334 Route 42, GRANADA, Westliche Stadtteile,

zemalten Kreuz, — Die erst im XVM. Jahrh. vollendete Kirche enthält in
ihrer ersten Abteilung Bilder aus dem Leben der h. Jungirau von Bocanegra
(8. LXXxxVir)z in der folgenden, die man durch eine prachtvolle Tür betritt,
I. über einem Altar: die h. Jungfrau mit dem Kinde von Bocanegra und
ein Christuskopf in der Art des Morales; auf dem Hauptaltar eine schöne
Holzligur des h, Sruno (vun Alonso (uno ?), — Das 1(04-2u erbaute Sagrario
(S. 1X), mit gewundenen roten und 8Cı warzen Marmorsaäulen, Statuen des
h.Bruno u. a, Heiligen, Bildern von Palomano und reicher Marınordekoration,
macht einen überraschenden Kindruck. Die 1/27-64 von Luis de Ardvalo &amp;rbaute
 Ksakristei, die in den Verschnörkelungen des churrigueristischen
stils (S. Lxxıv) das Höchste leistet, hat reichen schmuck in Stuck und
kostbarem Marmor. Die mit klfenbein, Perlmutter und Silber eingelegten
Comodas (Schränke) aus Zedernholz sind von Jose Vdzquez (178V-64),

In der vom Paseo del Triunfo s,w. abzweigenden Calle de
SanJuande Dios (PL U 4, D) liegt r. das
Hospital de San Juan de Dios (Pl. 0 5), gegründet 1552, zwei
Jahre nach dem Tode des 16%U heilig gesprochenen Juan de Dios,
eigentlich de Kobles, eines Portugiesen, der seit 1536 in Granada
für die Errichtung von Kranken- und Findelhäusern sorgte und den
4572 von Papst Pius. V. bestätigten Urden der Barmherzigen Brüder
oder Hospitaliter (orden de los Hospitalarios) gründete, Über der
Eingangstür seine knieende Statue von Jos&amp; de Mora (S. .xx1v). In
der Westecke des ersten Hofes ist eine Artesonado-Holzdecke beachtenswert.
 Die 1737-5U im Barockstil erbaute KIRCHE hat Altarbilder
 und Fresken von Sänchez Sarabia, Carlo Maratta, Conrado
Giaquinto, Tomäs Ferrer u. a.; in der Sakristei Bilder von Atanasio
Bocanegra; im Vamarin, wo die Reliquien des Heiligen bewahrt
werden, Gemälde von Vargas und Sarabia, sowie ein bemaltes Holzbildwerk,
 das Haupt Johannes’ d. T., von abschreckender Lebenswahrheit,
 irrtümlich dem Al. Cano zugeschrieben. .
Jenseit des Hospitals führt die zweitnächste Seitengasse rechts
nach dem 149% von den Katholischen Königen gegründeten Kloster
San Jerönimo (Pl, C 5), seit 1810 Kavalleriekaserne und nur
mit Erlaubnis des Uftiziers du jour zugänglich. Von den beiden
hübschen Höfen enthalt der Östliche eine Kuppel und reizende
Portale von Diego de Siloe. Die ebenfalls z. 'T, von Siloe errichtete
Kınozuz (vgl. S. LvıL) enthält das Grab des „großen Kapitäns“ Gonzalo
Fernändez de Cördot a (S, 358), der nach siegreichen Feldzügen gegen
die Franzosen in Unteritalien (Schlacht am Garigliano 1503) in der
Ungnade des Hofs am 2, Dez, 1515 in Granada starb. Sein Wappen
und Inschrift außen an der Apsis,
Die Kirche ist meist früh 7-5 Uhr geöffnet, sonst gegen Trkg. zugänglich
(klingeln‘!). Das Grab betindet sich unter der prachtvollen Capilla Mayor,
Zu Seiten des reichen Hauptaltars, der von Juan de Aragon, Läzaro de
YVelasco u. a ist (nach 1570), die knieenden "Statuen Gonsalvos und seiner
Gemahlin. An beiden Enden des Querschilfs Statuen von vier seiner
Waffengefährten, — Die 4, kapelle im 1. Seitenschiff hat eine schune Grablegung
 Christi, von Becerra oder Alonso Cano. — Ver Coro, dem Altar gegen:
über auf einer Tribüne, mit reichem Stuhlwerk von Siloe, i8t unzugänglich.
Südöstl, von San Jerönimo liegt in der Calle de la Duquesa |}.
die 1531 gegründete, 1769 hierher ins Jesuitenkollegium über“