Südliche Stadtteile, GRANADA, 42, Route. 335

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 Universität (Pl. D 5; ca. 1000 Studenten), mit einer
45 000 Bände umfassenden Bibliothek, einigen guten Bildern von
Juan de Sevilla, Luca Giordano, Pereda, Uonrado Giaquinto u.:2.,
sowie einem Botanischen Garten. — In der Calle de Moret n° 12
(Gedächtnistafel), schräg gegenüber Santa Marfa Magdalena (Pl. E5),
wurde 1826 die nachmalige Kaiserin von Frankreich Eugenia de
Quzmän u Portocarrero, Condesa de Teba (S. 420), geboren,

Östl. von der bei der Puerta Real (S. 326) beginnenden Carrera
jel Genil (Pl. E-G 5) erstreckte sich früher der Campillo, ein
zroßer freier Platz, der. durch spätere Bauten in mehrere kleinere
Plätze zerfiel. Die schattige jetzige Plaza del Campillo oder del
Marques de Sardoal, vor dem Teatro Cervantes (Pl. F 5), nimmt Z. T,
die Stelle des 1810 von den Franzosen zerstörten maurischen Stadttors
 Bib-attauäbin („Tor der Ziegeleien“) ein. Das von den „Katholischen
 Königen“ erneute Castillo de Bibataubin (Pl. F 5) wurde
1752-64 durch eine Kaserne ersetzt. Von dem im Unterbau noch
maurischen SU.-Turme des Gebäudes zog sich die- Stadtmauer in
einem weiten Bogen zu den Torres Bermejas, (S. 339) hinauf; —
Auf der Plaza de Bailen, hinter dem Bibataubin, erhebt sich eine
Marmorstatue der Mariana Pineda (S. 333) von Miguel Mario (1870).
Die gegenüber dem Denkmal beginnende Calle de San Matias
oder del Marques de Portago führt n.ö. an, der seit 15626 erbauten
Kirche San Matias, mit zwei plateresken Portalen und einem
hübschen Turm in Minarettform, vorbei zu der an der Stelle der
ehem. Kathedrale 1glesia Mayor errichteten Capitanta generat (Pl. E 4),
sowie zu dem Convento de Carmelitas descalzas, der 1552 im Sterbehause
 des „Großen Kapitäns“ (3, 334) gegründet wurde. — Wenige
Schritte 8.5. liegt die Casa de los Tiros (PL. E 4), Eigentum der
Margquesa de Campot&amp;jar, ein ins xV. J ahrh. zurückreichendes Gebäude
 im maurisehen Burgenstil. Man erhält hier die Eintrittskarten
 zum Generalife (s. S. 323) und mag in der Cuadra dorada
des 1, Stockes die schöne Artesonadodecke, mit Rehkiefbildnissen
maurischer Herrscher, besichtigen,
An der Plaza de Santo Domingo, (Pl. F 4) die hübsche
Kirche Santo Domingo, aus dem xV.-XVIE, Jahrhundert. — Von
hier führt die Calle de los Molinos zu der Zabnradbahn (8. 336).
Wir kehren zum Campillo (s. oben) zurück und betreten die von
Platanen beschattete Alameda, den südl. Teil der Carrera del Genil
(Pl. F G 5), der als Winterpromenade dient, L. hat man das oben
gen. Castillo de Bibataubin, an der aus Cervantes bekannten Rondilla,
 dem einstigen Versammlungsplatz der Spieler_und Schelme
(picavos), r. die Kirche NUESTRA SENORA DE LAS ANGUSTIAS (PL
f G 5), 1664-71 von Juan Luis Ortega erbaut, mit Statuen Christi,
der h, Jungfrau und der zwölf Apostel von Pedro Duque Cornejo (um
17456) und einem 1742 vollendeten reichen Camarfn für das viel-