Balearen. MAHON. 30. Route. 269

sine gut erhaltene mittelalterliche Felsenfeste), — 49km Consell,
von wo im Anschluß an die Züge eine Straßenbahn (4km; 30 u. 206.)
nach Alard, mit den Resten eines uralten Kastells, fährt. — 29km
Inca (Fonda de Espafia, F. Janer, bescheiden aber ordentlich); Fahrstraße
 nach Lluch (S. 268), — 34km Son Bordils , Knotenpunkt
für die Zweigbahn (13km) nach La Puebla (Fonda am Bahnhof),
Von La Puebla fahren Diligencen: nördl. über das Gebirge nach dem
alten Städtchen (15km) Pollensa (Fonda del Loro, P. 4-8 p., Hot. Cosmopolita,
P, A p., beide bescheiden), mit 8400 Einw., in hübscher Umgebung (Calvario
dicht beim Ort; alte Römerbrücke ; Wallfahrtskirche Nuestra SeRora del Puig,
3km; Castillo del Rey, eine Festungsruine aus maurischer Zeit, 8km; Kap
Formentor, 20km); — nordöstl. nach dem altertümlichen Hafenstädtchen
Alcudia (Hotel Miramar, am Hafen, ordentlich), mit stattlichen Toren und
Resten eines römischen Amphitheaters in der Nähes die Albufera (8. 291)
von ‚Alcudia dient jetzt dem Reisanbau. Von Alcudia Dampfboot nach
Barcelona s. S. 268,
Die letzten Stationen in der Richtung nach Manacor sind : 43km
Sineu, mit dem jetzt als Nonnenkloster dienenden ehemaligen
königlichen Alcäzar, 45km San Juan, 54km Petra.
64km Manacor (Gasth.: Hot. Femenfas, dürftig aber sauber, P.
5-8 pP.) Stadt von 42400 Einw., Ausgangspunkt zu Ausflügen nach
den Tropfsteinhöhlen der Ostküste, wie sie in Kalkformationen häufig
sind. Da die Stalaktiten meist abgebrochen, die Grotten durch
Fackelrauch geschwärzt und durch Infiltrationen verschmutzt sind,
ist ihr Besuch von Palma aus nicht mehr recht lohnend. Zweispänner
 am Bahnhof ca. 10 p.; Eintritt je 71/9 p. für 1-5 Personen,
außerdem 2 p. für Magnesiumlicht und dem Führer Trkg.
zn 42km östl. von Manacor (Fahrz, 1l/z St.) bei dem Hafenort Porto Cristo
“Cala de Manacor), wo man (event. auf Grund eines vom Hotel in Palma
mitgegebenen Gutscheins) das Frühstück einnimmt, die Cueva del Drach,
die „Drachenhöhle“, seit 1878 besucht, 1896 von dem Pariser Höhlenforscher
Re A. Martel genauer untersucht. Die Besichtigung erfordert 11/2 St. Man
En beim Eintritt die Oberkleider ab, da die Grotten ziemlich warm sind,
N Treppe führt hinab ins Vestibül, an das sich einerseits die Cueva
Nogra und die Cueva Blanca anschließen, mit kristallklaren Seen, anderie
 die Cueva Luis Salvador, der langgestreckte See Miramar und die
Brnite des Francais. 1/4 St. entfernt die 1907 entdeckte Höhle Cueva dels
Tams; sie ist elektrisch beleuchtet, daher die Stalaktiten frisch erhalten (be-Es
 Eintritt, einschließlich der Wagenfahrt von Manacor, 5 p. für
A ala jede weitere Person 1/2 p.). — Weniger ausgedehnt sind die
897 entdeckten Höhlen Cueva del Pirata und Cueva Victoria, beide in der
Nähe des einst befestigten Hauses Son Forteza (2 St. Fahrens von Manacor).
— Der Ausflug nach der berühmten Cueva de Artä, im N.W. der Halbinsel,
 erfordert von Manacor zu Wagen hin und zurück ca, 9 St.; bis Artd
17km, von da 9km ö., am Meere,
Von Manacor nach Felanitx (S. 268) Diligence, 15km,

Weniger bietet die Insel Menorca, mit 35 000 Einw., die auch
an Fruchtbarkeit hinter Mallorca zurücksteht. Im Hochsomm6er ist
alles öde. Das Land ist fast ganz in Händen von Großgrundbesitzern
und an Bauern verpachtet. Die Gebiete der verschiedenen Pachthöfe
 sind von Steinmauern (cercas) eingefaßt, die neben den Windmühlen
 zu den Wahrzeichen Menorcas gehören.