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54, Der Montserrat,

Ausflug von Barcelona aus (1-2 Tage): Eisenbahn bis Monistrol
8. 239/240) in 11/22 St., für 6.40, 4.80, 3.55 p.; von da Z ahnradbahn (Z,skm;
1892 erbaut) zum Kloster hinauf in 1 St., für 6.30, 3.70 p., hinab für 4.75,
2.80 p., hinauf u. hinab („ida y vuelta“) 10,45, 5.85 p.; Rückfahrkarten
von Barcelona mit sechstägiger Gültigkeit für Eisenbahn und Zahnradbahn
 im Despacho central (S. 221), sowie am Nordbahnhof für 17.10, 11.45,
8.80 p. — Automobil von Barcelona (Abfahrt 7.28 Uhr vorm, u, 12.35
nachm. von Paseo Isabel II 6) bis zum Kloster in ca. 4 St. für 4 p. (hin
und zurück 7 p.). — Mit Benutzung des ersten Frühzugs von Barcelona
können gute Fußzänger an einem Tage sogar den San Jerönimo mitnehmen,
Bleibt man über Nacht, so verläßt man Barcelona mit dem Mittagszug,
besichtigt das Kloster und schließt den Spaziergang 1 (S. 249) an; am zweiten
Tage besteigt man den San Jerönimo, frühstückt im Hotel und wandert
nachm. die Fahrstraße hinab zu der Station Monistrol Villa oder La
Bauma der Zahnradbahn. — Die früher beliebte Besteigung von Collbatoö
aus. wird jetzt kaum mehr gemacht (s. S. 253).
Berühmt ist Wüilh. vo. Humboldis Beschreibung seiner Besteigung des
Montserrat am 26. März 1800 (Ges. Werke, Bd. 1II, S. 173).
Der Montserrat, d.h, der „gesägte Berg“, der Montsagrat oder
„heilige Berg“ der Katalonier, der sagenhafte Monsalwatsch oder
Monsalvat desi Mittelalters, das hierher die Burg des h. Gral verlegte,
ist ein mächtiger Bergstock, dersich fast isoliert aus der katalanischen
Hügelebene erhebt. Von allen Seiten scharf abgeschnitten, mit den
phantastischsten Felsbildungen besetzt, weiche die Araber einst
Gistaus, d. h. die „steinernen Wächter“, nannten, erscheint er von
lerne gesehen wie eine ungeheure Burg. Die Richtung des Bergzuges
an von NW. nach SO., sein Umfang beträgt 22km. Abwechselnde
inne roten tonigen Sandsteins und nagelfluhartiger Konglomerate
zliedern seine Steilwände treppenartig. Die Gipfeltürme sind durch
Auswaschung entstanden. Die Treppenstufen im NO. des Berges
Sestatteten die Anlage der Straße und der Zahnradbahn. Auf den
Wim Seiten ist der Aufstieg nur durch tiefe und steile Kerben,
Pe sogen. Canales, möglich. Ein gewaltiger Spalt, das Valle Malo
Döse Tal), durchschneidet den Rücken im SW. Am NW.-Ende des
erges ragt die höchste Spitze, der Turd de San Jerönimo (1236m),
auf, Am Ostabhange, wo das vom Torrente de Santa Marta durch-Tossene,
 im Sommer ganz trockene Valle malo in gewaltigen Felserrassen
 zum Llobregat abstürzt, liegt auf einem kleinen Felsvorsprunge
 in 23 der Höhe das weitberühmte Kloster. Der Llobregat
luießt auf der NO.-Seite des Montserrat, windet sich um dessen SO.-Fuß
 nach Esparraguera und durchbricht bei Martorell den dem Meere
Parallel gehenden Bergzug, Sein tiefes Tal mit dem Dorfe Monistrol
bestimmt vorzugsweise den malerischen Charakter der Landschaft
auf der NO.-Seite, Im SW. des Berges liegt auf einer leichten Erhebung
 der Ebene von Esparraguera das kleine Dorf Collbatd (8.252).
Im SO. ist der Berg unzugänglich. Den NO,-Abhang bedecken
hübsche Kiefernwälder, seine Flanken und die Höhe immergrünes
Buschwerk (monte bajo, „niedriger Wald“), Die Flora ist namentlich
im Frühling mit Recht berühmt,