DER MONTSERRAT, 94. Route. 247

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nediktinerorden übergeben und von Mönchen aus Ripoll (S. 218)
besiedelt, ist eines der berühmtesten Klöster Spaniens. Papst Bene«
Jikt XIIL erhob es im J. 1410 zur unabhängigen Abtei, die 1874
wieder dem Bischof von Barcelona unterstellt wurde, Es besaß un«
yeheure Reichtümer, verlor aber die beweglichen, darunter die Bi-Sliothek
 mit ihren Handschriften, zum größten Teil während der
Befreiungskriege (1808-14), die unbeweglichen im J, 1835 bei der
Schließung des Klosters infolge der karlistischen Unruhen, Gegenwärtig
 sind an 20 Mönche da; sie leiten eine Schule für geistliche
Musik, i@ Escolanfa, deren Mitglieder abends zur Zeit des Ave
Maria (la oraeidn) in der Kirche das Salve zu singen pflegen. Die
Zahl der Wallfahrer und andern Reisenden wird mit 60 000 jährlich
angegeben, darunter besonders viel junge Ehepaare, da die Mutterzottes
 von Montserrat gern um Segen in der Ehe angefleht wird, Das
Hauptfest ist am 8. September.
. UNTERKUNFT. Man schreibt im Wohnungsbureau (Despacho de aposentos)
seinen Namen ein und bekommt eine Klosterzelle angewiesen, wofür
vei der Abreise eine freiwillige Gabe üblich ist (2-2'/z p. die Nacht), Zu
mehr als dreitägigem Aufenthalt bedarf man der Erlaubnis. Man versehe
sich in dem Krämerladen neben dem Despacho mit Lichtern (106. das Stück),
Min speist in dem Caf6-Rest. del Monasterio de Montserrat (Gedeck unten 3 p.,
dben5 P-, gut). — Vorzuziehen ist die Unterkunft in den an der Landstraße,
ca. 3km unterhalb dea Klosters, schön gelegenen Gasthöfen: H, Marcet
und N. Masia de la Creu, beide ordentlich, P. 7 p., Omnibus zu den
Zügen der Zahnradbahn 30c.; X. Colonia Puig, P, 8-10 p., Auto-Omnibus
zum Kioster in 8 Min,
FöurerR entbehrlich (Tarif im Despacho). — REITTIERE (cabalgaduras)
sbenfalls zu festen Preisen,
vom Eingang, wo 1, das oben gen, Caf6-Restaurant, Stallungen
und utomobilschuppen sind, erreicht man. alsbald den Vorplatz,
auf dem eine Mariensäule (1904) steht, Hier hat man zur L. das
Alte Kloster, geradeaus das Neue Kloster.
. Vom ALTEN KLOSTER ( Monasterio antiguo, katalan. Antich Monastir)
 sind nur noch wenige Trümmer übrig. Eine Seite des gotischen
Er OBEES von 1460 ist rekonstruiert; daneben der unvollendete
lockenturm, ebenfalls aus dem xv. Jahrhundert, von unten kaum
sichtbar,
. Das Nzvm Kuıoster (Monasterio actual) wurde unter Ferlinand
 VII erbaut, blieb aber infolge der Unruhen von 1830 unvollendet.
 Der Hof (Claustro) in der Mitte ist auf‘ drei Seiten von
Bogengängen umgeben. Die vierte Seite begrenzt die stattliche
Kırcye f(Basflica), 1560-92 unter Philipp II. im Renaissancestil
erbaut, im x1x, Jahrh. modernisiert; die romanische Apsis wurde
1880 hinzugefügt, die Fassade ist von 1901.
Das Innere zeigt ein einziges Schiff von 68,3m Länge, 15,4m Breite
und 383,s;m Höhe, mit beiderseits je sechs 7m tiefen Kapellen, Über den
arsten vier Kapellen befinden sich, wie im Escorial, Emporen; die letzten
beiden r. und 1. schließt eine hohe Reja ab. Auf dem Hauptältar thront
von brennenden Kerzen umgeben, das altersschwarze Holzbild d, h. Jung
Irau (la Santa Imagen, katalan. S. Imatje), der Sage nach ein Werk des
A. Lukas, das durch den h. Petrus nach Spanien kam und 880 in der