340 Route 42, ALHAMBRA, Eingang.

naissancebrunnen ist mit dem Wahlspruche Karls V., Plus oultre, und
Bildwerken von Alonso de Mena, den Kupfen der drei granadischen klusse,
Darro, Genil und Beiro, geschmuckt, Vou hier aus werden die Wa-ser
für die unterhalb liegenden Stadtviertel Gomeres und Churra (S. 344)
verteilt. Man: beachte das gewaltıge Nebeneinander: des Pilar, des „Runden
Turms“ 1. und des Kingangsturms der Alhambra daruber, .
Der Eingangsturm mit der *Puerta Judiciaria (Pl. 5: E F.3),
nach der Inschrift unter Jüsuf I, 1348 errichtet und von den. Mauren
Bib-usch-Scheria („Tor der Gerechtigkeit“) genannt, verdient. besondere
 Aufmerksamkeit, Wie viele Türme: der Alhambra, ist er
eigentlich ein selbständiges Gebäude, zwischen dessen Eingangsund
 Ausgangstor der Weg mehrfach gebrochen ist, Seine Höhe beträgt
 20,;m, seine Breite 15m. Etwa die halbe Höhe nimmt. der
hufeisenförmige Ääufjere LTorbogen ein, darüber eine Hand mit ausgestreckten
 Fingern, ein im urient und in Südeuropa vielfach vorkommendes
 Symbol zur Abwehr des: bösen Blicks. Über dem
zweiten, inneren T’orbogen beachte man den Schlüssel, welchen, nach
der Sage, die Hand greifen werde, wenn es. mit der maurischen
Herrschaft und der Aihambra zu Ende ginge: ein Symbol.der Herrschaft;
 vor allem aber die mächtigen eisenbeschlagenen maurischen
Torflügel. Das ganze Torgebäude ist jetzt Beamtenwohnung und im
Innern nur auf besondere Kmptehlung zu besichtigen, .
Ein enger Gang führt zwischen. Mauern weiter aufwärts zum (r.)
Wohnhause.Modesto Cendoya’s (Pl. 7: E 3; S. 338). In den nördl,
Flügel dieses Gebäudes ist die *Puerta del Vino eingebaut, so benannt,
 weil ‚sich hier im Xvr, Jahrhundert eine Weinniederlage
befand. Das Tor bildete wahrscheinlich ehemals den westl. Haupteingang
 der Alhambra alta (S. 337); eine Mauer, von der am Palast
Karls V. (S. 348) Reste gefunden worden sind, verband anscheinend
das Weintor mit der Puerta de Hierro (S,. 349) und schloß so die
Alcazaba, den Königspalast und die Hauptmoschee (S. 348) gegen
die Alhambravorstadt ab. .
Auch am Weintur bemerkt man über dem Torbogen einen Schlüssel.
Die Inschrift darüber beginnt mit den Worten: „Ich fliehe zu Gott zum
Schutze vor Satan dem Gesteinigien“, — was un die Kuransage von Abrabanı
erinnert, der den versuchenden Teufel durch Steinwürte in die Flucht
trieb —, und preist, ohne einen bestimmten Namen zu nennen, den Herracher
 von Granada mit der allgemeinen, oft wiederkehrenden Bezeichnung
Abu “Abdallah Algani bil-(ah,
Oben befindet man sich auf der weiten Plaza de los Aljibes
(Pl. 8: E 3), so genannt nach der 34m 1, 6m br. und 8m h,; mit
Darrowasser gefüllten Zisterne (arab; al-dschib), welche die Kätholischen
 Könige durch den Grafen Tendilla darunter anlegen ließen
(Zutritt nur während einiger Tage im Januar). Der Platz ist seit
dem Palastbau Karls V, um etwa 5m erhöht worden und jetzt mit
Myrtenhecken geschmückt, An der Ostseite stehen der maurische
Palast (S. 341) und der stattliche Kaiserbau (S. 348), 1. hat man die
Ostiront der Alcazaba mit zwei Türmen, der Zorre Quebrada und
der 26m h. Torre del Homenaje (Pl, 10, 11: E 3); im N. blickt map
in die Tiefe des Darrotals, auf den Albaicin und den Sacro Monte.