Kathedrale. TARRAGONA, 27. Route. 257

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Außer dem südl. Querschiff, dem Chor und den n.w. Seitenkapellen
 mit ihren Azulejosdächern liegt nur die aus hellem Gestein
rbaute, im Laufe der Zeit goldbraun angelaufene XWestfassade
frei, Sie besteht aus einem von mächtigen Strebepfeilern eingefaßten
tiefen gotischen GHiebelportal mit großer Fensterrose darüber, 1278
begonnen, oben unvollendet, und zwei kleineren romanischen Seitenvortalen,
 Das feine Maßwerk und der reiche Skulpturenschmuck
les Hauptportals sind von Maestre Bartolom€ (S. .xzT), die plumpen
Figuren an den Strebepfeilern von Jaime Castayls (1375). Die
aisenbeschlagene Doppeltür, mit kunstvollen Angeln, Klopfern und
kupfernen Nägeln, wurde 1510 von dem Erzbischof Gonzalo de
Heredia gestiftet, Über dem nördl. Seitenportal ebenfalls gute
Skulpturen, die Anbetung der Könige, aus dem XI; Jahrh.; über
lem südl. ein altchristlicher Sarkophag.
Das Innere, dessen Anlage, mit Ausnahme der dem x1y. Jahrhundert
 zuzuweisenden Fenster des Mittelschiffs und der Seiten-&lt;apellen,
 im wesentlichen dem XI, Jahrhundert angehört, macht
3inen ernsten und majestätischen Eindruck. Die 14 überaus kräftigen
 Pfeiler von 30 Schritt Umfang sind durch Halbsäulen verstärkt,
 deren reich skulptierte Kapitäle Beachtung verdienen.
Der Coro ist aus dem XIV. Jahrhundert. Am Trascoro das
Renaissance - Grabmal des Königs Jakob I. von Aragon (Jaime el
Conquistador; +1276), mit Benutzung der Reste des im Kloster
Poblet (S. 260) zerstörten Denkmals 1856 errichtet. Das Gestühl
ist von Franc. Gomar aus Zaragoza (1478-1498), das Schnitzwerk der
Orgel von. Jaime Amig6 aus Tortosa (14563). An der nördl. Außenseite
 die Capilla del Santo Sepulero mit einer Gruppe der Beweinung
 Christi von 1494.
_ Von den Seitenkapellen, die der Sakristan (1/2-1 p.) öffnet,
sind. die beiderseitigen ersten im xv. Jahrh. im gotischen Stil anzebaut
 worden, die übrigen im XVL-XYIILL J ahrh. im Renaissanceand
 Barockstil. Die 1. Kap. rechts ist die Cap. de las Virgenes
zenannt, mit einem Marmorsarkophag (oder Badewanne) als Taufbecken.
 Die 3. Kap. r., Cap. de Santa Tecla, 1760-75 errichtet,
anthält die Reliquien der Schutzheiligen von Tarragona, zu deren
Fest (23. Sept.), wie an andern hohen Feiertagen, die Kathedrale
mit flandrischen Wandteppichen aus dem XvVI.- XVIL Jahrh. auszeschmückt
 wird. In der 5, Kapır., Cap. de Santa Luefa, ein
Relief aus dem xvml Jahrh., Darstellung Christi im Tempel. — In
der 2. Kap. links, Cap. de la Anuneiaciön, das hübsche Renaisjancegrabmal
 des Erzbischofs Luis de Cardona (+ 1531). In der 3. Kap,
=, Cap. de la Concepeiön, reiche Barockgrabmäler des Kanonikus
Didaco Girön de Rebolledo (+ 1682) und seines Bruders Godofredo.
Von schöner lichter Wirkung ist das Querschiff, mit der
achteckigen Kuppel in der Mitte und den prächtigen, 1574 von Juan
Yuas ausgeführten Glasmalereien der beiden Fensterrosen. Den
1ördl. Arm schließt die Capilla del Santtsimo Sacramento. unter dem
Bedekers Spanien u. Portugal. 4. Aufl.