Östliche Stadtteile. GRANADA. 42. Route, 331

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Wir wenden uns von den Monjas del Angel durch die Calle de
Elvira, die breiteste Straße des alten Granada (vgl. S. 333), nach der
Plazade Rodrfguez Bolivar (Pl. E 4; bisher Plara Nueva
renannt), dem zweiten Mittelpunkt des städtischen Verkehrs (vgl.
8. 326). Ausgangspunkt richtiger Straßenbahnen (S. 322). Von
Osten blickt. die Alhambra (S. 337) herein, zu der die Calle de
Gomeres den nächsten Zugang bildet (s. S. 339). Die NO.-Seite
des Platzes begrenzt die AUDIENOIA, ehem. Chancillerfa, 1531-87
für den Capitän general erbaut, mit Fassade im Herrerastil und
hübschem Arkadenhof, letzterer wahrscheinlich von Diego de Siloe
‘8. 327). Im Innern zu beachten das Treppenhaus, die Holztüren
mit Reliefbildnissen, sowie eine vergoldete Kassettendecke.
Wenige Schritte 5, weiter hört die Ühberwölbung des Darrobettes
auf. Hier liegt r.. an der Stelle der Moschee Almanzora, die Kirche
Santa Ana (PL. E 3), ein seit 1544 vielleicht nach Diego de Siloe’s Entwurf
 errichteter Renaissancebau, mit platereskem Portal (S.n vn),
vortrefflicher Holzdecke und gleich. 1. und 1. vom Eingang einem
Bilde von Atanasio Bocanegra und einer geschnitzten Kreuzigungsgruppe
 von Jos&amp; de Mora (S.LXXIV; 16741). Der 1561-63 von Juan
Castellar erbaute Turm mit seinen rundbogigen Fensteröffnungel,
den Azulejos und dem weit überstehenden, auf Konsolen ruhenden
Dach ähnelt in der Anlage einem maurischen Alminar.
Die gegenüber der Kirche auf dem rechten Darroufer beginnende
Car reradelDarro (PL E 3, 2), einer der ältesten Teile Granadas,
bietet malerische Aussichten, namentlich auf die Türme und Mauern
der Alhambra, die hier ihren ältesten Aufgang hatte. Der Puente del
Cadf (arab. Kontarat al-Kädi), über den der Weg führte, war im
xt. Jahrh. erbaut (Rest eines Hufeisenbogens am 1. Ufer). In der
Darrostraße mag man in dem jetzt von armen Leuten bewohnten
Hause n° 37 das Bafiuelo aufsuchen, ein vielleicht schon aus dem
xi, Jahrhundert stammendes maurisches Bad, in dem man noch das
große Bassin, mit Alkoven zum Ausruhen, und andere Baderäume,
sowie Reste von maurischem Ornament erkennt.
Weiterhin liegt auf der r. Seite der Straße, in den „Angosturas“,
die Kirche San Pedro y San Pablo (Pl. E 2, 3), mit schöner Holzdecke.
 Am jenseitigen Ufer des Darro bemerkt man den S. 344 erwähnten
 Absturz unter der NO.-Ecke der Alcazaba und darunter die
Bogen einer Wasserleitung ( Canal de San Pedro). Im N. der Kirche,
n° 43, ein eigentümliches Renaissancegebäude, die Casa de Castril
(S. nxx), mit schönem plateresken, von einem Schüler Siloe’s etbauten
 Portal (1589).
Durch Seitenstraßen erreicht man nördl. die kleine Kirche San Juan de
los Reyes (Pl. D 2), einen Ca. 1520 von Rodrigo Hernändez im gotischen
Stil errichteten Bau, Das Innere enthält eine Pijetä des Hofmalers Ant.
Ael Rincön, mit den Biläniesen Ferdinands und Yaabellas (8. Lx3yıır). Der
Turm. ist der alte Alminar der maurischen Moschee Alaibin, in christlicher
Zeit mit einer Glockenstube versehen nad völlig erneut. — Von San Juan
de los Reves nach San Nicolds 8. S, 333,