328 Route 42.

GRANADA, Müttlere Stadtteile:

(um 1550), die in der Kuppel von Juan del Campo (1561). Der marmorne
 Hochaltar hat ein Tabernakel in Tempelform, Vor ihm an
den Pfeilern r. und 1. knieende Statuen der „Katholischen Könige“
von Pedro de Mena und Medrano (1677); darüber bemalte *Eichenholzbüsten
 Adams und Evas von Al. Cano (S. 1xx1v). An den Seitenaltären
 Bilder von Bocanegra (Geißelung Christi, der h. Basilius
zibt dem h, Benedikt die Ordensregel) und von Juan de Sevilla
(Marter des h. Cäcilius, die h. Jungfrau erscheint dem h. Bernhard),
Im Coro liegen Alonso Cano (S. 327} und Mariana Pineda
(S. 333) begraben. Am Trascoro, mit reicher Rokokodekoration von
1741, vier Bischofsstatuen von Agustfn Vera, und auf dem Altar ein
Mosaik, die Versuchung des h. Antonius. An dieser Stelle stand,
wie r, eine Inschrift meldet, bis 1588 der Turm der alten Moschee,
Seitenkapellen (r. beginnend). — Capilla de San Miguel
(Gr. 2), 1807 von dem Erzbischof J. M. Moscoso prächtig ausgeschmückt,
 mit Marmorrelief, h, Michael als Drachentöter, von Juan
Adän, und Bild von Al. Cano, Maria als Schmerzensmutter (la Virgen
de la Soledad; nach einem berühmten Bildwerke Gaspar Becerra’s),
Eine hübsche Holztür führt in das Sagrario (S. 329).
In der Copilla de la Trinidad (Gr. 3): mehrere Gemälde von
Al. Cano, u. a. die h. Dreieinigkeit; zwei Heilige von Ribera und
Kopie einer h, Familie nach Raffael (Original in Madrid, s, S, 67),
Der Altar de Jesüs Nazareno (Gr. 4) hat gute *Bilder: 1. EI Green,
der h. Franz; Kibera, Marter des h. Laurentius, h. Hieronymus, h,
Magdalena; darüber eine schöne K Teuztragung von Al. Cano.
Hierauf folgt das schöne, z. T. noch von Enrique de Egas (S, 326)
ausgeführte * Eingangsportal der kgl. Grabkapelle (8, 329) mit der
Überschrift: „Laudent eam opera ejus“, und sodann der Altar de
Santiago (Gr. 5) mit den Statuen des h. Jakobus von Alonso de Mena
(1640), des h, Cäcilius von Jose de Mora und des h, Gregor von Diego
Mora. Vor dem kleinen, jetzt oberhalb der J. akobusstatue hängenden
Bilde der Virgen delos Perdones, einem Geschenk Papst Innozenz’ VII.
an Isabella die Katholische, wurde nach der Eroberung in der Moschee
 der Alhambra die erste Messe gelesen.
Aus der ersten Kapelle des Umgangs führt ein 1534 von Siloe
ausgeführtes Portal, mit einem Madonnenrelief und Apostelbüsten,
in den Vorraum der Sakristei (Antesacristfa), welcher eine h. Familie
von Juan de Sevilla und eine Verkündigung an die Hirten von Leandro
Bassano enthält, — In der 8 akristei, einem Bau des xyırm. Jahrhunderts:
 ein Kruzifix von Montaies (S. uxx111), darüber ein großes
Gemälde, die Verkündigung, darunter ein Bildwerk, die Concepeiön,
von Al. Cano (S, 1xxıv), und in dem Oratorium eine andere Concepciön,
 sowie eine kleine Holzschnitzerei, die h. Jungfrau mit dem
Kinde, von demselben. In der Sakristei wird auch eine 11/om h,
Kustodie, ein Geschenk Isabellas für die Fronleichnamsprozession,
verwahrt.