332 Route 42. GRANADA. Östliche Stadtteile.

Nun folgt die ulmenbepflanzte Alameda del Darro (Pl. E 2)
r. oben erblickt man das Generalife (S.. 350), 1. den Albaiefn
(s. unten). Bei der Mündung der Cuesta del Chapiz (s. unten) stand
ainst das NO.-Tor der Stadt. Über die Brücke gelangt man 7. zu der
steilen Cuesta del Rey Chico (Pl. F 2), die durch die S, 337
erwähnte Schlucht, an den maurischen Türmen der Alhambra vorbei,
 zu der Puerta de Hierro (S, 349), dem Osttore der Alhambra,
und zum Generalife (S. 350) hinaufführt.
Ein hübscher Fußweg führt von der Darrobrücke am 1. Ufer aufwärts
in 1/4 St. zur Fuente del Avellano (vgl. Pl. E 1), der „Haselnußquelle“,
mit gutem Trinkwasser (vgl. S. 324); kurz vorher prächtiger Blick auf die
zesamte Stadt. Die Mauren nannten die Quelle “Ain ad-dama, „Tränenquelle“,
 wahrscheinlich weil sie nur langsam aus dem Tonmergel sickert.
Vom Darro führt die Cuesta del Chapiz (Pl. E D 2) nördl.
nach der alten Vorstadt Albaida hinauf, Die Straße hat ihren Namen
von der Casa del Chapiz, der zu Anfang des xvı, Jahrhunderts im
Mud&amp;jarstil errichteten Behausung zweier vornehmen Moriscos, mit
zwei: getrennten Patios, jetzt Bäckerei; Zutritt durch das Eckhaus
n° 14 am Camino del Sacro Mohte,
Der aussichtreiche Camino del Sacro Monte (Pl. D 2, 1),
der einst wichtige Weg nach Guadix (S, 320), zweigt hier östl. ab
und führt an der kaktusbewachsenen Berglehne hinauf. In den zahlreichen
 armseligen Höhlenwohnungen (cuevas) leben meist Zigeuner,
aber auch „castellana gente“. N
Die Zigeuner, span. gitanos (d. h, egipclanos, weil lange für Ägypter
gehalten), sind in Granada seit 1532 nachweisbar. Man kann die Höhlenwohnungen
 besichtigen‘ und sich weissagen lassen, Der „Capitän“ Pepe
Amaya (gleich in der ersten Cueva 1. am Camino del Sacro Monte) veranstaltet
 sehenswerte Tänze; man mache sich aber auf sehr hohe Forderungen
 gefaßt und vereinbare alles genau. Ein „Zigeunerkönig“ in seiner
Phantasietracht belästigt die Fremden meist in der Alhambra.
Der Weg endet bei dem (25 Min.) Sacro Monte: (n.ö. von
Pl. D E 1), einer höheren Schule für Geistliche und Juristen, mit
der Kapelle San Cecilio über einem Labyrinth von Grotten (Santas
Ouevas). Das Kloster, früher im Besitz der Benediktiner, jetzt dem
h. Dionysius Areopagita geweiht, wurde im Anfange des xvıt, Jahrhunderts
 von dem Erzbischof Pedro de Castro erbaut. Die Aussicht
über das Darrotal auf die Alhambra, die Stadt und die Vega gehört
zu den schönsten bei Granada,
Fußwege führen von der Cuesta del Chapiz (s. oben) in 25 Min.,
vom Sacro Monte in 3/4 St, z. T. steil quer durch tiefeingeschnittene
Schluchten, zu der ganz von Agaven und Kaktus umgebenen Ermita
San Miguel el Alto (Pl. D 1) hinauf, mit großartiger Aussicht auf
Alhambra. Stadt. Vera und anf die Sierra Nevada.

Von San Miguel steigt man am besten westl. zu der nördl. Vorstadt
 Albaicin (S. 323) hinab, um die Überreste der maurischen
Stadtmauer im N. und die Kirchen dieses Stadtteils, die meist auf
maurischer Grundlage stehen, zu besichtigen. Die nach dem Ent-