352 Route 42. GRANADA, Sierra Nevada,

Aussicht über die Gipfel der Sierra Nevada und in den schnee- und eis:
zefüllten Abgrund des Corral de Veleta, südl. über das Mittelmeer bei
klarer Luft bis zum Atlasgebirge, nördl. bis zur Sierra Morena, erfordert
mindestens 2 Tage (anstrengend): früh morgens auf dem Camino de los
Neveros (S. 336) bergan; nach ca. 4 St, unter dem Felskamm Dornajo (2124m)
Frühstücksrast; weiter am PeRon de San Francisco (25656m) vorbei zu der
Talmulde der beiden Gebirgsseen Lagunas de las Yeguas (2970m) und, während
 die Maultiere zum Biwaksplatz an der Laguna weitergehen, r. unter
lem Nordwestgrat zum Gipfel hinauf in 1%%4 St. Zurück zum Biwaksplatz,
wo man unter einem überhängenden Felsen übernachtet (Zelt entbehrlich).
Am andern Murgen nach Granada zurück. — Die Aussicht vom Cerro de
Mulhacen (3481m), dem höchsten Gipfel, ist minder großartig, der Ausflug
;elbst aber lohnender (vier Tage; sehr anstrengend). 1. Tag: zur Valle de
'nfierno (8. S. 351) und weiter nach dem Hochtal von Vacares (ca. 28C0m),
vo man übernachtet, mit Aussicht 3.6. auf die dreizackige Alcazaba (8314m),
3. auf den Mulhacen, s.w. auf den Picacho de Veleta, 2. Tag: zu Fuß anstrengend
 in 7-9 St. zum Gipfel des Mulhacen, während die Maultiere diesen
umgehen; man übernachtet am Südabhang des Berges, 3. Tag: bergab an
den eigentümlichen, fast maurischen Dörfern Capileira (1451m), Bubiön
1315m), Pampaneira (1106m), in dem fruchtbaren Poqueiratal, und weiter
nach Orgiva und dem kleinen Stahlbade Lanjarön (634m), das mit seiner
Burgruine zwischen Orangen- und Kastanienhainen hübsch unter dem
schneebedeckten Gipfel des Cerro de Caballo (3000m) liegt. 4. Tag: auf der
Landstraße n.w. zurück nach Granada (ca. 40km), tägl. Diligence, s. S. 322,
— Man kann auch den Besuch beider Gipfel miteinander verbinden, indem
man am zweiten Taze von dem oben gen, Biwaksplatz an der Laguna in
4 St. zum Paß im Südwestgrat der Veleta eht, dann östl, drei Talmulden
umgehend über ermüdende Steinhänge in A St. zum Mulhacen hinaufsteigt.
 Rückweg in 4 St. zur Laguna und in weiteren 8 St, nach Granada,
Eine sehr anstrengende Tour,
Vgl. Z. Rein, Beiträge zur Kenntnis der spanischen Sierra Nevada, mit
Karte in 1: 200000 (Abhandlungen der K. K. Geogr. Gesellsch, in Wien, 1899).

43, Von Espelüy über Ja6n nach Puente Genil.
158km. Eisenbahn, in 51/4-6%/4 St. für 19,80, 15.45, 9.50 P. Unter-Wegs
 kein Bahnrestaurant,
Espelüy s. S, 318. — Unsere Linie zweigt von der Bahn nach
Sevilla südl, ab, überschreitet jenseit (6km) Menjtbar (S, 318) den
Guadalquivir und führt in dem Tal seines Nebenflusses Guadalbullön
 aufwärts, — 15km Villargordo. L. die Städtchen Las Infantas,
 Cadima und. Torrequebradilla.
33km Jagen (549m; Gasth.: F, Francesa, F, Madrilefia, beide
mäßig, P. 6, Omn. 1-2 P.), das Aurgi der Römer, einst Hauptstadt
 des manrischen Königreichs Dschaijän, 1246 von dem h. Ferdinand
 besetzt, seit 1248 Bischofssitz, jetzt aufblühende Provinzhauptstadt
 mit 26 900 Einw., malerisch am Fuße der Berge Jabalcuz
und La Pandera gelegen, deren Abhänge sich durch Fruchtreichtum
auszeichnen, Die manrischen Stadtmauern und das Kastell sind verfallen;
 von den Toren ist nur die Puerta de Barreras von Interesse.
Die meisten Straßen sind eng und steil, die Häuser haben Patios
nach Art derer in Sevilla (S. 382).
Die im höchsten Teile der Stadt, an der Plaza Santa Marfa,
zelegene KATHEDRALE, der Himmelfahrt Mariä geweiht, ein mächiger
 Sandsteinbau, seit 1532 von Pedro de Valdelvira (S, 11x} an