248 Route 24. DER MONTSERRAT.

3, 249 gen. Grotte wiedergefunden wurde, Vor demselben hing Ignatius
von‘ Loyola (8, 16, 241), nachdem er wegen der 1521 bei der Verteidigung
von Pamplona erhaltenen schweren Verwundungen dem Kriegsdienst entsagt
 hatte, seine Waffen auf und weihte sich dem Dienste Christi und der
h. Jungfrau (vgl. S. 229). Die Santa Imagen wird 61/2 und 10 Uhr vorm. und
21/2 Uhr nachm, gezeigt („visitar la Virgen“), meist unter Vortritt eines
singenden Geistlichen, — In der Sacrist{a werden die kostbaren Gewänder
und Kleinodien des h. Bildes aufbewahrt. — Neben der Sakristei der Eingang
 zur Krypla, wo die Mönche beigesetzt werden.
Bei der NW.-Ecke der Kirche (beim Austritt r.) führt im Hof
sine Tür auf einen von Mauern eingefaßten Gang, Am Ende desselben
 1. hinauf gelangt man bei dem hinter der Kirche auf hoher
Terrasse angelegten Klostergarten (el Mirador de los Monjes; verschlossen)
 und weiter bei der Kapelle San Aciselo y Santa Victoria
vorüber auf einen ebenen Weg, den *Camino de los Degotalis,
der unter den Felsen an der Wasserleitung des Klosters hinläuft,
Bei einer (20 Min.) grottenartigen Vertiefung, die von rinnendem
Wasser befeuchtet ist (den sogen, Tropfen, degotalls), steht man
an einem der schönsten Punkte des Montserrat: unbegrenzter
Blick über Katalonien, tief nach Aragonien hinein, auf die ganze
Pyrenäenkette von der Maladetta bis zum Canigou; unten Monistrol,
scheinbar mit einem Steinwurf erreichbar; im SO. das Mittelmeer.
— Kin anderer kurzer Weg führt an der Acisclus-Kapelle r. hinab
zur Capilla de los Apöstoles, wo man ebenfalls eine herrliche Aussicht
 hat, namentlich in die Abgründe des Llobregat-Tals, vorn die
Cueva de la Virgen und die Capilla de San Miguel (s. unten).

Spaziergänge. — 1. Von den Degotalls (s. oben) auf den Fahrweg
 nach Igualada und weiter zu der (1 St.) CAPILLA DE SANTA
ÜscrusA, unterhalb des Tur6 de San Jerönimo (den man von hier aus
nicht besteigen kann), 872 erbaut; später (975) wurde ein Kloster
hinzugefügt, — In der Nähe lag das Custillo Murro, das mit den
Burgen von Montsiat, Otger, Collbatö und Guardia im ıx. Jahrh.
die festen Plätze der Christen am Montserrat bildete. 3km weiter
sine Sommerwirtschaft. — Zurück kann man zu den 8. 247 gen.
Hotels hinabsteigen und den Omnibus zum Bahnhof benutzen,
2. Oberhalb der Zahnradbahn bei der Fuente del Milagro (Wunderquell)
 auf den Weg nach Collbat6 (S, 253); nach einigen Minuten
bei der Gittertür den Weg r. hinauf, auf den nach wenigen
Schritten bei dem Steinkreuz „sepultura Christi“ r, die bei dem
Steinkreuz‘ „ad mortem“ hinter dem Brunnenhäuschen herumführende
 Via crucis mündet, Kin beschwerlicher Pfad bringt uns
in 1/4 St. zu der Grotte des San Juan Garin, der nach der Sage
ein an Riquilda, der Tochter des Grafen Wilfred des Behaarten
(S. 213), begangenes Verbrechen durch die strengsten Bußen sühnte
und 898 hier in der Einsamkeit starb, Die Figur des Büßers ist
hinter einem doppelten Gitter sichtbar, — Geht man von der oben
zen, Gittertür auf dem Wege nach Collbat6 1/4 St, weiter, so gelangt
man zu der Capilla de San Miguel, Kurz vorher biegt 1, nach NO.