Capilla Real, GRANADA. 42. Route. 329

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Die dritte Kapelle im Umgang, die Capilla de Santa Ana (Gr. 6),
inter der sich eine Zisterne befindet. enthält eine bemalte holzszeschnitzte
 Gruppe der h. Anna, aus dem XvI. J ahrhundert, und zwei
Bilder von Bocanegra. — Die Capilla de N. 8. de la Antigua (Gr. 11)
nthält eine Holzfigur der Madonna (Anfang XV. Jahrh.) und einen
‚roßen. Altar von Pedro Dugque (1718).
Von den Kapellen neben den nördl. Seitenschiffen enthält die
jer N. 8. del Carmen (Gr. 42) unter Glas die in Eichenholz geschnitzten
 Köpfe des Apostels Paulus (von Al. Cano) und Johannes’
i. T.; die Cap. de I@ Virgen del Pilar (Gr. 18) den Grabstein des
Erzbischofs Monzö6n (+ 1885), ein Relief von Juan Adän, die h. Jung-“au
 erscheint dem h. Jakobus, und zu beiden Seiten des Altars
Marmorreliefs von J. de Mora, h. Hieronymus und h, Isidorus, —
Über dem Portal zur Sala Capitular (Gr. 14) steht eine schöne
jruppe, la Caridad, vielleicht von Juan de Maeda (vgl. S. ux1x).
Die an die Südostseite der Kathedrale anstoßende Pfarrkirche
Santa Marta de la O oder das Sagrario wurde 1705-59 von Franc,
Hurtado Izquierdo auf der Stelle der elfschifigen Hauptmoschee,
lie bis 1661 für den christlichen Gottesdienst eingerichtet war, in
adlem Barockstil erbaut.. Im Innern r. ein schönes Renaissance-Taufbecken
 von Franc. Florentin und Martin Milanes (1522).
Die Capilla de Pulgar (Gr. 15), in dem Durchgang zwischen dem Sagrario
and der Capilla real, erinnert an die verwegene Tat des Hernän Perez del
Pulgar, der während der Belagerung 1490/91 durch das Gewölbe des Darro
x die Stadt eindrang und hier am Tore der Moschee seinen Dolch nebst
hinem Zettel mit den Worten „Ave Maria“ befestigte (vgl. S. 354).
Die *Capilla Real, die mit der Kathedrale durch die 5. 328
arwähnte Tür verbundene Grabkapelle der „Katholischen Könige“,
wurde von Enrique de Egas im spätgotischen Stil erbaut. Karl V.,
jer sie „zu klein für so viel Ruhm“ fand, ließ sie erweitern und
xuch seine Eltern (S. x.Iv) hier beisetzen. Eine eiserne Reja von
sinem Meister Bartolom£ (1523)ischließt die eigentliche Grabkapelle
von dem übrigen Raume ab, Die marmornen **Grabmäler (Gr. 16)
sind im italienischen Rensissancestil: r. das Ferdinands und Isabellas,
 von dem Florentiner Domenico Fancelli (S. uxvı), der König
mit dem Georgsorden, die Königin mit dem Kreuz von Santiago;
l. das Philipps von Österreich, mit dem goldenen Vlies, und der
[nfantin Johanna, von Bartolome Ordöfez (S. Lxvir); von großem
Reiz sind die Statuetten, die Reliefs und die Ornamentierung der
Sarkophage,. —- Zur Gruft, wo die einfachen Bleisärge stehen, steigt
Man vor den Denkmälern auf einigen Stufen hinab.
Der große * Hauptaltar (Gr. 17), mit den xnieenden Statuetten
Ferdinands und Isabellas, ist von Philipp Vigarnt(S. LXVM). Die Holzreliefs
 unten stellen dar: 1. Übergabe der Alhambraschlüssel; r.
/Zwangstaufe der Mauren durch Mönche, Hinter den reichverzierten
Reliquienaltären (Gr. 18), von Alonso de Mena (1632), die nur am
zrünen Donnerstag, 24. Juni, 1. Nov. und am zweiten So. im Nov,
zeöffnet sind, werden die von den Katholischen Königen geschenkten
Baedekers Spanien u. Portugal. 4. Aud.