268 Route 30. SOLLER, Balearen.

VonPalmanach Söller, 28km Eisenbahn (Bahnhof s, S.264),
in ca. 11/4 St., für 2.415, 1.65 p. (Rückfahrkarte 3.45, 2.65 p.; Kilometerhefte
 ungültig). Stationen: Son Sardina und Bußola. Zwischen
Bufiola und Söller elf Tunnel, von denen der längste mit 2892m das
Gebirge durchbohrt. Schöne Ausblicke, Bei der Einfahrt in das
Tal von Söller bildet die Bahn eine große Kurve,
Die Fahrstraße (30km; Wagen s. 8. 264) steigt in zahlreichen
Kehren, mit Kückblick auf die Ebene und das südl. Meer, bergan zu
dem (22km) Paß Coll de Söller (562m), wo sich die Aussicht auf das
westl. Meer und die Westküste der Insel öffnet. Dann in ebensovielen
 Kehren abwärts,
Söller (55m; Gasth.: Fonda de la Marına, gut, P. 71/2 p.J,
Städtchen von 9900 Einw., zu längerem Aufenthalt geeignet, liegt
von Orangengärten rings umgeben in einem prächtigen Talkessel,
mit altem Franziskanerkloster und einigen Majolikafabriken; malerisch
 das von Häusern eingefaßte Bett des Torrente. — Eine gute
Straße führt von Söller nach dem 4,skm entfernten Hafenplatz
Port de Söller; schöne Aussicht bei dem Leuchtturm Faro de la
Cruz; Dampfboot nach Barcelona s. S. 262/263. — Nordöstl. das
Dorf Fornalutz (165m), auf direktem Fahrweg 4km von Söller, über
das (2km) Gut Biniaruix (117m) 51/okm,
Der *Puig Mayor (spr. putsch; 1445m), der höchste Berg der Insel, ist
von Söller in 41/2 St. unschwer zu ersteigen (Reittier mit Treiber ca, 6 p.;
Mundvorrat mitnehmen): Fahrweg über Biniaraix (8. oben) bergan, mit
schönem Rückblick auf Sdller, in 2'/4 St. nach dem Dorfe Bonnaba; Fußweg
in 1'/4 St. zum Coll de Son Toreila, auf der SW.-Seite des Puig de Torella;
dann !/z St. ziemlich eben über die Hochfläche und noch !/2-3/4 St. zum
Gipfel. Großartige Rundsicht über die ganze Insel, das Meer ringsum und
auf Menorca, — Die Besteigung wird auch von Fornalutx unternommen,
von wo man nachts aufbricht, um den Sonnenaufgang zu genießen,
‚ Von Süöller über Lluch nach Pollensa (2 Tage; Fahrweg bis
Lluch; Maultier bis dahin 10, bis Pollensa 15 p., Mundvorrat mitnehmen) :
über Biniaraix (s. oben) durch den Felsengrund Sarranch, das Hochtal
Pla de Cuba, die malerische Gorch blau (blauer Schlund), mit einem Stauwerk
 zur Gewinnung von Wasserkraft für Inca (8. unten), in 7-8 St. nach
der Siedelung Escorca und (12 St. weiter) der Wallfahrtskirche Nuestra
SeRora de Liuch, mit klösterlicher Erziehungsanstalt, wo man freie Unterkunit
 erhält (gutes Restaur.); 2 St. von da die großartige Felsenschlucht
des Torrent de Pareys (schöne Bildungen von „Tüpfen“, d.h, glatten zylindrischen
 Strudellöchern), durch die man im regenlosen Sommer 6 St. weit bis
Za Catobra gehen kann (der Ausflug hierher kann auch von Port de Söller
mit Boot gemacht werden), Eine Fahrstraße führt von Lluch nach Inca
(8. unten), — Am {folgenden Tage von N, S, de Lluch durch Wald und auf
aussichtreichen Steilpfaden nach Pollensa (S. 269), 4-5 St.

Von Palma nach Manacor, 64km, Eisenbahn (Bahnhof s.
3, 264), in3St., für 4.10, 2.60, 1.40 p. (Kilometerhefte ungültig),
— Die bedeutenderen Stationen sind: 15km Santa Marfa, Knotenpunkt
 für die Zweigbahn (43km in 13/4-2 St. für 3.70, 2.30, 1.35 p.)
nach Felanitz (Fonda de Can Terras, bescheiden aber empfehlenswert),
 einer lebhaften Stadt von 10400 Einw., mit uraltem Töpfereibetrieb,
 am Fuß des San Salvador, den eine Wallfahrtskapelle krönt
(Oratorio de San Salvador: etwas weiter südl. das Castillo de Santueri,