der
Orgel, südl., ein Maurenkopf (S, 231). Der Hochaltar, mit reicher Holzschnitzerei,
 ist ganz vergoldet; die sechs achteckigen Säulen, die ihn umgeben,
 dienten zum Aufhängen von Teppichen und Stickereien. Vor dem
Hochaltar führen einige Stufen abwärts zur Krypfa. — In der Sakristei
ein 3m 1. gesticktes Antependium des Florentiners Geri Lapi (xv, Jahrh.}.
Der n, anstoßende Kreuzgang, den man durch ein roman. Tor
r. neben dem Kirchenportal betritt, ist modern, Der mit Akazien
bepflanzte Platz im S, und 0, der Kirche bietet prächtigen Blick
auf den Cardoner, die Weinberge im S. (wo auf dem r. Ufer der