JAEN. 43. Route. 353

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Stelle eines gotischen Gebäudes errichtet, das sich auf den Trümmern
 einer Moschee erhob, aber erst Ende des xvımn. Jahrh. vollandet,
 ist ein gutes Beispiel der spanischen Frührenaissance, ähnlich
ien Kathedralen von Granada und Mälaga. Interessant sind die
Westfassade, mit Reliefs über den drei Eingängen, zwischen zwei
52m h. Türmen, und die Balustrade mit den Statuen des h. Ferdinand,
 der vier Evangelisten und der vier lateinischen Kirchenlehrer.
Das Innere bildet ein 68m 1., 44m br. Rechteck, mit drei Schiffen
zon imposanter Weite. Hervorzuheben: die Capilla Mayor, zu welcher
Marmorstufen führen, mit schönem Altar; der Coro mit vortrefllicher
zeschnitzter Silleria; der Trascoro mit einer heiligen Familie von Ma-"ano
 Salvador Maella, Statuetten der KH, Katharina, Lucia, Johannes und
aner Concepeiön. In der dritten Seitenkapelle 1. ein h, Hieronymus von
Jose Antolinez; in der letzten Kapelle r. eine Concepcion von Sebastian
Martinez. In dem Baum unter dem nördl. Turm: ein (übermaltes) Bildnis
der b. Jungfrau, welches der Bischof Gonzalo de ZuRiga auf seinen
maurischen Kriegszügen als Standarte benutzte. Neben dem Hauptaltar
wird in einem Schreine das berühmte Santo Rostro oder die Santa Laz, ein
Schweißtuch der h. Veronika, aufbewahrt (vgl. S. 303), das am Karfreitag und
am Mariä Himmelfahrtstage dem Publikum gezeigt wird. — Die Sacristia,
die Sala Capitular und das Sagrario bilden schöne Räume. Man beachte
die silberne Kustodie von Juan Ruiz und die Statue des h. Euphrasius,
Der Kathedrale westl. gegenüber die Casa capitular (Rathaus),
aus dem xvır. Jahrh., und der Palacio Episcopal. Unterhalb der
Kathedrale, an der Plaza de Sagasta, der Palacio de la Diputaciön
provincial.
Hübscher Spaziergang nach der Fuente de la Magdalena und
nach dem (38km) Thermalbade Jabalcuz im Südwesten.
Die Landstraße nach Granada (Wagen bei Armenteros; Calle
Prado Palacio, nach Tarif) führt von Jaen 8.6, in dem fruchtbaren Tale
les Guardia aufwärts, dann südl, durch einsame Landschaft. — 11km
Ventorrillo de 1a Guardia, weiter die Ventas del Chaval, de las Palomas und
jel Romeral. — Vor dem tiefgelegenen (36km) Campillo de Arenas durch
die Puerta de Arenas, einen 33m 1, Tunnel, Dann aufwärts zum Paß Puerto
Carretero auf der Höhe der Sierra de Lucena, Weiterhin die Ventas:
de Barajas, de Andar und (56km) del Zegri. Von hier über die Sierra del
Auar mit großartiger Aussicht auf die Sierra Nevada. — Bei der Venla
de las Navas eine Bogenbrücke über den Cubillas, Die Straße überschreitet
das Jurakalkgebirge Sierru de Elvira (895m), das den Namen des altiberischen
 Iliberris (8. 854) bewahrt, und erreicht, jenseit des Flüßchens Beiro,
die Vega von Granada und bald darauf, an der Cartuja (S, 333) vorbei, den
Paseo del Triunfo von (79km) Granada (S. 383).
Weiter durch die fruchtbare Campifia von Jaen, über den Barranco
 de Regordilla und an der Sierra de Jaen entlang nach (46km)
Torre del Campo. — 50km Torre Don Jimeno, Stadt von 10400 Einwohnern.
 — 58km Martos, Stadt von 17 000 Einw., auf einem Hügel
über dem Flüßchen Grande gelegen, das iberische Zucci, von den
Römern als Colonia Augusta Gemella (so nach den Veteranen zweier
Legionen benannt) stark befestigt. — Rechts die Felskuppe Penidn
de los Carvajales, von der nach der Überlieferung 1312 zwei Brüder
Carvajal, unschuldig des Mordes angeklagt, auf Geheiß Ferdinands
 IV. von Kastilien hinabgestürzt wurden.
Die Bahn führt jenseit (71km) Vado-Jaen über die Sierra Grande.
89km Alcaudete. — Bergauf bergab durch das vom Auadajos