Alcazaba, ALHAMBRA. 42. Route. 341

Die Alcazaba (PL E 3; arab. al-kasaba die Zitadelle; Eintrittskarten,
 wie auch für die Türme, am Eingang des Alhambrapalastes,
S, 342) liegt ca. 140m über der Plaza Nueva (S. 331). Der Berg
fällt, außer an der Ostseite, ringsum steil ab, an der NO.-Ecke so
jäh; daß. er die Burgmauern zu bedrohen scheint, Den einzigen
Zugang bildet jetzt die Puerta de la Alcazaba (PL. 9: E 3) in der
SW.-Ecke des Zisternenplatzes, während man in alter Zeit vom
Darro aus auch direkt zu der Puerta de las Armas (PL. 12: E 3) im
NW. gelangen konnte (vgl. 8. 334). Das Innere der Burg ist mit
Gartenanlagen "ausgefüllt; von dem ursprünglichen Bau ist fast nur
die verfallende Umfassungsmauer, mit ihren gewaltigen Türmen und
den Terrassen außerhalb,‘ den sogen. Adarves, übrig. Die Struktur
der Mauern erinnert mehrfach an römisches Gußmauerwerk.
. Aufder Westspitze der Alcazaba, oberhalb derPlaza de la Artilleria
(Pl. 14: E3), steht der 26m h. „Wachtturm“, die X TORRR DE LA
VeLa (Pl. 13: E 3), der Ghafar der Mauren, von dem am %; Januar
1492 nachmittags 3 Uhr zum ersten Male die drei „Pendones“ der
Katholischen Könige wehten.: Das nach einem Blitzschlag (1881) erneute
 Türmchen (la Espadafa) oben auf der Plattform enthält eine
1773 gegossene Glocke (Campana de la Vela), die in der Nacht
(von 21/2 St. nach der „Oraciön“ an bis Tagesanbruch) von Zeit zu
Zeit geläutet wird, um das Öffnen und Schließen der Bewässerungskanäle
 in der Vega zu regeln.
Die Aussicht vom Velaturm ist umfassend. Zu Füßen hat man
ganz Granada, 1., über dem Alhambrapark, die Torres Bermejas und das
Et Alhambra Palace Hotel, r. über dem Darro den Albaiefnz geradeaus
ie‘ von lauter verbrannten, grauen Bergzügen umpgebene, fast kreisrunde
grüne Vega; im Südosten die Sierra Nevada. an welcher die „Kalkalpen“
mit dem Dornajo, Tesero, Trebenque u. a. Bergen gut hervortreten: im
Süden und Südwesten die Sierra de Almijara. Sierra Teiea und S. de Alhama,
davor den spitzen Monte Vives: im Westen Santa F&amp; (S, 354) und die Berge
von Loja (S, 355); weiter im Nordwesten die Sierra de Paraparda (8. 355)
und die Sierra de Colomera oder de Morlin, mit der „Cortadura“, 1, hinter
der inselartig aufsteigenden dreigipfeligen Sierra de Elvira. Zuletzt im
Norden die Sierra de Jarana. Im Osten hat man den maurischen Alhambhrapalast
 und. den Palast Karls V., die Kirche Santa Marta (S. BAR), das Franziskanerkloster
 (S. 349), sowie das Generalife (S. 350) und die Silla del Moro
(8, 851) am Cerro del Sol.
Der * JARDIN DE LOS ADARVES (Pl. 45: E 3), die mit uraltem
Efeu, Reben u, a. Spalierpflanzen bewachsene Südterrasse, welche
man durch die an den eisernen Jakobsmuscheln kenntliche kleine
Tür 1. neben dem Alcazabator betritt, bietet, besonders gegen
Abend, eine zwar weniger umfassende, aber mehr malerische Aussicht
 als der Velaturm, Man überblickt den Alhambrapark , die
Stadt die Vega, die Sierra Nevada u. a.

. Der maürische *°* Alhambrapalast (Eintritt 5. 5. 323), Palacio
ärabe genannt, grenzt an ‘die NO,-Ecke der Plaza de los Aljibes
(S. 340). Er ruht zum Teil auf ansehnlichen Unterbauten, da das