308 Route 38.

MURCIA, Von Chinchilla

Die Kathedrale (Pl. D 2), Santa Marfa, 1358 auf der Stelle einer
Moschee von Bischof Pefiaranda gegründet, ist gotischen Stils, 1521
%. T, erneuert, Die *Rokokofassade. der Westseite (8. 1x, Lxxv)
wurde im xviur. Jahrh, von Jaime Bort errichtet. Von den Türmen
ist nur der nördliche zur Ausführung gelangt. Die Portada de los
Apöstoles am südl, Querschiff ist gotisch, die P, de las Lägrimas im
N. angeblich ein Werk Berruguete’s,
Das Innere ist dreischifüg mit beiderseitigen Kapellenreihen, kurzem
Yuerschiff und Umgang um die Capilla Mayor. Im Hauptschiff der Coro,
mit Gestühl aus dem Xvm, Jahrhundert. In der 4. Kapelle des r, Seitenschiffs
 ein hübsches Renaissancerelief, Christi Geburt („die Hirten“, S, Lxvz),
Von den Kapellen des Umgangs hat die erste r. (Cap. del Marques de los Velez)
sine Statue des h. Hieronymus ‚von Franc. Zarcillo; die fünfte r. (Cap, det
Marques Noveldes), nur in den untern Teilen alt, eine reiche Dekoration
gotischen Stils und am Altar eine Kopie nach Raffael, der h. Lukas malt
die Madonna; die sechste r, (Cap. de San Antonio) eine Vermählung der h.
Jungfrau von Vic, Joanes Macip (1516). Die Capilla Mayor ist mit Königsund
 Heiligenstatuen ausgeschmückt; am Hauptaltar ein moderner vergoldeter
 Retablo; in Nischen: 1, der Sarkophag mit den Eingeweiden Alfons’
des Weisen, r. die Gebeine des A. Fulgentius und der h, Fiorentina. — Kin
Renaissanceportal führt in die Sacristia Mayor, wo schöne Holzschnitzereien
 von Berruguete (S. 1x1%x) und eine Kustodie von Pervez de
Montalbo (1677) bewahrt werden.
Der Turm (95m hoch), an dem Berruguete, Herrera, Montasies,
Ventura Rodriguez u, a. gearbeitet haben, wurde 1521 von dem deutschen
 Kardinal Matthias Lang („Mateo de Langa“) begonnen. Das
untere Stockwerk ist im plateresken Stil reich dekoriert, Vgl. S. 11x.
Den Eingang auf der Nordseite der Capilla Mayor öffnet der Glöckner
(„Campanero“, 25-50c.). Man steigt 17 bequeme Rampen und 44 Stufen hinan
bis zu den 20 Glocken, und nochmals 46 Stufen einer Wendeltreppe zu dem
nächsten Stockwerk: prächtige X*Aussicht über die Stadt und die Täler
des Segura und des Sangonera aufwärts bis Lorca (8, 311); im S. die Mon-'afa
 de 1a Fuensanta (S, 309), im O. der Friedhof und weiterhin der Monte
Agudo (S, 305); im NW. das Kloster San Jerönimo (S. 309),
Von der Kathedrale führt die Calle del Prfn sipe Alfonso
(Pl. D 2, 1), die Hauptverkehrsader Murcias, nördl, nach der mit
Casuarinen bepflanzten Plaza de Santo Domingo, Etwa halbwegs
zweigt 1, die enge Platerfa (Pl, DC, 2) ab, mit zahlreichen
Läden, Beide Straßen sind für Wagen gesperrt. Zeltdächer werden
im Sommer zum Schutz gegen die Sonne über die ganze Gasse
ausgebreitet, — Die Plateria mündet sw. auf die Plaza de
Monasot (Pl C 2). Hier östl, die alte Kirche Santa Catalina,
mit einigen Grabmälern, südl, das Contraste, das alte Eichamt.
Von Kirchen sind noch zu erwähnen: San Nicoläs (Pl. B 1;
wenn geschlossen, Eingang von der Rückseite, Haus n° 1), mit einer
Statuette des h, Antonius in Kapuzinertracht von Al. Cano (8. LXxIY;
unter Glas am Altar des 1. Querschiffs) und einer Gruppe des h.
Joseph mit dem Jesuskind von Mala (in der zweiten Seitenkapelle
links); — die Ermita de Jesus (Pl. A 1; Zutritt durch das kleine
Haus r, daneben; klopfen!), ein Rundbau neben der Kirche San
Andres, mit *Prozessionsüguren (pasos) von dem aus Mureia gebürtigen
 Bildhauer Zrane. Zarcillo (Salzillo), Darstellungen des h.