Miguelete. VALENCIA. 32. Route, 285

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Der Coro, im Renaisgancestil, enthält ein schönes Gestühl und hat an der
\idaeite (Trascoro) zwölf Alabasterreliefs, sechs aus dem Alten Testamert,
‚sechs aus dem Leben Christi, von Juliano Florentino (1419-24), einem Mitırbeiter
 Lorenzo Ghibertis in Florenz (vgl. S. LxIV).
Der HocHALTAR, aus dem Ende des xv. Jahrh., 1802 modernisiert, hat
schöne, von Ferrando de Llanos und Ferrando de Almedina (8. LXXX111) 1506
neiderseita gemalte X Flügelbilder aus der Geschichte Christi und der h.
Funefrau, unter denen namentlich der Tod Mariens ganz im Geiste Leonardo
ia Vinci’s behandelt ist. Beachtenswert auch die gemalten Türen hinter
lem Altar. Über dem erzbischöflichen Sitz auf einem Schild der Zaum
Takobs I..von Aragonien,
Ruchtes QuurRscHIFF, Nehen dem Ausginge zwei Bilder von Jos&amp;
Vergara, Marter des h. Serapion und des h. Vinzenz Ferrer.
Uxoaxe. Die (2.) Cap. de la Virgen del Puig enthält eine Madonna
des xvr, Jahrhurderts. — Neben der (letzten) Cap. de San Antonio Abadl
Mn Ecce homo, wahrscheinlich von Ribalta,
In der Saxaıster: Kopien nach Bildern Seh, del Piomha’s und Murillo’s.
— Anstoßend die SALA CAPITULAR MODERNA, 1482 vollendet, mit einer guten
hetenden Maria von Sassoferralo, darüber Rikera, Anbetung der Hirten,
lerner Vie. Joanes Macip, h. Abendmahl, und Maten Cerezo, Kxtase des h.
Franziskus. — Dahinter das REeLtcaRto, wo sich der Santo Cäliz vom
Kloster S. Juan de la Pefia (4. 196) hefindet, Der mit Ruhinen und Perlen
zeschmückte Kelch.ist wahrscheinlich im xv. Jahrh. ans einem 10cm großen
antiken Sardonyx hergestellt worden (Fest am 31. August). Hier werden
auch alte Gemälde der Kathedrale av fhewahrt. .
. Die Sana CAPITULAR ANTIGUA, die man vorn im r. Seitenschiff durch
rin schönes Portal betritt, ist von 1358, aber modern’siert. Alt noch das
rzotische Sterngewölhbe und der Trascoro, mit einer Christusstatue von 470ns0
ano. Der Karton von Zdpez, Austreibung der Mauren, diente ursprünglich
 als Transparent. Die Kette stammt aus dem Hafen von Marseille, von
wo sie die Katalonier einst entführten. Im Nebenraum silberne Kustodien
/andas) vom Anfang des xvırt. Jahrh,, Altardecken (froniales) des XvI. Jahrh,
and eine Kasel Kalixtus’ IT,

Lohnend ist die Besteigung des Miguelete: Eingang vorn im
.„. Seitenschiff der Kathedrale (S. 284; 8-12, 2-5 Uhr; unten im
Turm ist es ganz dunkel; dem Glöckner oben 25 c.); steile Wendeltreppe
 von 207 Stufen. Der Bat war höher geplant; die jetzige Höhe
von 45,,6m entspricht dem Umfange des Turmes, dessen acht Seiten
je 5,,9m messen. Auf der Plattform oben ein kleiner Aufbau mit dem
Miguelete, der am Michaelstage (S, 281) getauften Wasserglocke,
deren Klang die Bewässerung der Huerta rerelt (vgl. S. 341). Sie
wird mit einem Hammer angeschlagen, der Klöppel ist festgebunden.
‚, Die Aussicht über das valencianische Paradies erfreute schon den
Cid, der am ersten Morgen nach der Besetzung Valencias die Seinigen
hier auf den Turm der Moschee hinaufführte. Sie umfaßt die ganze Hueria
von den Bergen von Beniscasin (S, 275) und dem Burghügel von Sagunt
fS, 277) ab über die Albufera hinaus bis zu den Bergen von Alicante. Im
N, ragen die Gebirge hei Segorbe (S. 278) auf, im W. die von Chiva und
Requena: das Despoblado de tns Cahrillas und die Sierra Marter; im SO,
der Mong6 (S. 297). — Über den Häusern steigen zahlreiche Azulejoskupneln
anf. Besonders treten die Torres de Serranos (S, 288) und de Cuarte (S. 291),
ler Turm von Santa Catalina (S. 282), sowie der Stierzirkus hervor. Auch
ler Blick auf die Kuppeln und das Oktogon der Kathedrale ist sehr schön.
Von dem halbkreisförmigen Anbau im N. der Kathedrale führt
8in steinerner Bogen hoch über der Plaza Almoina (Pl. E 3) zu der
ÜAPILLA DE NUESTRA SENORA DE LOS DESAMPARADOS, VON Ovalem
Arundolan, im zvir. Jahrh. erbaut und von Palomino mit Fresken