298 Route 36. CUENCA, Von Madrid

Die Landstraße Alcoy-Alicante (Diligence und Autobus
s. S, 297) führt im Serpis-Tal aufwärts bergauf hergab über die
Sierra del Corbo und dann in Windungen hinab nach (29km) Jijona,
Stadt von 6900 Einw., überragt von einer Maurenburg , am Cosco, in
fruchtbarer Gegend. Dann am Pantano (S. 271) von Tibi, den eine
7im lange, 41m hohe dicke Mauer schließt, vorbei in das Tal des
Castalla oder Monnegre nach (46km) Muchamiel und (47km) Sarı
Juan, die den Mittelpunkt der Huerta von Alicante bilden (Straßenbahn
 s. S, 302). — 55km Alicante, 8. S. 301.

36, Von Madrid über Alcäzar, Chinchilla und
La Encina nach Alicante.

455km. Eisenbahn (Estacidn del Mediodta; S. 47) in 19%/4-193/4 St, für
56.90, 44.10, 27.05 p.; nur zwei durchgehende Züge; der Schnellzug führt
Di. Sa., umgekehrt Mi. So. Schlafwagen (18.75 p.). — Bahnrestaurants in
Aranjuez, Alcäzar, Albacete, Chinchilla und La Encina.
Madrid s. S. 47. — Die Bahn folgt anfangs der nach Zaragoza
(R. 16) und überschreitet dann den Manzanares, Schöner Rückblick
auf Madrid und das Guadarrama-Gebirge, — Jenseit (8km) Villaverde
 zweigt rechts die Bahn nach Algodor (Toledo) und Ciudad Real
(R. 57) ab. Die Hauptlinie führt in geringer Steigung über eine
öde Hochebene,
14km Geiafe; das Städtchen r. von der Bahn, auch Station der
Bahn nach Ciudad Real, mit großer Erziehungsanstalt der Piaristen
und Kirche aus dem xvmr. Jahrh., die einige Bilder von Claudio
Coello enthält, Etwa 2km östl. auf dem weit sichtbaren Kegelberg el
Punto die Ermita de los Angeles, deren Marienbild am Himmelfahrtstage
 nach Getafe geführt und dort bis Pfingsten ausgestellt wird.
21km Pinto, mit alter Burg. der Herzöge von Ar6valo, die 1578-81
als Gefängnis der durch höfßlsche Intrigen zur Zeit Philipps II. bekannten
 Fürstin Eboli diente, — 27km Valdemoro, — Einförmiges
Hügelland, die Meseta de Espartinas. — 34km Ciempozuelos („Hundertbrünnchen“),
 inmitten ausgedehnter Salzwerke, — Die Bahn
senkt sich über (41km) Sesefia in die schöne Vega des Jarama,
eine künstlich bewässerte baumreiche Oase. — Über den Jarama,
dann über den Tajo nach
40km Aranjuez (Kopfstation), s. S. 120.
Zweigbahn (in 4l/2-91/% St, für 19.00, 14.25, 8.55 p.) von Aranjuez
Östl, über (Skm) Ontigola, (17km) Ocafa, (60km) Tarancön (Bahnrestaur.),
(114k m) Castillejo del Romeral nach
152km Cuenca (923m ; Gasth.: X. beria, P.5-8 P-, Omn, 50c., bescheiden),
Provinzhauptstadt mit 11667 Einw., nach langer Belagerung 1177 von
Alfons VIII. den Mauren entrissen. Die noch völlig ihr mittelalterliches
Gepräge zeigende alte Stadt baut sich malerisch auf den steilen Felsen des
Burgbergs auf, den die tiefen Täler des Jucar und des in ihn mündenden
Hußcar aus der Serrania de Cuenea herausgeschnitten haben. Im NO. der
Altstadt die Trümmer des alten Kastells, Im SW. jenseit des Hudcar
dehnt sich die neue Stadt mit dem Bahnhof und den Gasthöfen aus. Ein
zewundener Fahrweg führt von dem Puente de Trinidad im W. über den