260 Route 28. POBLET.

Von der Puerta del Rosario erreicht man am Friedhof (Cementerio;
vgl. Pl. D E 1) vorüber zu Fuß in 15-20 Min, das zerstörte Fort Alto del
Olivo, vielleicht den schönsten Aussichtspunkt Tarragonas, besonders bei
Abendbeleuchtung, mit weitem Blick auf die ganze Küste.
Den Ausflug nach dem *römischen Aquädukt (ikm vor Puerta de San
Francisco; Pl. D 1} macht man gewöhnlich zu Wagen (Zweispänner 10,
Tartana 7p. für die ca, 1!/astündige Fahrt hin u, zurück!) oder auch mit
Benutzung der 2mal tägl, nach Valls (S. 251) fahrenden Diligence (Abfahrt
Calle de San Francisco 20, Pl. D 2), zurück dann zu Fuß. Der Aquädukt
(Acueducto de Ins Ferreras), der das aus dem Gayd (S. 251) abgeleitete
Wasser über ein Seitental des Francolf führt, ist eines der stattlichsten
Römerdenkmäler Spaniens, vielleicht zu Anfang der Kaiserzeit erbaut. Eı
hesteht aus zwei Stockwerken, das untere mit 11, das obere mit 25 Bogen,
Die Länge des untern beträgt 73m, die Höhe 13,em; die Länge des obern
Stockwerks 217m, die Höhe 23m. Die ganze Länge der 2. T. unter.
irdischen, 1781-1800 wiederhergestellten Wasserleitung beträgt 35km,

28, Von Tarragona über Reus nach Lerida.
108km. Eisenhahn in 3%4-48/4 St. für 12,90, 9,70, 7.10 pP. Unterwegs
kein Bahnrestaurant.

Tarragona 8. S, 254. — Die Bahn durchzieht den Campo de
Tarragona, mit seinen Weinpflanzungen, Öl-, Mandel- und Nußbäumen,
 und überschreitet den Francolf, den Tulcis der Römer.
später den Boetla. — 9km Vilaseca, nahe dem Cabo Salou (S. 261).
16km Reus (S. 251): Kreuzung mit der Linie Barcelona-Zaragoza
 (R. 25%, 20; Omnibus zum andern Bahnhof s. S. 251).
Die Bahn nach L6rida folgt nördl. dem Bergzuge, welcher das
Tal des Francolf im W. begrenzt, dann dem letzteren selbst. — 23km
Selva; 20km Alcover. — 34km Plana-Picamoizons, Knotenpunkt
für die Zweigbahn nach Roda de Barä-Barcelona (S. 251/250). —
37km La Riva; 39km Vilavert. — 44km Montblunch, Städtchen von
5200 Einw. im Francolf-Tal, mit alten Mauern, Toren und Türmen
— Weiter im Francolf-Tal aufwärts.
50km Espluga del Francol£ (einfacher Gasth.), Ausgangspunkt
zum Besuche der ca. 3km s.w. in einem Seitental gelegenen Klosterruine
 Poblet, am besten zu Fuß zu erreichen,
Das Zisterzienserkloster Poblet, genannt Zi Santo, nach dem h. Poblet,
welchem die Mauren das ganze Gebiet der Hardeta verliehen. wurde von
Ramön Berengar IV. (S. xLr) um 1150 gegründet und war berühmt al:
glänzende Gruftstätte der aragonischen Könige. Diesen folgten später die
Grafen von Segorbe und Cardona. Die Kirche, romanischen Stils, mit
Kuppelturm, der prachtvolle Kreuzgang und der Kapitelsaal (xıv. Jahrh.)
wurden 1822-35 geplündert und teilweise zerstört, ebenso die Gräber der
aragonischen Könige, namentlich das Jakobs I. (vgl. 8. 257), Die Ruinen
aber sind von großer Wirkung. Vgl. S. LXXI.
Die Bahn verläßt den Fluß und tritt in die Sierra de Prades,
auf deren Ostabhang noch (55km) Vimbodf liegt. Der höchste Punkt
der Bahn ist 1011m ü, M. Nun westl. abwärts. 63km Vinaiza. Durch
das Hügelland Coll del Grano de Vinaiza nach (74km) Floresta,
Dann über das Flüßchen Brugent nach (78km) Borjas, am Canal de
Urgel, und im. Tal des Brugent über (84km) Juneda und (91km)
Puigvert-Artesa hinab nach (103km) Le&amp;rida (S. 242).