256 Route 27, TARRAGONA. ; Ramblas,

in ihrem südl. Teil jetzt R. de Castelar heißt (Pl. C D2, 3), einer
breiten baumbepflanzten Straße, mit den S. 254 gen, Gasthöfen und
Kaffeehäusern. Am Nordende der Rambla ein 1911 errichtetes
Denkmal für die bei der Belagerung der Stadt im J. 1814 (S. 255)
gefallenen Krieger. — Vom Südende des Despeflaperros zieht sich
auf der römischen Mauer am Rande der Stadthöhe eine schöne
*Promenade, mit weiter Aussicht über Meer und Küste, unter
wechselnden Namen hinan:‘ zunächst die Bajada. de Toro
(Pl. D 3), die bei dem Erzstandbilde des Admirals Roger de Lauria
(S. 251), von Felix Ferrer (1889), an der Einmündung der Rambla
de Castelar, endet; weiter der Paseo Pi y Margall oder de
Santa Clara (Pl. E 3, 2). Die in den Fels gearbeiteten Stufen,
die man hier sieht, gehörten gewiß zu dem römischen Theater.
Auf den Paseo mündet die mit der Rambla de San Juan parallel
laufende Rambla de San Carlos (Pl. D E 2), die zweite Hauptstraße
 der Neustadt, mit dem Teatro Principal und der Kirche Sarı
Francisco. An ihrem Südende das fast ganz aus antiken Bautrümmern
aufgeführte ehem, Zeughaus, Parque de Artilleria, aus dem die Torre
de Carlos V herausragt, Weiter 1. der Torredn de Pilatos (Pl. E 2),
ebenfalls Gefängnis, nach der grundlosen Überlieferung, daß Pontius
Pilatusaus Tarraco gebürtig gewesen sei, benannt, vermutlich ein Teil
des Palastes, den Augustus bewohnte (s. S, 255). Der anschließende
Paseo de San Antonio endet auf der Höhe des hier steil nach S,
abstürzenden Stadthügels, bei dem Versorgungshaus Casa provincial
de Beneficeneia (Pl. F 2); vor dem Gartentor eine reichskulptierte
Renaissancesäule von Marmor, ia Cruz de Sarı Antonio.
Wir wenden uns durch die Puerta de San Antonio (Pl.F 2) in das
Straßenlabyrinth der Altstadt und erreichen 1. durch die Calle de
la Merced, dann r. durch die C, Plaza del Aceite und C, Nueva del
Patriarca den Platz L1lano de la Catedral (Pl. E1; vorm. Gemüsemarkt),
 zu dem man auch aus der S. 259 gen, Calle Mayor auf
einer Treppe hinaufsteigt. An diesem Platze, vor der Westfassade
der Kathedrale, r. ein Haus mit einem schönen Ajimezfenster.:
Die * Kathedrale (Pl. E 1), auf der Stelle des großen römischen
Tempels (S. 255) und einer Moschee bald nach der Vertreibung
der Mauren (1118) begonnen, in ihren Hauptteilen dem Ende des
xIr, und der ersten Hälfte des xım. Jahrhunderts angehörend, mit
einigen späteren Zusätzen, ist eines der glänzendsten Werke des
380g. Übergangsstils, Als „magister operis“ wird ein Frater Bernardus
 (+ 1256) genannt. Der Grundplan zeigt bei einer Gesamtlänge
von 104m ein dreischifüges, 52,4m langes, 32m breites Langhaus
mit später (XV. und xvır, Jahrh,) angebauten beiderseitigen Kapellenreihen,
 ein 45m langes, 15m breites Querschiff mit achteckiger
Kuppel über der Vierung und zwei kleinere Apsiden neben der
28m 1. Capilla Mayor. Am südl. Querschiff erhebt sich ein 65,4m h.
Turm, dessen achteckiger Teil aus dem Anfang des xIv. Jahrhunderts
 herzurühren scheint. — Vel. S. LIT und LxIL