206 Route 34, DENIA. Carcagente-Denia,

Chanzor und dann wieder 1. zu dem ehemaligen Palast der Borjas
(8.293 und zxt), Herzöge von Gandfa, jetzt Jesuitenkolleg, mit Erinnerungen
 an den h. Francisco; die barocken Prunkräume enthalten
hübsche Stukkaturen und Fresken von Gaspar de la Huerta (+ 1714).
Der Rundgang erfordert 1-2 St. (dem führenden Bruder 1 P.).
Die Zweigbahn nach A1coy (50km in ca. 8 St. für 7,50, 5,65; 2.90 p.;
Kilometerhefte ungültig) führt von dem Grao oder Puerto de Gandia über
{Äkm) Gandia s.w. in dem hübschen Serpis-Tale aufwärts. R, die Kalkwände
 der Sierra del Benicadell, eines durch den Paß von Benicadell von
dem Kalkberg Agullent im SW, losgerissenen Höhenzuges, Viele Kunstbauten,
 Stationen unbedeutend. 40km Muro; über Agres nach Villena
© or — 43km Coceniaina, auch an der Bahn von Jätiba nach Alcoy,
Die Bahn überschreitet den Serpis, — 44km Oliva, Stadt von
3000 Einwohnern, malerisch zwischen Olivenwäldern und Maulbeerbäumen
 am Abhange der Collina de Santa Ana gelegen, R, der Kalvartenberg
 und die. Ermita de San Pedro, Orangenpflanzungen bis
‘ö3km) Motinell, wodie Bahn den gleichnamigen Abfluß des kleinen
Lago de Oliva überschreitet. Die Reben liefern die Weitberühmten
Rosinen „Pasas de Valencia“, die sofort inden Weinbergen getrocknet
werden, Sehr schön ist die Bergkette im Süden, die östl, mit dem
Monte Segaria beginnt; im W, der Monte Cabal, der Monte Negro
und die Sierra de Ebo, Der von der Südkette fast ganz losgelöste
Berg im O, ist der Mong6 (8. 297). — 57km Vergel (Diligence nach
Alicante 8, S, 308). — Nun über den Ebo und an dem (r.) Dorf
Ondara vorbei nach

67km Denia (Gasth.: F, del Comereio, P, 71/2 p., ordentlich;
deutscher Konsularagent), mit 12400 Einw., prachtvoll auf deı
SO.-Seite eines Hügels gelegen, den Burgtrümmer krönen; auf der
andern Talseite erhebt sich der Mong6 (8. 297), der von W. nach 0,
leicht aufsteigt und dann in einer steilen Felswand äbstürzt. Die
Stadt ist altiberischen Ursprungs, wurde von Griechen aus Massilia
oder Emporiae besiedelt (Hemeroskopeton) und hieß bei den Römern
Dianium, Ein nach dem Vorbild des Tempels zu Ephesus erbauter
Dianatempel stand am Fuß des Burghügels, Die Blüte der Stadt
fällt in die Zeit der Maurenherrschaft (715-1258), wo sie 50000
Einwohner gehabt haben soll, Durch die Austreibung der Moriscos
(S. 273) verlor sie ihre Bedeutung, Doch spielte sie im spanischen
Erbfolgekrieg }und in den Kämpfen gegen die Franzosen 1813 noch
sine Rolle als Festung, Jetzt ist Denia ein Mittelpunkt des Handels
mit Rosinen, die größtenteils nach England ausgeführt werden, Der
Hafen ist aber versandet; die Schiffe gehen draußen vor Anker.
Vom Bahnhof wenige Schritte geradeaus und dann 1. in die mit
Platanen bepflanzte Calle del Marques de Campo. Vor dem Marktplatz
 (Mercado) r. auf das Kastell zu am Casino Dianense vorüber,
Wo man das Billett (contrasefia) zum Besuch des Kastells erhält. —
Weiter östl, gelangt man zum Hafe N, Wo man von dem Deich einen
schönen Blick hat.