Colegio del Patriarca, VALENOLA: 5% Houle, 25

Macip (Virgen de 1a Leche, in der Cap. de la Leche 1.), P. Orrente
(S. LXXXIV), Ribalta, Vergara und anderen. valencianischen Meistern,
_ Von hier 5. durch die Calle de Rubiols zur PlazadelColegio
del Patriarca (PLFG 4). Auf der Nordseite des Platzes das
Colegio del Patriarca, ein 1586-1605 für Juan de Ribera, Erzbischof
 und Vizekönig von Valencia, von Antonio del Rey angeblich
nach Plänen Herrera’s errichteter Renaissancebau, mit arkadenumgebenem
 Hof, in dessen Mitte 1896 ein sitzendes Marmorstandbild
des Gründers des Kollegiums errichtet worden ist, von M. Benlliure.
Neben dem Eingang r. die Capilla de la Purtsima Concepcidn, mit altflandrischen
 Wandteppichen und Bildern von Ribalta (nur in den
Mittagstunden genügend bpeleuchtet). Im I. Stock das Archiv, die
Bibliothek und die Wohnung des Rektors, letztere mit einer wertvollen
Sammlung alter Meister (man wende sich an den Aufseher) : Dierick
Bouts (verkleinerte Kopie nach seinem Triptychon in Granada,
8.330; vgl. auch S. 1xxvımn), Morales, Joanes, Greco (*Christi Geburtu,
 a.), van Dyck,Ribera, — Die S.-Ecke des Gebäudes nimmt die
Kirche Corpus-Christi ein. Im Innern (vorm. bis 101/2 Uhr; Damen
ohne Hut!): in der dunkeln Kapelle 1. ein Bild von Ridalta, Christus
und Heilige erscheinen dem h, Vinzenz Ferrer (S. 289), dessen
Legende auch zahlreiche Fresken von Juan Bauftista Novara, Javarri
und B. Matarana darstellen; in einer Kapelle r. der Glassarg des
1797 heilig gesprochenen Erzbischofs Juan de Ribera (s. oben); am
Hochaltar ein *h. Abendmahl und eine h, Familie von Ribalta.
Sehr wirkungsvoll ist das Freitags vormittags 101/44 Uhr stattfindende
XMiserere, dem man nur Knieend beiwohnen darf (Damen in Schn arz
mit Mantille). Das Hochaltarbild Ribalta’s versinkt und wird durch schwarze
Schleier und Vorhänge ersetzt; der letzte wird plötzlich wie von unsichtbarer
 Hand zerrissen, und hinter ihm erscheint die Gestalt des sterbenden
Erlösers. Danach wird den knieenden Gläubigen in einer Kapelle hinter
der Capilla Mayor der Reliquieaschatz gezeigt. Das hölzerne Kruzifix, ein
Geschenk des Gründers des Colegio und der Kirche, gilt für ein Meisterwerk
 der italienischen Kunst (Besichtigung nur mit Zustimmung des Rektors,
 durch den Sakristan). — Di. und Fr, vorm, 11 Uhr werden in der
Capilla de las Reliquias die zahlreichen Reliquien ausgestellt.
Dem Colegio gegenüber liegt das Anfang des x1x. Jahrh. erneute
Gebäude der Universität (Pl. G 4; Eingang n° 2; vgl. S. 281),
die von ca. 1000 Studenten besucht wird. Im Hof ein Standbild des
1492 in Valencia geborenen Philosophen Juan Luis de Vives (} 1540
in Brügge), von Jose Aixa (1880). Im Promotionssaal (paraninfo),
rt. vom Hof, eine Unbefleckte Empfängnis von Espinos@ und 38 Bildnisse.
 Im 1. Stock ein naturhistor. Museum (Vögel der Albufera,
8.291). Die Bibliothek (tägl. 9-1 Uhr geöffnet) enthält 60000 Bände,
darunter 755 Inkunabeln, viele der im Don Quijote erwähnten
Ritterromane, sowie 724 Handschriften aus Klöstern. "— Die Calle
de la Nave führt 5. zu der Plaza del Principe Alfonso und Zur
Glorieta, 8. S. 289.
Durch die breite Calle de Comedias gelangt man, die Calle de
Peris v Yalero (S. 282) kreuzend, nördl. zu der Plaza dela Con-