366 Route 46. BOBADILLA, Von Ö6rdoba

man bei der Weiterfahrt von der hohen Genilbrücke r. in der Ferne
erblickt; in der Tiefe das Dorf Palomar. Die Bahn steigt hinauf zu
der Hochebene der Sierra de Yeguas. — 90km Casariche, in ein-Förmiger
 Lage, größtenteils von Kohlenbrennern bewohnt. — Im Tal
des Yeguas-Baches hinauf, mit Aussicht auf steile Juraberge, nach
100km La Roda, Knotenpunkt für die Zweigbahn nach Marchena,
die als Verbindung zwischen Granada-Mälaga einerseits und Sevilla-Cädiz
 anderseits (Schnellzüge Granada-Sevilla und Mälaga-Sevilla
s, 8. 354) wichtig ist. Ausgedehnte Ölkulturen,
Von La Roda nach Marchena, 67km, Eisenbahn in ca, 2 St. für
11.05, 8.00, 5.40 p. Die Bahn steigt bis (13km) Pedrera (460m) und senkt
sich dann durch Olivenpflanzungen über (25km) Aguadulce in das Tal des
Rio Blanco, eines Nebenflusses des Genil (14km n.ö. von Aguadulce das
Städtchen Zstepa, das Ostipo der lberer, 207 vor Chr. von Seipio erobert).
— Dann über den Rio Blanco,
36km Osuna (Gasth.: 7. Imperial, dürftig, Omn. 50 c.), Stadt von
1800 Einw., anmutig an einem Hügel in einer fruchtbaren Ebene gelegen,
das Urso der Römer, als Kolonie, die von Caesar in seinem letzten Lebensjahre
 zum Lohn für treue Anhänglichkeit das Stadtrecht erhielt (S. 86)
mit dem Beinamen Genetiva Urbanorum, das Oxunag der Mauren, seit 4568
Sitz der Herzöge von Osuna. Nachforschungen im O. der Stadt ergaben
1903 Spuren römischer Befestigungs- u. a. Bauten, Südöstl. über der Stadt
die 4584 erbaute CoLxGJATA, mit platereskem Portal; im }. Seitenschif ein
Irühes Bild von Ribera, Christus am Kreuz (S, LXXXVY), im Sagrario altdeutsche
 Gemälde, in der 1901 renovierten Krypta Grabmäler der Osuna.
Die im Don Quijote erwähnte Universität (1549-1824), mit vier Ecktürmen,
dient jetzt als Instituto de Segunda Ensenanza (vgl. S. 11x). Weiter oberhalb
 die spärlichen Trümmer des Palastes der Osung, «
Die weite Ebene ist nördl. von der Sierra Morena (S. 317), südl. von der
Serranie de Ronda (S. 314) begrenzt, Die Bahn überschreitet vor (55km)
Los Ojuelos den Salado, einen Nebenfuß des Corbones, sowie einen kleinen
Salzsee, und dann den Corbones selbst, — 67km Marchena, 8. S, 408,
Unsere Linie erreicht bald s.w. ihren höchsten Punkt (475m).
Bei (112km) Fuente Piedra, mit Heilquellen gegen die Steinkrankheit,
 erblickt man r. den großen Salzsee Laguna Salada, der in der
irockenen Jahreszeit wie mit einer Eisdecke bedeckt erscheint.
124km Bobadilla (380m ; Bahnrest., auch Z.), Knotenpunkt und
Speisestation für alle Züge nach Mälaga, Granada (R. 44), Ronda-Algeciras
 (R, 53) und Utrera (Cädiz, Sevilla; R. 61).
Die Bahn nach Mälaga tritt in das Tal des Quadalhorce, der bald
Jarauf die Flüßchen Guadateba und Burgo aufnimmt, — Tunnel;
ann über den Guadalhorce nach (137km) Gobantes (320m).
Hier beginnt das *Hoyo von Chorro, eine enge, vor dem Bau
der Eisenbahn ganz unzugängliche Schlucht, die der Guadalhorce
durch das Kalkschiefermassiv des Küstengebirges durchgebrochen
hat. Die Bahn bleibt auf dem 1. Ufer; Tunnel (im ganzen 12) wechseln
 mit hohen Brücken, die über die Seitenschluchten führen. Bei
Jer schnellen Talfahrt sieht man wenig von der großartigen Felslandschaft
 und der Bahnanlage, Lohnend der Besuch von (144km)
EL Chorro aus: vom Bahnhof aufwärts 1. der Telegraphenleitung
iolgend um den Tunnel herum, dann neben dem Bahngeleis bis zu
einer Holzbrücke (1 St.), die zum Kanal des Elektrizitätswerks führt