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Kathedrale. GRANADA, 42. Route

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Die * Kathedrale (PL.D E 4, 5; vgl. S. LvnT), das große Sieges-Jenkmal
 des christlichen Spaniens, wurde mit dem Titel Santa Marta
Je 1a. Encarnacidn am 25. März 1523 nach dem Entwurf des Enrique
de Egas (8. Lyır) im gotischen Stil begonnen, nachdem sich die dem
Erzbischof überwiesene Hauptmoschee (das jetzige Sagrario, 8. 8.329)
als ungenügend erwiesen hatte, 1525 übertrug das Domkapitel die
Leitung des Baues dem Diego de Siloe (} 1563), der ihn im platezesken
 Stile weiterführte (S. zvzrr). Unvollendet wurde die Kirche
am 17. August 1561 geweiht. Siloe’s Schüler und Nachfolger Juan
de Maeda erbaute bis 1568 das dorische Erdgeschoß des Nordturms
(Gr. 14), Ambrosio de Vico bis 1589 die oberen Stockwerke im
Stil der Spätrenaissance, sowie einen achteckigen Aufsatz, der aber
wegen Baufälligkeit bald beseitigt werden mußte, so daß die Gesamthöhe
 statt 81 jetzt nur 57m beträgt. Der Südturm ist nicht
zur Ausführung gelangt; die gewaltige Westfassade zwischen den
Türmen wurde seit 1667 von Alonso Cano (S. LXXXvVII) und seinem
Nachfolger. Jos&amp; Granados mit starken Abweichungen von dem ursprünglichen
 Plane Siloe’s errichtet, während das Innere dieses
schönsten kirchlichen Renaissancebaues Spaniens erst nach 1703
zum Abschlusse kam. Auch den reichen plastischen und Gemäldeschmuck
 verdankt die Kathedrale großenteils dem Al. Cano, welcher,
der Ermordung seiner Ehefrau beschuldigt, 1652 nach Granada
flüchtete und als Pfründner (racionero) der Kathedrale für sie in
zeinem noch vorhandenen „Obrador“ im ersten Stocke des Nordturms
 jahrelang arbeitete, Der Marmor stammt, wie bei vielen
Bauten Granadas, aus den schon von den Römern ausgebeuteten
Brüchen von Macael in der Sierra de los Filabres (S. 312).
Über dem HAUPTPORTAL (Puerta principal) ist ein großes Relief der
‚Encarnaciön“, von ‚Jose Risueno (1717); die Reliefs über den Seitennortalen,
Verkündigung und Himmelfahrt Mariä, sind von den Franzosen Michel und
Louis Verdiguier (1782). — In der Calle de Jimenez de Cisneros die PUERTA DE
SAN JERÖNIMO, mit Bildwerken von Siloe, Maeda (büßender h. Hieronymus)
a. 2., und die 1537 vollendete X POERTA DEL PERDÖN, deren herrliche Dekoration
 in dem unteren Teile ebenfalls von Siloe herrührt, — Die PUERTA
DEL CoLEG61O, an der Ostseite des Umganges, hat ein Relief, Ecce homo,
von Siloe, ist aber im übrigen ein Werk des Sancho del Cerro (1580).
Das Inneres (Eintritt s. 8. 323) unterscheidet sich in der Anlage
kaum von den älteren Kathedralen, Es ist fünfschifüg mit Kapellenreihen,
 hochgewölbtem Querschiff, hoher Capilla Mayor und Umgang.
Gewaltige Pfeiler mit Halbsäulen tragen das ca. 30m h. Gewölbe. Die
Gesamtlänge beträgt 116m, die Breite 67m. Der lichten weißgoldnen
Dekoration entspricht auch der schöne Marmorfußboden von 1775.
Die 45m 1., 47m h. *Capihla Mayor ist von einer Kuppel
überwölbt, die auf korinthischen Säulen ruht. Die kolossalen verzoldeten
 Bronzestatuen der zwölf Apostel sind von Martin de Aranda
4614) und andern; weiter oben Gemälde von Bocanegra und
andern Schülern Al. Cano’s; darüber die sieben Freuden Mariä von
Al. Cano (1652-64; vgl. S. uxXxxvir). Die Glasgemälde, Darstellungen
aus der Leidenszeschichte Christi, sind von Theodor de Holanda

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