274 Route 31. BENICARLO, Von Tortosa

Murcias an Afrika, Sie ist kulturell die am meisten zurückgebliebene
Spaniens. Daher die‘ Sage, daß Adam, von neuem zur Erde gekommen,
 sich hier wieder heimisch gefühlt habe, und die Spottrede:
 el eielo y suelo es bueno, el eniresuelo malo („Himmel und
Boden sind gut, was dazwischen, schlecht“).

31. Von (Tarragona) Tortosa nach Valencia.
192km. Eisenbahn in 4%4-81/ St., für 21.60, 13.80, 10.20 p. — Bahn
restaurant unterwegs nur in VWillarreal,
Tortosa s. S. 262. — Die Bahn überschreitet den Ebro auf hoher
Kisenbrücke. Herrliche Blicke nach allen Seiten. Dann an fruchtbaren
 Geländen vorüber, zwischen dem Montsiä (764m) 1. und dem
Monte Caro (860m) r. hin; über den Caramella und durch Olivenpflanzungen,
 — 14km Santa Bärbara. — 29km Ulldeconan, mit 6590
Einwohnern und achteckigem Turm, am W.-Fuß des Montsii. —
Die Bahn führt über den Cenfa, den Grenzfiuß des Königreichs
Valencia. R. ein viereckiger Burgturm, I. das Meer und noch einmal
 r. die Berge bei Tortosa, Dann über die Rambla des Cerbol,
44km Vinaroz (Gasth.: F. de la Vinda), Fischer- und Ackerbaustadt
 mit 8600 Einw. und einigen Fabriken. Die Bewässerung
des Landes geschieht z. T. noch immer mit Schöpfrädern.
Ungefähr 60km n.w. von Vinaroz (Diligence in 9 St., für 6p.) lieyt
hoch im Gebirge auf der Höhe eines Kegels, der sich aus der Mitte cines
Bergkessels erhebt, die alte valenzische Grenzfestung gegen Aragonien
Morella (Gasth. : F, de San Jose), mit 7300 Einw., das römische Castra Aelia,
noch im ersten Karlistenkriege 1833 und 1840 von Bedeutung. Sehenswert
aind die Torre de ia Saloquia und die gotische Kirche Santa Maria ia Manor
1317), mit einem anf Bozen und Pfeilern ruhenden Coro, zu dem eine
Wendeltreppe hinaufführt; hier ein Bild von Ribalta, Jakob I. bringt ein
Stück des Kreuzes Christi dar. — Von Moreila Diligenee nach Alcantı
(S. 209), 83km, 10 p.
Die Eisenbahn überschreitet den Rfo Seco (oder Calig).
50km Benicarlö (Gasth.: F. del Comereio), Stadt von 7200
Einw., mit altem Schloß. Die hübsche Kirche hat einen achteckigen
Glockenturm und eine dunkelblaue Azulejoskuppel, wie sie auch
weiterhin vielfach ins Auge fallen. — Links Blick auf PeRfscola
(ca. 7km), das „valencianische GHibraltar“, auf einer kleinen, durch
eine sandige Landzunge mit dem Festlande verbundenen Felseninsel,
1233 von Jakob I, von Aragon den Mauren entrissen und noch im
Franzosenkriege 18114 genannt. Der 1417 vom Konzil zu Konstanz
abgesetzte Gegenpapst Benedikt XIII. (S. 197) lebte hier mit seinen
Kardinälen bis zu seinem Tode 1424,
Die Eisenbahn verläßt die Küstenebene und steigt zwischen den
Kalkbergen Montes de Irta im O0. und Atalayas de Alcal&amp; im W.
talaufwärts. — 72km Alcald de Chisbert, mit schönem durchbrochenen
 Kirchturm, — Nach einer Biegung 1. ein überraschender
 Blick auf das Meer, weiter über den Segarra, — 87km Torre-Blanca,
 mit turmartigen Häusern, L,. der Sumnpfsee Estanque de