282 Route 32. VALENCIA, Plaza de ia Reina.

Papstes Alexanders VI. (Borgia) vom 23. Jan, 4502 bestätigt wurde. Nach
dem spanischen Krbfojgekriege (5. (8) bulste es seine Freiheiten (Fueros)
ein; wuhrend der Befreiungskriege ward es 1812 von Suchet erubert und
blieb bıs 1518 in fransösischem besitz. Am 42, Oktober 1840 dankte bier
Königin Christine ab; Espartero und Narväez (5. XLYII) zogen von hier aus.
— Der Händel nimmt seit einigen Jahren einen neuen Aufschwung. Zur
Austuhr kommen haupisächlich Wein, Rusinen, Öl, Reis, Orangen usw.
Auch die ehemals beruhmte deidenindusirie hebt sich wieder. Auf künstjerischem
 Gebiet hat Valuncia wie in alter Zeit (S, Lxxx111) jetzt als einer
der Mittelpunkte der spanischen Malerei neue Bedeutung erlangt.
An Stelle der alten Mauern, die seit 1871 bis auf zwei "Tore
(S. 488, 291) niedergelegt worden sind, umgibt eine Ringstraße den
hern der Stadt (Casco), in dessen Gewirr von schmalen Gassen
einige Durchbrüche Luit und Licht gebracht haben. Jenseit der
Ringstraße dehnen sich die Stadterweiterungen (Ensanches) nach
allen Richtungen aus und stellen die Verbindung der Altstadt mit
uen Hatenvororten Grao und Cabafal (S. 291) im O., mit Ruzala
im SO. und mit Campanar im NW. her,
Nördl. vom Nordbahnhkof (Pl. G 7), für den ein Neubau weiter
südl. im Werk ist (vgl. Pı. G 8), jenseit der Ringstraße, erstreckt
sich ein großer mit Anlagen bedeckter Platz, der Parque de
Emilio Castelar (Pl. I” G ö, 6), in dessen Mitte sich seit 1908 ein
prächtiges Brunnendenkmal des Marques de Campos (S. 276), von
Mariano Benlliure, erhebt. An der Westseite der prunkvolle Neubau
 des Rathauses (Casa Consistorial), Nördl. stößt die Plaza de
Emilio Castelar an, mit einem Bronzestandbild des Malers Jus,
Ribera, gleichfalls von Benlliure (1888). — Die belebte Bajada de
Sarı Vrancisco führt weiter BD. zu der

Calle de San Vicente, der in ihrem nördl. Teile sehr
belebten Hauptstraße der Stadt, Westl. führt die Calle de San
Fernando (PL E 4) zum Mercado (S, 290), andere Straßen nach der
runden Plaza del Cid und der Plaza de Yerbas (Pl, E 4; morgens
Töpfermarkt). — An der Ostseite die Kirche San Martin (Pl. E F 4),
von 1400, ursprünglich gotisch, jetzt modernisiert, mit bronzener
Reiterstatue des h. Martin (1495) über dem Portal.
Die Calle de San Vicente endet an der Plaza de la Reina
{PL E 4), dem Mittelpunkt der Altstadt, L. erblickt man die 1688
erbaute Kirche Santa Catalina mit ihrem sechseckigen Turm, Von
hier führt ö. die neuerdings durchgebrochene Calle de Peris y
Valero (früher 0. de 1a Paz; Pl. FG 4, 3), eine Prachtstraße mit
eleganten Läden, zur Glorieta (S. 289). Südl. von ihr die Plaza
de Villarrasa (Pl F 4), deren Südseite, n° 18, Ecke der Calle
Marfa de Molina, der eigentümliche Palacio del Marques de Dos
Aguas begrenzt, aus dem XVIH. Jahrhundert, mit phantastischem,
fizurenrteichem Portal von Vergara.
Wir wenden uns durch die Calle Marfa de Molina weiter südl, zu
der Kirche San ANDRES (Pl, F 4), ursprünglich Moschee, im x1xı. Jahrh.
erneut, 14610 modernisiert, mit guten Gemälden von Vie, Joanes