Ausflüge. GRÄANADA. 42, Route. 351

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Der "PARK, östl. oberhalb des Hauptgebäudes, geht in der Anlage
 auf die Maurenzeit zurück und erinnert mit seinen Terrassen,
Grotten, Wasserwerken und beschnittenen Hecken an italienische
Renaissancevillen. Man betritt zunächst den Patio de Los Cipreses,
mit einer 1584-86 erbauten Galerie und einem Teiche, den drei
aralte Zypressen beschatten, darunter der 600 Jahre alte Cipres de la
Sultana, wo nach der im XVvIm. Jahrh. erfundenen Sage die Gattin
Boabdil’s und der Abencerrage Hamet (S. 344/5) ihr Stelldichein
hatten. Eine wohlerhaltene maurische Treppe, der Camino de las
Cascadas, mit Wasserrinnen auf dem steinernen Geländer, führt in
den oberen Teil des Gartens zu einem 1836 erbauten * Mirador
(Pl. 29: F 1), von dem man eine umfassende Aussicht auf Granada,
die Alhambra und das Darrotal genießt,
Einen guten Überblick über die Alhambra und Aussicht auf die ganze
Kette der Sierra Nevadı hat man von dem Bergvorsprung Silla del Moro
(Pl. F 4): man folgt dem Weg nach dem Friedhof (8. unten), dann dem
bei einem Hause 1. abzweigenden Fußweg, der quer durch eine Schlucht
zur Höhe führt (1ö Min, vom Eingang des Generalife). Oben einige Trümmer
maurischer Wasserbecken: u. a. des Albercön de las Damas; ein Schöpfbrannen
 (noria) hat 59m Tiefe. Vielleicht stand hier der Palast Daralharosa,
 — Weiter südl. gelangt man zu dem Aljibde de ka Liuvia, einer großen,
hoch benutzten Zisterne, und zu dem Albercön del Negro, einem Wasserbecken
 von 40m Länge und 17,sm Breite,
Der Cementerio (Pl. H 1; 15 Min. vom CGreneralife}) ist 1804 angelegt
worden; viele Nischengräber (S. 237) und Aussicht auf die Sierra Nevada, —
In der Nähe geringe Überreste des maurischen Palacio de los Altxares.

Ad, Ausflüge von Granada,

_ Spazierfahrten: nach den Zlanos de Armilla (Straßenbahn no 4,
5. 322), einer unfruchtbaren Strecke in der Vega, mit Aussicht auf die Stadt
und die Sierra Nevada; — 8.6. nach den Dörfern Hudtor, Cajar und La Zubie,
wo Isabella die Katholische in einem Lorbeerbaume vor den Mauren Schutz
gefunden haben soll (Rundfahrt von 3 St.) ; — n.ö. nach Viznar, am Fuß der
Sierra de Alfacar (zu Wagen ? St.); dann in 1 St. zu Fuß nach der Fuente
Zrande, vielleicht auch noch 3 St. weiter bis zu einer Tropfsteinhöhle,
Ausflug in das obere Geniltal: 2 Tage. Zu Wagen 6. über (km)
Cenes de I@ Vega nach der (km) Wilkelmi’schen Papierfabrik, an der Mündung
der Aguas blancas in den Genil. Zu Fuß oder (besser) mit Reittier durch
das malerische enge Tal über Pinos nach (16km) Güegjar-Sierra (1160un),
einem wegen vortrefflichen Trinkwassers berühmten Dorfez; von der Nöhe
dberhalb prächtiger Blick auf die Alcazaba und den Mulhacen (S. 352),
noch umfassender von dem (2 St.) Cerro Calar (1868m) im NO. von Gügjar.
— Am nächsten Morgen nach dem (%4 St.) Hammerwerk Martinete oder Las
Pyentes, an der Mündung des Maitena, dem (20 Min.) Schmelzwerk Jacdn
and dem (4 St.) Barranco de San Juan (Frühstücksrast). Von hier weiter,
halbwegs mit Aussicht auf die Alcazaba, nach den (2 St.) Bergwerken von
Estreila (1580m). Nach weiteren 3/4 St. erreicht man die Mine Jwusticia (Unterkunft
 beim Verwalter?); in der Nähe bei dem Stollen am r. Ufer ein
Wasserfall, Von hier hat man noch 1/2 St, bis zu dem *Valle de Infierno,
lem engen Talkessel, in welchem sich die beiden Quellbäche des Genil
vereinigen. Den großartigen Gebirgshintergrund überblickt man am besten
von dem steilen Bergabhang 1/4 St. r, vom Wege.
Ausflüge in die Sierra Nevada: nur im Hochsomm6eT 3} Maultiere
A-5 p. täglich nebst Beköstigung des Treibers, ebenso wie Führer in den
Gasthöfen zu erfragen; Zelte, Decken, Schneebrillen, Mundvorrat mitzu-Aehmen.
 — Die Besteigung des *Picacho de Veleta (338m), mit großartiger