336 Route 42. GRANADA, Südliche Stadtteile.

verehrte Bild der h, Jungfrau, „la patrona de Granada“, deren große
Prozession am zweiten Sonntag des September unter gewaltigem
Zulauf stattAndet, — Wo die Alameda ostwärts in den Salon (s. unten)
umbiegt, steht ein Bronzedenkmal für Isabella die Katholische von
M. Benlliure (1892), zur Erinnerung an den Abschluß der Verhandlungen
 mit Kolumbus in Santa F6 (S. 354).
Von der kleinen Placeta del Humilladero (Pl, G.5) gelangt man über
den ursprünglich im xir, Jahrhundert erbauten Puente de Genit zum Pas eo
del Viol6n (Pl. G 5, 6), mit der Zrmita de San Sebastidn. Bei diesem
Kirchlein, einer alten maurischen Kapelle, empfing, wie eine Inschrift
des Xvımı, Jahrh, besagt, Ferdinand der Katholische den König Boabdil
bei seinem Abzuge aus Granada, — Etwas weiter an der Straßenbahn (n° 4,
8. 322) entlang führt r. ein Gittertor zu den Resten des maurischen Alcazar
de Genil, erbaut unter Jüsuf I, (1333-54) als Palast der maurischen
Königinnen, jetzt Eigentum des Dugue de Gor, In dem restaurierien
Innern ist eine Halle mit kufischen Inschriften, maurischem . Ornament
u. 8, erhalten.
An die Alameda schließt sich 1, der herrliche, seit 1820 mit
schattigen Ulmen besetzte *Paseo del Salon (Pl. G 5,4), der im
Winter eine großartige Aussicht gewährt; unmittelbar gegenüber,
jenseit des Genil, der 1614 gegründete ehem. .Convento de San
Basilio (Pl. G 5), seit 1860 Colegio de las Eseuelas Pfas, mit zahlreichen
 Zypressen; erhaben steigt im SO, die Sierra Nevada auf, aus
deren Schieferkamm sich nur der Picacho de Veleta (S. 351), abhebt;
 vor ihr der Kalkberg Dornajo (der „Trog“ oder „Melkkübel“),
an den sich weiter bis zum Geniltal unten die Miozänablagerungen
(Blockformation) anschließen. . ;
Die Fortsetzung des Salön heißt PASzo DE LA Bomsa (Pl. GH 4).
Zwischen beiden führt eine Fußgängerbrücke über den Genil.
Mehrere Springbrunnen, die ihr Wasser aus der 8km oberhalb vom
Genil abgeleiteten Acequi@ Gorda erhalten, beleben die beiden
Promenaden, Der größte ist die Fuente de ia Bomba.
Jenseit des Puente Verde (Pl. H 43 „grüne Brücke“) bei der Straßenbahnschleife
 führt 1. abbiegend ein kurzer steiler Weg zwischen Mauern
nach der Schenke Bola de Oro, mit großer Terrasse, auf einem Hügel mit
weitem Blick auf die Alhambra, Granada, die Vega und das Gebirge,
Von dem gen. steilen Weg zweigt gleich r. der Camino de los Neveros (der
Weg der die Stadt im Sommer mit Schnee versehenden Maultiertreiber)
ab: vgl. 5. 352, — Vom Puente de Genil (s. oben) aus gelangt man südl.
über Armilla (Straßenbahn S, 322, n° 4), Alhendin, Olura zum Ultimo Suspiro
Be Mana 326) und weiter nach LZanjardn (S. 352) und Motril (Diligence
8. 8, A
Rückkehr mit der Straßonbahn (S. 322), entweder direkt, oder
vom untern Ende der nahen Cuesta de las Vistillas (Pl. GH 3; Zahnradbahn
 8. S. 338). Hier stand die 1833 zerstörte Puerta de los
Molinos, ein maurisches Tor, durch welches das christliche Heer am
2. Januar 1492 seinen Einzug hielt. — Weiter am Abhang aufwärts
zahlreiche Höhlenwohnungen (vgl. S. 332), in Kaktushecken versteckt,
 Südöstl. erreicht man, auf aussichtsreichen Serpentinen ansteigend,
 den breiten Weg, der die Alhambra und den Cementerio
(S. 351) verbindet.