Hafen.

MALAGA, 4?. Route. 301

zestalten). Im S. des Platzes wird der neue Bahnhof für die Kleinbahn
 nach Velez-Mälaga (S. 374) und die im Bau befindliche Bahn
nach Cofn (S. 367) errichtet. Weiter östl. der auf aufgeschüttetem
Gelände angelegte * Park (Parque oder Jardines de E. C, Larios;
Pl.DE 4,3), der sich durch sechs Reihen Platanen und Palmen
und schöne Blumenbeete auszeichnet, mit Aussicht auf den Hafen,
auf die von Häusern z. T. verdeckte Kathedrale, die Alcazaba und
den Gibralfaro. Die Aduana (Pl.D 3; Zollamt) stammt aus dem
Ende des xvım. Jahrhunderts. Daneben soll ein neues Ayuntamiento
gebaut werden. — Auch der Paseo de Heredia (Pl. © 5, 4), im W.
des Hafens, ist mit Platanen und Palmen bepflanzt.
Der Hafen (Puerto; Pl. © D 4, 5) hat seit 1881 bedeutende
Verbesserungen erfahren. Die Anlegeplätze für große Dampfer sind
an den westlichen Kais. Der östliche Hafendamm, mit dem Leuchtlurm
 (Faro; Pl. D 5) und dem provisorischen Bahnhof (Estacidn,
Pl. E5) der Kleinbahn nach V6lez-Mälaga (8.874), wurde schon 1588
angelegt. An seiner Ostseite scheiterte am 16.Dez. 1900 bei schwerem
Sturm das deutsche Schulschiff Gneisenau (S. 373). Auf der Sand-Ablagerung
 hinter dem Hafendamm hat sich eine ärmliche Vorstadt
angesiedelt, der Barrio de Malagueta (Pl. F 4, 3). Dabei der Stierzirkus
 und das Hospital Noble, für kranke Seeleute, — Caleta s. 8.373.
Die Markthalle (Mercado; Pl, B CO 4), im N. der Alameda, verdient
 in den Morgenstunden einen Besuch, auch wegen des reichen
Fischmarkts (boquerones, salmonetes, calamares besonders geschätzt).
Der Hufeisenbogen des Hauptportals, mit zwei Schilden und dem
8,337 gen. Wahlspruche der Nasriden-Dynastie ; „Es ist kein Überwinder
 außer Gott“, stammt von der maurischen Werft, der Atarasana
(arabisch Där as-san‘a, „Arsenal“, „Arbeitsstätte“), die an dieser
Stelle lag. Auch der alte Name Puerta del Mar für das Südende der
nahen Calle de Carvajal deutet auf das Vorrücken des Meeresufers
(vgl. 8. 369). — Die Kirche Santo Domingo (Pl. B 4), am r. Ufer des
Öuadalmedina, enthält eine Madonna von Pedro de Mena (S. DXXIV).
Die von der Alameda ausgehende Calle del Marqu&amp;s de
Larios (Pl, C 4, 3) ist die Hauptgeschäftsstraße Mälagas, mit Kaffeehäusern
 und den meisten Gasthöfen. Eine andere Geschäftsstraße,
im NO. der Plaza de la Constituciön, ist die Calle de Granada (Pl.
0D3; amtlich C.. de Salvador Solier), aus der man durch die Calle
de Molina Larios zu dem bischöfl. Palast und. der Kathedrale gelangt.
Die Kathedrale (Pl, C D 3), ein mächtiges, im O0. durch Anbauten
 verdecktes Gebäude, nimmt die Stelle einer maurischen
Moschee ein, die nach 1487 in eine gotische Kirche umgewandelt
and der Encarnaciön geweiht wurde, Der Plan zu der jetzigen, ganz
zus weißem Kalkstein errichteten Kirche stammt wahrscheinlich von
Diego de Siloe (S.zvı11), 1938, Der Bau schritt langsam Vor; doch findet
man in ihm bereits die Wappen Philipps 1. und Marias der Katholischen
 von England (1554). Er wurde 1680 durch ein Erdbeben z. T.
zerstört. 1719 weitergeführt, aber nie vollendet.