Tortosa- Valencia, SAGUNT, 81. Koulte, 7%

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Glorieta (Pl. O2), auf der eine Bronzebüste an den 1812 von
den Franzosen erschossenen Guerrillaführer Jos&amp; Romeu erinnert.
Dann l. etwas ansteigend über die Plaza de la Constituciön oder
del Mercado (Pl. C 2) zu der gotischen Pfarrkirche Santa Marta
(Pı. 02); an der Rampe des Nordportals einige mittelalterliche
Inschriften, am Portal selbst Skulpturen (S. .xmr) und eine bronzebeschlagene
 Tür; im Innerp Alabasterfenster und auf dem vergoldeten
 Hochaltar ein Perlınutterkreuz.
Weiter bergan, durch die Calle del Teatro Romano (PL. CO 3),
gelangt man zu den Ruinen des auf halber Höhe des Burgfelsens
gelegenen antiken *Turnarars (Pl. C 3, 4), für dessen Erhaltung
erst seit Ende des x1x. Jahrh. gesorgt wird. W.v, Humboldt gibt
eine klassische Beschreibung von ihın in seinem frühern Zustand, —
Der Conserje (50 c.) wohnt schräg gegenüber dem Theater.
Von dem ausgedehnten Bühnengebäude (Scena) sind nur Unterbauten
erhalten, östl. stehen dagegen schöne Gewölbe des Haupteingangs und der
Flügel des Zuschauerraum6e5 noch aufrecht. Letzterer [heatrum im engeren
Sinne oder cavea, Durchmesser ca, Aum) lehnt sich, wie fast bei allen. derartigen
 Anlagen des Altertums, an den natürlichen Felsboden der Burghöhe
 an, in welchen der mittlere Teil der konzentrisch sich erweiternden
Sitzreihen eingeschnitten ist. Drei etwas breitere Umgänge (praecinetiones)
irennen die Bitze in vier Abteilungen von je 8-10 Reihen. Die oberste
Abteilung ist jetzt teilweise zerstört. Außerdem ist der Zuschauerraum
durch drei in der ganzen Höhe durchlaufende Treppen und im oberen
Teile durch sechs weitere Treppen in 14 keilförmige Sektionen (cunei)
geschieden. Die beiden untersten Sitzreihen sind breiter, aber weniger
hoch, als die übrigen; vermutlich waren hier, ebenso wie vor denselben
en halbkreisförmigen Orchestra (wo im griechischen Theater der Chor
au WaD, die beweglichen Ehrensessel für hohe Magistratspersonen aufgestellt,
 Zu den obern Abteilungen des Zuschauerraumes gelangte mön
AUn ‚breiten, überwölbten Gängen, die in verschiedener Höhe unter den
Sitzreihen angebracht sind und sich mittels gleichtails überwölbter Ausbetr
 (vomitoria) auf die Treppen und Umgänge zwischen den Sitzreiken
5 nen, Den ganzen Zuschauerraum berechnet man auf etwa 8000 Plätze,
er den Wänden der Haupteingänge sind jetzt einige Inschriltsteine eingemauert.
 — Schöner Blick über die Bühne hinweg in die Landschaft.
| Der frühere Fahrweg führt weiter in Windungen zur Burg
hinauf ; unterwegs schöne Aussicht auf die kaktusbedeckten Felsabhänge
 und die gewaltigen Festungsmauern, über das Theater und
die Stadt in das Palancia-Tal. Der Conserje (4 p.) wohnt Calle del
Vastillo 64 (Pl. 0 D 3), ist aber meist oben anzutreffen (klopfen!),
Im * CASTILLO betritt man durch ein Tor mit Zugbrücke die
Plaza de armas. Die Puerta de Mahomet (PL. C 4) führt westl. zu
der Piasa del Gobernador in der Einsenkung zwischen der westl.
und östl. Höhe, und weiter ziemlich stark bergan zum Castillo de
San Fernando oder de Sagunto, dessen höchster Punkt Palo de la
Bandera („Flaggenstook“) heißt. Die Mauern des Kastells, an denen
man hier und da antike Skulpturreste und Inschriftsteine verwendet
findet, sind nur in ihren Fundamenten teilweise römischen Uraprungs.
 Die Aussicht beherrscht die valencianische Küstenebene
von Benicasfn (S. 276) bis zum Mong6 (8.297) und den Bergen von
Alicante: die Kuppeln von Valencia treten deutlich hervor; im