Vorbemerkungen. GRANADA, 42, Route. 323
Deutsches Reisebureau ; Karl Rehder, Vertreter des Nordd. Lloyd, Calle
San Anton 32 dupl.
Deutscher Konsularagent: F. Palacios, Calle de Montalb£n 8.
Theater: T. Cervantes (Pl. F 5), Plaza del Marques de Sardoal; T. Isabel
ja Catölica (Pl. F 4), Plaza de 108 Campos Eliseos. — STIERZIRKUS (Plaza
de Toros; Pl. B C 4), n.w. vom Paseo del Triunfo.
Feste. Am 2, Januar, dem Tage der Übergabe Granadas an die
Katholischen Könige, 10 Uhr vorm. Prozession zu der Capilla Real (S. 329),
der Kathedrale und dem Neuen Rathause; nachm, springen („corren“) auch
die Wasser in der Alhambra. — Fronteichnamsfest (1a ‚fiesta del Corpus):
auf der Bibarrambla, Daran schließt ‚sich die eigentliche Feria auf dem
Paseo del Violön (S. 336) an. — Die Feria de San Miguel (29. Sept.) an
der Ermita de San Miguel (5. 382), ist unbedeutend,
Besuchsordnung der BSehenswürdigkeiten :
Alhambra (S. 337), tägl. 8-1 und 2-5 Uhr: Palast und Türme nebst Mezquila
 je 1p., Alcazaba 50 c., abends bei Mondschein 10p. die Person
(bei mindestens 90 Personen); Generalkarte für drei Tage 10, für vierzehn
 Tage 30 p.; So. 3.5 Uhr nachm. Palast und Türme frei; Erlaubnis
zum einmaligen Photographieren (Handkamera) 50 c., Malen 1 p.
Generalife (S. 350), der Sonne wegen am besten vormittags; Eintrittskarten
(papeletas) Casa de los Tiros (S. 335) wochent. 9-11 Uhr unentgeltlich ;
„Auch bei den Portiers der größeren Gasthöfe. ”
Kathedrale (S. 327), im Winter 6-11 und 2-5 Uhr, im Sommer 5-10 und
3-6 Uhr offen; Eintrittskarten (1 p.) zur Capilla Real (S.329) und Sakristei
(S. 380) beim Sakristan. — Kleinere Kirchen meist schon 81/z ader 9 Uhr
geschlossen; der Küster öffnet gegen Trinkgeld,
Museo Provincial, vorläufig Calle Perez de Herrasti 11 (Pl. D 4, 5), tögl.
40-4 Uhr. Es besteht aus einem Museo Arqueolögico, mit vorgeschichtlichen,
 römischen und arabischen Gegenständen {unter den römischen
Funde aus Iliberri8, S. 854), und einem Museo de Bellas Artes, mit Bildern
 von Ribera, Zurbarän, Al. Cano, Juan Sinchez Cotän (Schüler des
Blas del Prado, gest. in Granada 1627) auch einigen neueren Bildern.
Andere Sehenswürdigkeiten am besten 8-18, 2-6 Uhr, gegen höheres Trinkgeld
 auch über Mittag.
Promenaden: im Winter Carrera del Genil und Alameda (S. 335) 3-5 Uhr, im
Sommer Paseo del Salon (S. 336) und Paseo de la Bomba (S. 3361
5-7 Uhr nachm.3 So. Do. Musik.
FüHRER, bei ausreichender Zeit entbehrlich, in den Gasthöfen (vgl.
3. XXVI11). Den Albaictn (S. 332) betrete man namentlich gegen Abend nur
in größerer Gesellschaft oder in Begleitung des dort atationierten Polizisten ;
auch der Besuch der Cartuja (S. 333) ist nur in Gesellschaft anzuraten.
Bei beschränkter Zeit (2 Tage): Alameda (8. 335) und Paseo del
Salon (S. 336) ; Bidarrambla (S. 326); Kathedrale (5. 327); Plaza de Rodrigues
Bolivar (Pl. Nueva; 8. 331), Alhambra (8. 337) und Generalife (S. 350), Aus-Sicht
 bei San Nicolds (8. 338) oder San Miguel (S. 932).
Granäda (669m), mit 77400 Einwohnern, die Hauptstadt des
einstigen maurischen Königreichs und der heutigen Provinz gl. N.,
Sitz eines Erzbischofs und einer Universität, liegt höchst malerisch
am Fuße zweier ca. 150m h., von 0. nach W. streichenden Bergvotsprünge,
 welche nach O. langsam zum Cerro del ‚Sol aufsteigen und
gegen die Vega steil abfallen. Der nördliche der beiden Hügelrücken,
 der Albaiefn (arab. Rabad el-bayass“n, d. b. Quartier der
Falkenbesitzer), der älteste Teil Granadas, einst von der maurischen
Aristokratie, jetzt z. T. von Zigeunern bewohnt, bildet eine Bergstadt
 für sich, Die tiefe Schlucht des vielfach abgeleiteten und
daher meist wasserlosen Darro, des Salon der Römer, Hadarro der
Maurerl, trennt den Albaicfn von der Alhambrahöhe im S., dem
Schloßherge (Granadas. den seinerseits eine Schlucht, die. Asabica

de