nach Alicante. CASTILLEJO, 38. Route. 299

Huecar durch die ganze Altstadt über die Plaza Mayor bis zur Paerta de
Castillo hinaus. Auf der Plaza Mayor oder de la Constitucion steht die
zutische KATHEDRALE aus dem XIll. Jahrh , deren westl. Langschiff seit
dem Einsturz des Turmes (1902) wegen der Restaurationsarbeiten unzugänglich
 ist. Man betritt das fünfschifüige Innere durch das südl. Seitenportal,
Ein doppelter Umgang und ein Kapellenkranz umgeben die Capilla Mayor,
Der Hochaltar ist von Ventura Rodriguez (Zvam. Jahrh.; vgl. SS. LEXVYV),
die Reja von Hernando de Arena (1557). Außen an der Capilla Mayor
eine Anbetung der Hirten von Hernando Yarez. In der Cap. del Espfiritu
Santo, mit schöner Artesonadodecke, eine Kopie der anbetenden Maria
des Genter Altars von Mabuse. Die in den linken Umgang eingebaute
Cap. de los Caballeros, mit platereskem Portal und schöner Reja, enthält
die Gräber der Familie Albornoz und zwei ausgezeichnete Gemälde von
Hernän Yatfıes (1526; vgl. S. LXXX11). Von hier aus betritt man durch
eine von Xamete 1546-50 im reichsten plateresken Stil dckorierte Vorhalle
(vgl. 8. ıLıx) den 1577-83 im Herrerastil erbauten Kreuzgang. — Von der
Plaza Mayor führt die gewundene Calle del Obispo Valero durch einen
Durchgang und über eine 1903 erbaute eiserne Brücke, den Puente de Sun
Pablo, 106m lang, in das Tal des Huccar, in welchem man abwärts in die
Neustadt zurückkehren kann. Kin anderer lohnender Weg führt in der
Schlucht des Jücar vom Puente de San Anton im W, aufwärts und über den
Fußsteg Puente de las Escalas auf das 1. Ufer zurück zum Zxconvento de Des-Calzos,
 von wo man r. durch ein mölerisches Felsentor zur Plaza Mayor hinaufsteigen
 oder 1. außerhalb der alten Stadimauer zu der oben gen. Puerta
del Castillo (prächtiger Blick in den Talkessel des Jücar) gelangen kann.
Parkartige Landschaft, vom Tajo bewässert. Die Höhen 1. sind
mit Oliven bepflanzt. Zuletzt verliert sich der Baumwuchs,
64km Castillejo de Alicante, Der farblose Ort auf dem andern
Ufer des 'Tajo ist Afiover del Tajo. Weiter westl. erblickt man inselartig
 aufragende Mergel- und Gipslager: in der Ferne die Berge
Toledos (S, 124); im N. das Guadarrama-Gebirge,
SEE Toledo Zweigbahn (vgl. S. 123; 26km, in ca, 1 St. für 3.25,
E 1.55 p.), in dem breiten Tal des Tajo abwärts. KEinzige Zwischenstation
 ist (12km) Algodor, Knotenpunkt der Bahn Madrid- Ciudad Real
(S. 442), Zuletzt schöner Blick auf Toledo (S. 123).
Jonseit (74km) Villasequilla 1. in der Ferne das durch weiße
Weine bekannte Städtchen Yepes. — Dann über das Flüßchen
Cedrön. — 84km Huerta (de Valdecaräbanos); ökm östl. der Ort
mit hochgelegenem Schloß, das man 1. erblickt. — Die Bahn steigt
über (90km) EL Casar und (102km) Tembleque durch eine nur
Schafherden Nahrung bietende Steppe zur Wasserscheide zwischen
Tajo und Guadiana und der durch Cervantes’ Don-Quijote berühmt
gewordenen Steppenlandschaft ia Mancha. Die von dem Dichter
als Schauplatz der Taten seines Helden (S, 316) beschriebenen Orte
Sind wohl nirgends der Wirklichkeit entlehnt, aber die allgemeine
Schilderung von Land und Leuten trifft noch heute zu. Schon von
Tembleque an erblickt man die kleinen Windmühlen mit drehbarem
Kopf. Das Dorf Toboso, die Heimat der Herzensdame Don Quijote’s,
liegt ca. 30km im O, der Bahn.
. 121km Villacafas, Städtchen von 6200 Kinw., berühmt durch
Seine Schafzucht, Hier erscheinen wieder einige (künstlich be-Wässerte)
 Bäume. — Dann durch eine Steppe mit Salzpflanzen und
kleinen Salzseen. Im NO. erblickt man die Ausläufer der Serranfa
de Cuenca (S. 298), im SW. die Gebirge von Ciudad Real, In der