388 Route 49. SEVILLA.

a, Kathedrale,

Der TRASCoRo, im Stil der spanischen Spätrenaissance, aus Marmor,
 enthält ein Bild der Virgen de los Remedios aus dem Anfang
des xvr. Jahrh. ; die vier Marmorreliefs sind aus Genua, Die schöne
Unbefleckte Empfängnis in der kleinen Kapelle (Pl. 2) auf der Südseite
 des Coro ist von Montahies (8. LXXIM). — Der Cox ist, mitsamt
der Reja von Francisco de Salamanca (1519), dem Facistol von Bartolome€
 Morel (S. zx1x) und der gotischen Sillerfa von Nufro Sänchez
(S. 1x7) und Dancart (1475-79), durch den Einsturz von 1888 z. T,
zerstört worden, Die schöne neue Doppelorgel, mit elektrischem
Antrieb, ist mit Benutzung alten Materials von A, Amezua erbaut
worden; sie wird So. 10-11 Uhr zur Messe gespielt,
Die CArınLA MAYoR, zu welcher Stufen hinanführen, enthält den
gewaltigen *Retablo, ein Hauptwerk gotischer Holzskulptur in Spanien,
 1482 von Dancart (8. LXY) begonnen, von Marco und Bernardo
 Ortega, Dom, Alezandro, Jorge Fernändes Alemän bis 1526
weitergeführt (die Seitenflügel 1550-64 hinzugefügt), mit dem silbernen
 Bilde der Virgen de la Sede von Francisco Alfaro (1596) in
der Mitte und 44 Darstellungen aus dem Leben Mariä und aus der
Bibel. . Oben ein Kruzifix und lebensgroße Statuen der h. Jungfrau
und des Apostels Johannes, Das Tabernakel und die Chorpulte sind
gleichfalls von Alfaro, Hinter dem Altar ist eine Verleugnung Petri
von Ribera, — Die Sacristfa Alta, hinter dem Altar (der Sakristan öffnet),
 hat eine schöne Artesonadodecke, eine Bronzetür im Mudejarstil
 (x1v, Jahrh.) und drei große altsevillanische Bilder von Alejo Fernänder,
 Concepeiön, Geburt und Reinigung derh. Jungfrau (S, LXXIX).
Die Seitenkapellen und ihre Sakristeien bilden eine Art
Museum von Skulpturen und. Bildern; doch wird der Genuß durch
den Mangel an Licht beeinträchtigt. Unser Grundriß nennt die
Namen, in der NW.-Ecke mit n° 3 beginnend. Hervorzuheben;
An der Westseite der Altar de la Visitaciön (Gr. 4) mit Bildern von
Pedro Villegas Marmolejo (1520-97) und einem büßenden h. Hieronymus
 von Jerönimo Hernändez, — Beiderseits der Puerta Mayor der
Altar de N. S. del Consuelo (Gr. 6a), mit einer Madonna von Alonso
Miguel de Tobar (1720), und der Altar del Santo Angel (Gr. 6b), mit
einem ansgezeichneten Bilde von Murillo, der Schutzengel (el Angel
de la Guarda), — Jenseit der Puerta del Nacimiento der kleine Altar
del Nacimiento (Gr. 8), mit vortrefflichen Bildern von Luis de Vargas
(1502-68), die’Anbetung des Kindes und die vier Evangelisten,
Am südl. Seitenschiff enthält die Cap. de Santa Ana (Gr. 10),
auch Cap, del Cristo de Maracaibo genannt, (1.) einen Retablo mit
vierzehn Bildern vom Anfang des xvı, Jahrh. (S. Lxx1x; in der Mitte
der h, Bartholomäus, auf den Seiten die H. Michael und Sebastian)
und einer h. Anna selbdritt von 1604 nach Caravaggio (Original im
Wiener Hofmuseum), sowie das Grabmal des Erzbischofs Luis de la
Lastra (1880), — Die Cap. de San Hermenegildo (Gr. 12) enthält
das „Imagen titular“ dieses Heiligen, angeblich von Montanes,
und das schöne got. Grabmal des Erzbischofs Juan de Cervantes