354 Route 44. SANTA FE,

durchflossene Hügelland nach (99km) Luque-Baena , Station für
das 1. an der gleichnamigen Sierra gelegene Dorf Lugue und für (r.)
Baena, Stadt von 14500 Einwohnern, — 109km Dofia Meneta, —
[22km Cabra, das Igabrum der Alten, Stadt von 11100 Einw., in
schöner Lage an den 8,5. Ausläufern der Sierra de Montilla und am
Nordabhange der Sierra de Cabra, die östl. in die im Don Quijote
Srwähnte Kinsenkung La Cima de Cabra ausläuft, — Die Bahn
überschreitet das Flüßchen Cabra und die gleichnamige Sierra, —
133km Lucena, freundliche Stadt von 21 000 Einw., bekannt durch
die Niederlage und Gefangennahme Boabdil’s (8. 325) 1483, Der
Stolz der Stadt ist die Oorangenbepflanzte Plaza del Coso. Viel Industrie,
 namentlich große Lampenfabriken.
142km Zapateros. — 154km Campo Real, — 158km Puente Genil
(8. 365),

14. Von Granada nach Bobadilla (Mälaga,, Cördoba,
Sevilla},

123km. Eisenbahn in 344.41 St., für 19.25, 15.40, 11.55 P. (Schnell.
zug nur Mo, und Fr., in 814 St.). Granada-Cördoba 247km in 78/4 St., für
36.30, 28.20, 19.30 P. (der eben gen. Schnellzug, mit direktem Wagen 1. Kl.,
in 61% 81); Granada-Mälaga 192km in ca. 6U4 St. für 29.10, 22.50, 15.85 p. 2
Granada-Sevilla über La Roda-Marchena (S. 366), 290km in 9 St., für 48.60,
37.00, 24.35 p. Außerdem verkehren dreimal wöch. (Di. Do. Sa.) direkte
Schneilzüge (I, u. II. Kl. und Tuxusabteile, mit 10 Proz. Aufschlag) zwischen
 Granada und Mälaga (in 51/4 St., für 28.90, 22.65 P.), zwischen Granada
und Sevilla (in 8 St., für 44.40, 33.75 pP.) und zwischen Mälaga und Sevilla
236km in 6 St., für 34.80, 25.60 PP.) — Aussicht links; Bahnrestaurant nur
in Bobadilla,

Granada s, 8. 3. — Rückblick auf Granada, den hoch aufsteigenden
 Albaiefn, darüber die Sierra Nevada, Die Bahn durchzieht
 die von olivenbepflanzten Höhen umgebene Vega,
9km Atarfe, Station für das ökm s.w. auf dem I, Ufer des
Genil gelegene ärmliche Städtchen Santa F6, das Isabella bei der
Belagerung Granadas in achtzig Tagen in Form eines römischen
Lagers erbauen ließ, Hier wurde am 25. November 1491 die Kapitulation
 von Granada (8, 326) und am 17, April 1492 mit Kolumbus
der auf seine Entdeckungsfahrt bezügliche Vertrag (S. 407) unterzeichnet,
 Über dem Portal der (1773 erneuten) Kirche eine Trophäe
(Lanze mit der Aufschrift „Ave Maria“) zur Erinnerung an die Tat
des Hernän Perez (S. 329) und den Siegreichen Zweikampf des
Garcilaso de la Vega mit dem Zegri Tarfe, welcher die Herausforderung
 in das christliche Lager zurückbrachte,
In der Nähe von Atarfe lag wahrscheinlich die in der Maurenzeit verschwundene
 Stadt Elvira, das altiberische Jliberris, das Municipium Florenfinum
 Hiberritanum der Römer, wo im J. 304 oder 305 das erste große
Kirchenkonzil auf spanischem Boden abgehalten ward. — Die Landschaft
bei Atarfe war 1431 der Schauplatz der Schlacht von Higueruela, in der
die Kastilier unter der Führung des Alvaro de Luna (S. 87) den König
Mohammed VIII. von ÖOranada Schlugen, Das Zelt des kastilischen Königs
Johann II, stand hier unter einem kleinen Feigenbaum („higuernela“).