Balearen, PALMA. 30. Route, 265

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Zeit nach der Vertreibung der Mauren, Westlich, 1. vom Hafenjamm,
 zeugt die Lonja, die alte Börse, von der einstigen Handelsherrlichkeit
 der Stadt.
Zwischen der Kathedrale und der Lonja führt, in nördl. Fortsetzung
 des Hafendammes, die Calle de 1a Marina (Pl. B 3) in
lie Stadt. R. der Unterbau des Almudainakastells (s. unten), in dem
eine Kaserne eingerichtet ist. An der dreieckigen Plaza de 12
Libertad, mit einer CHorieta (S. om), teilt sich die Straße: gezadeaus
 die langgestreckte Plaza de 1a Constitucidn (S. 266), rechts
die Calle del Conquistador, Wir wenden uns r. am Teatro
Lirico vorbei die. Stufen der Calle de la Seo hinauf zur Calle del
Palacio (n° 81 hübsches Renaissancefenster) und weiter zur Plaza
dela Seo, auf der die Kathedrale steht.
Die * KATHEDRALE (Pl.B 3), a Seo, ein großartiger Bau aus
goldbraun patiniertem Sandstein , wurde von Jakob I. im frühgotischen
 Stil um 1230 begonnen, im Mittelschiff 1380, im übrigen
arst zu Anfang des XVII J ahrhunderts vollendet. Die Westfassade
wurde seit der Mitte des xx. Jahrhunderts im gotischen Stil neu
aufgeführt; das Portal (Puerta Mayor) ist jedoch aus dem Ende des
£vr. Jahrhunderts. Das spätgotische Südportal (Puerta del Mirador)
zeichnet sich durch reichen Skulpturenschmuck aus, Neben dem
einfacheren Nordportal (Puerta de 1a Almoina} ragt ein burgartiger
Glockenturm auf, der aber, ebenso wie der Ostehor der Kirche, durch
angebaute Häuser nicht zur Wirkung kommt.
„. Das dreischiffige Innere, das man meist durch das Nordportal betritt,
überrascht durch vornehme Einfachheit (vgl. S, LIv). Seine Breite beträgt
Am, einschl. der Kapellen 56,2m, seine Länge 100m, mit der Ostkapelle 109m,
las Mittelschiff hat eine Gewölbespannung von 19,sm, Je 7 schlanke Säulen
trennen das Mittelschiff von den iUm breiten Seitenschiffen, Ein Teil der
Fenster ist zugemauert. Die Kanzel ist in platereskem Stil ausgeführt. Im
Ostehor und „an der Westseite gute Glasgemälde. Die Capilla Major füllt
die Mittelapsis aus, Hier ist in der hohen Fensternische in einem Glassarg
 die mumienartige Leiche des Königs Jakob II. (+ 1827) aufgestellt, —
Die Cap. de San Jerdnimo, im 1, Seitenschiff, enthält das 1811 errichtete
 Grabmal des tapferen, aus Mallorca stammenden Margues de
En Romana, der 1808 eine im Dienste Napoleons befindliche spanische
Division mit Hilfe der Engländer aus Dänemark nach Spanien zurückführte
 und am Befreiungskampfe tätigen Anteil nahm, — In der Sala
tapitular, wohin im 1, Seitenschiff die Tür unterhalb der Orgel führt,
die von vier Löwen getragene Grabplatte des Bischofs Gi Munoz (+ 1424),
der nach dem Tode Benedikts XII. (S. 274) von dessen Kardinälen als
Jegenpapst („Clemens VIlL.“) gewählt wurde.

Im O0. der Kathedrale der bischöfliche Palast (Palacio episzopal),
 ein vornehmer Spätrenaissancebau von 1616. — Von dem
Platz vor der Südseite der Kathedrale schöner Blick auf das Meer.
— Dem Westportal gegenüber ist der Eingang in das
ÜASTILLO DE LA ALMUDAINA (Pl, B 3), meist Palacio real genannt,
 jetzt eine unerfreuliche Gebäudemasse, in welcher das Militärgouvernement
 (Capitania general), die Gerichtshöfe (Audiencia)
und andere Behörden untergebracht sind. Von der alten glänzenden
Königesburg, die sich an dieser Stelle erhob, sind nur kümmerliche

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