Geschichte, CORDOBA. 45, Route. 357

Wihräb, Renaissaucecor0, Kirchenschatz gegen Permiso, den man für 2 p.
‚n der Obrerfa, neben der Puerta del Perdön, erhält): Alcizar (S. 363);
Brücke mit dem Calahorra (S. 363): Paseo del Gran Capildn und Jardines de
in Victoria (8. 359).

O6rdoba, case de guerrera gente
y de sabidurfa clara fuente.
Wanpenspruch Cördobas,
C6rdoba (119m), deutsch nach der Aussprache auch Cordova geschrieben,
 mit 65000 Einw., Provinzhauptstadt und Bischofssitz,
liegt am Fuße der Sierra de Cördoba, eines Ausläufers der Sierra
Morena, auf einer zum Guadalquivir sanft abfallenden Ebene. Wer
die alte Maurenhauptstadt mit großen Erwartungen betritt, wird gewöhnlich
 nur von der Moschee, der jetzigen Kathedrale, befriedigt,
die trotz allen späteren Entstellungen noch immer das großartigste
Denkmal jener Zeit ist. Die sonstigen Erinnerungen an das abendländische
 Mekka und die berühmte Pfiegerin derWissenschaften sind
bis auf wenige Portale und Inschriften zerstört oder verunstaltet.
Die Stadt bietet den Anblick herabgekommener Größe. Der mautische
 Grundriß ist noch größtenteils erhalten: enge gewundene
Gassen, kleine Plätze, niedrige, weißgetünchte Häuser, z. T. mit
hübschen Patios, in die man von der Straße hineinsieht. Doch zeigt
die rege Bautätigkeit, daß die Stadt im Aufschwung begriffen ist.
Corduha war die bedeutendste unter den altiberischen Städten am oberen
Baetislauf. Silius Ttalicus bezeichnet sie in seinem den zweiten punischen
Krieg feiernden Gedichte (111. A01) als die „Zierde des goldreichen Landes“,
Ihr Handel und Reichtum war bekannt. namentlich das sogen. a&amp;s Cordubense,
aine Metallmischung. Im J. 152 vor Chr. wurde Corduha von M. Marcellus
arobert, mit römischen Kolonisten besiedelt und als Colonia Patricia zur
Hauptstadt der römischen Provinz Hispania alterior erhoben, Infolge ihrer
Parteinahme für Pompeius eroberte nach der Schlacht bei Munda (S. 36%
aesars Unterfeldherr Marcellus die Stadt und züchtigte sie schwer; doch
spielte sie auch weiterhin eine große Rnlle. In der Kaiserzeit ward sie
abwechselnd mit Hispalis (S. 380) und Italica (S. 403) Hauptstadt der Provinz
Baetica. Der Westeotenkönig Zemwigild eroberte die Stadt 571 von den
Byzantinern und machte sie zum Bischofssitz, doch blieb sie ohne Bedeutung.
 Bald nach der Entscheidungsschlacht des 7. 741 (S. 10) wurde Cördoba
 von Mughith ar-Rumi, mit Unterstützung der den stalzen Westgoten
abgünstigen Juden, eingenommen. Nur A00 westgotische Krieser leisteten
hei der Kirche San Acisclo n.w. außerhalb der Stadt noch drei Monate
lang verzweifelten Widerstand. Mit der Maurenherrschaft begann eine
neue Glanzzeit, besonders nachdem der dem Blutbad seines Hauses in
Damaskus (750) entronnene Emir ‘Abderrahmän I. vom Stamme der Omaijaden
 sich 756 in Cördoha festgesetzt und seine Unabhängigkeit vom
Kalifat des Orients erklärt hatte (+ 783), Als Hauptstadt. des Kalifats in
Spanien entwickelte es sich rasch zu der reichsten Stadt Europas und zu
ainem Kulturzentrum des Islams, zu welchem die Studierenden des ganzen
Abendlandes wallfahrteten. Die höchste Blüte fällt in die Zeiten “Ahderrahmän’s
 71. (822 52) und "Abderrahmän’s IIT. (912-614), des größten der Omai-1aßen,
 sowie des Keichsverwesers (Hädschib} A! - Mans@dr (+ 1002). Schon
[010 begann mit den Plünderungen der Anhänger Mohammed’'s JT., sowie der
Truppen Suleimän’s der Niedergang der Stadt; 1031 entsagte Hischam II.
dem Kalifat. Cördoha erklärte sich zur Republik unter Fübrung der
Dschweradiden, kam aber schon 4078 in Abhängigkeit von Sevilla. Hierauf
folete 1094 die Herrschaft der aus Afrika gegen die Christen zu Hilfe getufenen
 Almoraviden, welche 1148 durch eine audere Berbersekte, die
Ilmohaden, unter © Ahdelmümin’s Führung gestürzt wurden. Die Eroberung
Oördohas durch die Christen unter dem h, Ferdinand 2m 29. Juni 1336