Ohinchilla-Cartagena. MURCIA. . 38. Route, 307

STRAßBENBAHNEN: von der Audiencia (Pl. C2; rotes Schild) halbstündlich,
 von der Kathedrale (Pl. D 4; blaues Schild) viertelstündlich in ca. 1 St.
für 90 c. nach Alcantarilla (vgl. PL. BO; S, 306); von der Audiencia (grünes
Schild) nach Espinardo (vgl. Pl. A B 1). — DROSCHKEN (tartanas): die Fahrt
Lp., die Stunde 2 p.
Post (Correo; Pl. D 1): Calle de San Cristöbal. — TELEGRAPH: Calle
üe San Antonio.
TanzayerR: Teatro Romea (PL. CD 1); Teatro Circo Villar (Pl. D 1). —
Wierzirkus (Plaza de Toros; Pl. F1, 2).
Bei beschränkter Zeit (1/2 Tag): Kathedrale, nebst Aussicht vom
Turm; Platerta; Ermita de Jess; Malecön, — In der Karwoche (Semanda
santa) berühmte Prozessionen,
Murcia (43m), mit 32000 (Gemeinde 125 000) Einw., die herabgekommene
 Hauptstadt des ehem. Königreichs und der jetzigen
Provinz g1.N., seit 4291 Bischofssitz, die maurische Medinat Mursija,
liegt zu beiden Seiten des Segura (des Tader der Alten und Skehura
der Mauren), die Altstadt (ciudad) am linken, die neueren Stadtteile
‘barrio del Carmen) am rechten Ufer. Die Umgebung übertrifit an
Üppigkeit die Vega von Granada und die Huerta von Valencia. Die
(Jebirge sind kahl; schön im S. die Montafia de Fuensanta (S. 509).
— Das Klima (vgl. S. 273) weist starke Schwankungen auf. Der
Sommer ist glühend heiß (Maximum + 44,g° C.); im Winter kann
man Kältegrade bis 51/2” erleben. Scharfer Nordwind kann jungen
Pflanzen noch in den Märznächten gefährlich werden.
Die Stadt ist zweifellos iberischen Ursprungs, wird aber vor der Eroberung
 durch die Mauren nicht genannt. Sie gehörte nach dem Unterzange
 des Kalifats von Cordova abwechselnd zu Almeria, Toledo und Sevilla,
 ward dann 1172 von den Almohaden (8. 357) besetzt und bildete seit
1204 "unter Abdallah (el--Adil) ein selbständiges maurisches Königreich, das
aber schon 1243 an Ferdinand 417. von Kastilien jiel. Im spanischen Erb-{Olgekriege
 verteidigte der Bischof Luis de Belluga die Stadt mit Erfolg
zegen die Truppen des Erzherzogs von Österreich, indem er die Huerta
unter Wasser setzte.
Die Neustadt, am r. Ufer, ist von breiten, mit Platanen bepflanzten
 Promenadenstraßen durchschnitten. Vom Bahnhof geht
der Paseo del Marquds de Corbera aus (Pl. D 6-4). Er trifft am
Jardin de Floridablanca (Pl. D 3, 4), wo ein Steindenkmal des
Ministers Karls IL. Jos. Mofino, Conde de Floridablanca (1729-1808),
steht, mit den andern Hauptstraßen zusammen, Auf der nördl,
anstoßenden. Plaza de Camachos ist ein Bronzestandbild für Jose
Mufoz, der sich bei einer Überschwemmung Verdienste erwarb.
Weiter nördl. gelangt man zu der steinernen Brücke (Puente viejo),
Jie über den Segura zur Altstadt hinabführt,
Am 1. Ufer dehnt sich der Arenal (Pl. 6 2) aus, auch Plaza
de la Constitueidn genannt, Mi, ‚Sa. von der Landbevölkerung belebt,
 die ihre Einkäufe macht, Östl, schließt sich am Fluß entlang
der Paseo de Im Reina Victoria oder Glorieia (Pl, D 2) an, eine
hübsche Anlage, die nördl. von dem Rathaus ( Casas Consistoriales)
und dem Palacio Episcopal begrenzt wird, Weiter abwärts am Fluß,
den hier der Puente nuevo überbrückt, ist seit 1908 ein Park angelegt
 worden, — Die Nordfront des bischöfl, Palastes ist der Plaza
del Cardinal Belluga zugewendet, an der die Kathedrale liegt.