LOJA. 44. Route. 355

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R. die kahlen Jurakuppen der Sierra de Elvira (8. 353); an ihrem
Fuß das gleichnamige Schwefelbad (25-30° C.). — 15km Pinos-Puente,
 das römische /luro, hübsch an der Sierra de Elvira und dem
Bache Cubillas gelegen, bekannt durch die Schlacht zwischen Granalinern
 und Kastiliern im J. 1319, die mit der Niederlage der letz-‚eren
 und dem Falle ihrer Führer Don Pedro und Don Juan endete.
— Die Bahn nähert sich der kahlen Sıerra de Parapanda, L. die
Domäne Soto de Roma, welche die spanische Regierung einst Weltington
 schenkte. In der Nähe Reste der römischen Stadt C'alecula,
— 95km Mora, Städtchen von 9400 Einw., am Charcön, mit Burgirümmern,
 von den Mauren „das Auge von‘ Granada“ genannt, —
34km Toc6n, am Fuße der Sierra de Prugo. L. Rückblicke nach der
Zierra Nevada. Mehrmals über Bäche. — 44kın Huetor,
52km Loja und 58km San Francisco; beide Bahnhöfe am nördl
Ufer des Geniü. Fahrwege führen hinab und über eine Brücke nach
der auf dem südl. Flußufer, am Fuße des rötlichgrauen Kalkgebirges
Periquetes, malerisch gelegenen Stadt Loja (Fonda del Comercio), dem
Löscha der Mauren, das neben Alhama als „Schlüssel von Granada“
galt; die „Katholischen Könige“ belagerten es im J, 1488 und erüberten
 es nach dreißig Tagen mit Hilfe englischer Bogenschützen
unter Lord Rivers. Die Stadt zählt jetzt 19 000 Einw. und hat außer
den Trümmern der maurischen Burg zwei aus dem XTvI, Jahrh. stammende
 Kirchen.
Eine Fahratraße (Automobil, 7.65 p. die Person) führt über den
Manzanil, der vor seiner Einmündung in den Genil einen hübschen Wasser-(all
 bildet, östl. zu der Venta del Pulgar; dann 8,6. über Salar nach (20km)
Alhama (Gasth.: Termas de Marios, nur während der Saison geöffnet,
P.. 814-1644 p.), einer alten maurischen Feste, deren Eroberung 1482 in der
berühmten von Geibel übersetzten maurisch-spanischen Ballade: Ay de mi
Alhama (Weh’ über mein Alhama) beklagt wird. Die Stadt (7600 Einw.)
liegt höchst malerisch auf einer Felsterrasse der Sierra de Alhama hoch
über dem Flüßchen Marchän, Sie war am 25. Dez, 1884 Schauplatz eines
der furchtbaren Erdbeben, die vorzugsweise die Querbrüche des Gebirges
’S. 314) heimsuchen und ihre Ursache in fortdauernder Bewegung der festen
Erdkruste haben; an 150 Ortschaften der Gegend wurden zerstört oder beschädigt,
 745 Menschen fanden den Tod, 1485 trugen Verwundungen davon,
Unterhalb der Stadt, am Marchän, die berühmten 42-45° C. warmen; viel
Nitrogengas enthaltenden Schwefelbäder (Mai-Juni und Sept. -Okt.). Das
Bafio de ia Reina ist wahrscheinlich römischen Ursprungs; das maurische
Bano fuerte liegt der Quelle näher und ist erheblich wärmer,
Die Fahrstraße führt weiter nach V&amp;lez-Mdlaga (S, 374).
Das Flußtal ist gut angebaut; weiterhin wird die Landschaft öde,
Zwei kleine Tunnel. 61km Riofro. Dann über den Kto Frio. In
Windungen bergan über (78km) Las Salinas zur Wasserscheide
(762m) zwischen dem Genil und dem Guadalhorce. — 87km Archidona,
 die Stadt 6km südl. auf einer Anhöhe, — 99km La Pela; x.
der schon lange sichtbare Kalkfelsen Pena de los Enamorados, von
dem sich ein spanischer Ritter mit seiner maurischen Geliebten vor
den Augen seiner Verfolger hinabgestürzt haben ‚soll, Die Bahn
überschreitet den Guadalhorce und führt in dem breiten Flußtal
Abwärts, L. der Cerro de Vera Crus, mit einer Ermita.