384 Route 489, SEVILLA. &amp;, Alcdzar,

ein reich gegliederter Bau, dessen weit vortretendes Dach von Konsolen
 getragen wird, Darunter ein Prächtiger Stalaktitenfries, Zackenbogen
 umrahmen oben die schönen Ajimezfenster und die Seitentüren,
 während der Haupteingang (Puerta Prineipal) eine rechteckige
Form hat, Die offenen Galerien zu beiden Seiten stammen aus der
Zeit der katholischen Könige, Zum Schmuck sind Vielfach arabische
Inschriften in kuüfischer Schrift verwendet, auch eine Spanische in
altgotischer Schrift zu Ehren Peters I. — Vgl. den Grundriß,
Aus dem Eingangsraum (vestibulo) gelangt man 1. durch einen
schmalen Gang (pasillo) in den XMädeh enhof /(Patio de las Doncellas),
 einen Kreuzgangartigen Raum von 22m Länge und 17m Breite,
1369-79 erbant, im xvr, Jahrh. restauriert und verändert. Das untere
Stockwerk öffnet sich in 24 prachtvollen Zackenbogen, vier großen
und zwanzig kleineren mit durchbrochenen Oberwänden, alles in
reicher Stuckornamentik, getragen von 52 gekuppelten Renaissanece-Säulen
 aus Marmor. Das obere Stockwerk ist von 1569, Überall erblickt
 man den Wahlspruch Karls V. „Plus ultra“, In den Galerien
sind die schönen Azulejos/, Alicatados) und die großen, in Konsolen und
Steinpfosten eingelassenen Türen der Nebenräume beachtenswert,
Die den Hof umgebenden Räume sind: im SO, der * Sal6n de
Carlos V, mit vortrefflicher Holzdecke, Azulejos und Fensterläden
(celosfas); im S, die Zimmer der Marta de Padilla, der Geliebten
Peters des Grausamen. Im SW, der Y*Gesandtensanl oder Saldn de
Embajadores, ein 10m br. quadratischer Raum, dessen Kuppel aus
der Zeit Johanns II. Stammt (1420); besonders schön sind die drei
überwölbten, durch je zwei Säulen geteilten Eingänge, die Azulejos,
der ringsum laufende Fries von Fensternischen, Sowie das Band von
Almöocärabes darüber; statt der kleinen Spiegel hatte die Kuppel
ursprünglich farbige Gläser, die Balkone sind aus der Zeit Karls V,
Anschließend der Comedor (Speisezimmer) und das Gemach Phi
Upps IT. — Im W. des Mädchenhofes der *Patio de las Mufiecas, der
„Puppenhof“ nach Zwei kleinen Figuren im Ornament benannt; er
ist in den oberen Teilen modern, An ihn schließen sich das Schlafzimmer
 Isabellas der Katholischen und das Ouarto de los Prfneipes,
Im NW, hat man das sog, Schlafzimmer der maurischen Könige,
Dormitorio de Los Reyes Mor0s, und einen kleinen Nebenraum fathanfa),
 mit den alten Fußböden und schönen Säulen an den geteilten
Fenstern, Die arabischen Inschriften sind aus christlicher Zeit,
Das stark Modernisierte Öbergeschoß wird nur mit besonderer
Erlaubnis der Verwaltung gezeigt, Es enthält die kleine Kapelle der
Katholischen Könige, mit einem Terrakottaaltar von dem Pisaner Francesco
Niculoso (S. LXV; 15083), und das Zimmer Peters dex Grausamen (3, 381), an
dessen Eingange vier gemalte Totenköpfe auf die hestechlichen Richter, die
der König hinrichten ließ, änspielen.
Die * GÄRTEN DES ArO(zAR (PL. F 42, 8) sind von dem Patio
de las Banderas aus durch den Apeadero zugänglich, Von der
Terrasse neben dem großen Wasserbecken am Eingang steigt man
hinab zu den Bafios, einer gewölbten Galerie, in Welcher angeblich