246 Route 24, DER MONTSERRAT,

Monistrol 8. S. 240. — Der Bahnhof (193m) liegt dem Montserrat
 gerade gegenüber auf einer Höhe über dem Flüßchen Liobregat,
 mit prachtvoller Aussicht.
Die Zahnradbahn (beim KEinsteigen r, rückwärts; Platz
nehmen!) senkt sich im Bogen in das Llobregat-Tal hinab, überschreitet
 die Riera de Marä, dann auf einer Eisenbrücke (137m ü. M.)
den Llobregat selbst und beginnt zu steigen. 3,;km Monistrol Villa,
das Dorf unweit südl. (s. unten). — Nun an der Nordseite des Valle
de Santa Marfa (s. unten) stärker bergan über die Terrassen des
Montserrat; prächtige Aussicht auf die Felstürme (pefascos) des
Gebirges: geradeaus der Tur6 de San Jerönimo (S. 250), 1. davon
lie Rocas de las Golondrinas, die Roca de San Patricio und die Roca
je las Once, der „Elfuhrfelsen“, der den Bewohnern von Monistrol
als Sonnenuhr dient; darauf die Roca de San Antonio, der Caball
bernat und die Plana la vella (vieja). — Die Bahn durchquert im
Bogen den obern Talabschluß und führt unter dem Kamm des
Montserrat hin; L. schöner Blick auf das Liobregat-Tal und die in
der Ferne auftauchenden Schneeberge der Pyrenäen. Zuletzt im
Tunnel durch den von der Agisclus- und der Apostelkapelle (S. 248)
bekrönten Bergvorsprung nach dem (7,gkm) Kloster Montserrat
"708m; s. unten), das man durch das 1555 erbaute Tor betritt.
Auch die 1859 angelegte *Fahrstraße (13km; zu Fuß hinauf
31/4, hinab 2'/4 St.) ist von hervorragender Schönheit, Sie senkt
sich vom Bahnhof über die (2km) Arbeiterkolonie La Bauma in das
Tal des Llobregat, dessen Wasserkraft mehreren Fabriken dienstbar
ist, und überschreitet den Fluß auf einer alten, hohen Brücke.
Dabei das (4km) ansehnliche Dorf Monistrol (145m; Posada del
Llobregat, leidlich), von Wein- und Olivengärten umgeben. Die
(5km vom Bahnhof) zum Andenken an den marokkanischen Krieg
des J. 1860 erbaute Capilla de I@ Trinidad steht auf der untersten
Terrasse des Montserrat, Links zweigt hier ein steiler Fußweg ab,
auf dem man in ca. 2 St. direkt zum Kloster hinansteigen kann („Atajo
al Monasterio“, weniger lohnend als die aussichtreiche Straße und
nur 1/5 St, kürzer; Führer ratsam). Die Straße tritt in das Valle Santa
Marta, anfangs abwärts. Dann in starker Kehre über den Bach und
n.ö. bergan; über die Geleise der Zahnradbahn zu einem (8km)
Fichtenwäldchen, in dessen Nähe der Hof La Calesina liegt. Weiter
in vielen Kehren die Bergterrassen hinan, dann in scharfer Wendung
nach S, und an der Fuente de los Monjes, den S. 247 gen, Hotels
und der Abzweigung der Straße nach Manresa (S. 240) und
Igualada (S. 253) vorüber nach der Capilla de los Apöstoles
(S. 248). Hier in südwestl, Wendung zum Kloster, das erst zuletzt
sichtbar wird.
Das Monasterio de Montserrat (721m), ‚nach der Sage zu
Ehren eines wundertätigen Marienbildes (S, 247) im J. 880 für
Nonnen gegründet, wahrscheinlich aber schon vor dem Einbruche
ler Mauren eine Benediktiner-Niederlassung, 976 wieder dem Be-