242 Route 23, BELLPUIG, Von Barcelona

für 42 p.). — 112%km San Guim (737m), der höchste Punkt der
Bahn; Wasserscheide zwischen dem Llobregat und dem 8.w. dem
Ebro zufließenden Segre (S. 211/212). — Letzter Blick nach dem
Montserrat.
Nun bergab. R. das alte maurische Schloß Santa Fe und das
hoch gelegene, ganz ummauerte Dorf Monfalc6 Muraliat; weiter
das Kloster San Ram6n und in der Ferne die Pyrenäen.
4126km Cervera, Städtchen von 4800 Einw., an dem gleichnamigen
 Flüßchen, mit den verfallenden Gebäuden der einstigen
Universität, die Philipp V. dem Orte 1717 verlieh (vgl. S. 229),
um ihn für seine Anhänglichkeit zu belohnen, — Die Eisenbahn
folgt dem Cervera, welcher die durch künstliche Bewässerung ausgezeichnete
 Ebene Liano de Urgel durchfließt und bei L6rida in
den Segre mündet, — 140km Tärrega, von wo Diligence nördl.
über (17km) Agramunt nach (31km) Artesa de Segre (S. 248). —
Südl. erblickt man Verdü, wo Ende April ein berühmter Maultiermarkt
 stattändet. Bei Vilagrasa über den Canal;de Urgel,
151km Bellpuig (Gasth.: F. de Espana, einfach), Landstädtchen
mit der alten Burg der Anglesola. Die Kirche (Sakristan unweit,
Calle de la Fuente in enthält das 1824 aus der Franziskanerkirche
hierher übertragene Grabmal des Don Ramön de Cardona, Vizekönigs
 von Neapel (+ 1522), ein vortreffliches Renaissancewerk,
4525 von dem Neapler Bildhauer @iovanni da Nola ausgeführt, mit
der liegenden Figur des Verstorbenen und reichem ornamentalen
Schmuck (vgl. S. nx1x). Südwestl. das ehem. FRANZISKANER-KuıosTER,
 eine Gründung der Grafen von Urgel (zu. Jahrh.?), jetzt
im Besitz von Paulanermönchen und völlig restauriert; beachtenswert
 der Kreuzgang mit drei Stockwerken, das untere (xvr. Jahrh.,
gotisch, das obere (1617) eine Art Attika mit dorischen Pfeilern,
Die Landschaft nimmt den aragonischen  Steppencharakter
(S. 186) an. — 160km Mollerusa, wo eine Nebenbahn nach (26km)
Balaguer (S. 243) abzweigt. — 170km Beil-Noch, — Dann künden
schöne Gärten das Segretal und die Stadt L6rida an, die man schon
von fern erblickt. Die Bahn überschreitet den Sezre auf einer
eisernen GHitterbrücke und erreicht
183km Lerida (151m; Bahnrestaur.; Gasth,: H. Suizo, F. de
Espafia, bescheiden, Omn, 50 c.) Provinzhauptstadt und Bischofssitz,
 mit 22500 Einw., das Nerda der Römer, am Fuße eines burgbekrönten
 Hügels, am Segre, dem alten Sicoris, An der Mündung
der östl. Pyrenäentäler und mehrerer Pässe des katalanischen
Küstengebirges in die aragonische Ebene gelegen, ist L6rida ein
strategisch wichtiger Punkt,
Die Stadt ist iberischen Ursprungs, wie Silber- und Erzmünzen, %. T.
mit dem Wolfskopf, bezeugen, 49 vor Chr. wurde sie von Cäsar erobert,
der hier die Legaten des Pompejus, Afranius und Petrejus, besiegte. ZU
Zeit der Westgoten fand hier ein Konzil statt (546), Im J, 718 wurde
Lerida von den Arabern, 799 von Ludwig dem Frommen, 1117 von de7
spanischen Christen erubert und 1149 von Ramön Berengar IV, (S. 31) ZW