a. Kathedrale. SEVILLA. 49. Route. 389

(+ 41453) von Lorenzo Mercadante de Breiafa (8. 1x0). — In
der Cap. de la Antigua (Gr. 13) ein übermaltes Wandbild aus
dem xv. Jahrhundert, die h. Jungfrau mit dem Kinde und einer
Rose (S. LXXYVI), und (1.) das Grabmal des Erzbischofs Mendoza von
dem Florentiner Miguel (S. zxvI).
Im südl. Querschiff, bei der Puerta de San Cristöbal, das 1892
in der Kathedrale zu Habana errichtete, nach der „Emanzipation“
Kubas (1898), wie die Umschrift besagt, hierher übergeführte eigenartige
 Grabdenkmal des Kolumbus von Art. M6lida: auf einem Marmorsockel
 allegorische Bronzefiguren der Königreiche Kastilien,
Aragonien, Le6n und Navarra, den Sarg mit den Resten des Entüeckers
 der neuen Welt tragend (vgl. S. 402). — An dem. Altar
rechts (Altar de la Gamba, Gr. 14) ein berühmtes, 4879 restauriertes
 Bild von Luis de Vargos, 1a „Generaciön“, Verehrung der unbefleckten
 Empfängnis durch Adam und Eva (nach dem Beine Adams
„la Gamba“ genannt, vgl. S. LXXxI). Links ein 10m h. Kolossalbild
 des h, Christoph (San Crist6bal), von dem Italiener Mateo Perez
de Alesio (1584). — Die Kreuzabnahme auf dem Altar de la Santa
Cruz (Gr. 15) ist von Pedro Fernändez de Guadalupe (1527).
Durch die Cap. de los Dolores (Gr. 16) gelangt man in die
1830-37 von Diego de Riafo (+ 1534) und Martin Gainza (+ 1656)
im spätgot. Stil erbaute SACRISTIA DE LOS CÄLICES: geradeaus das
berühmte * Kruzifix von MontaRies (8. .xxım), aus der 8. 402 gen.
Cartuja. An der 1. Langwand u. 8. Goya, die H. Justa und Rufina
(4817); Tod Mariä nach Martin Schongauer; Juan Nünes (XY. J ahrh.),
Beweinung Christi, nebst den H. Michael und Vinzenz und dem
Stifter; Luis de Vargas, Bildnis Fernando’s de Contreras (7 1548),
des Befreiers vieler christlichen Gefangenen; Murillo, h. Dorothea;
Alejo Fernändez, Anbetung der Könige. Gegenüber an der Fensterwand:
 Zurbarän, Madonna und zwei Szenen aus dem Leben des h.
Pedro Nolasco (S. LXXXvI); Alonso Cano, Christus und der reuige
Petrus; Valdes Leal, Salomos Tempelbau.
Die von der Antesala aus zugängliche *SAORISTIA MAYOR, ein
Prachtraum plateresken Stils (S. LvIm), seit 1632 von Diego de Riaho
und Martin Gainza erbaut, enthält den reichhaltigen Kirchenschatz
und drei gute, aber schlecht restaurierte Bilder: Kreuzabnahme von
Pedro Campana (S. LXXXI; 1548) und die H. Leander und Isidor von
Murillo (S. LXXXVII).
Vom Kirchenschatz hervorzuheben: eine mehr als Sm h. silberne
Custodia (S. 1X3), 1580-87 von Juan de Arphe gearbeitet, 41668 von Juan
de Segur@ verändert; silberne Kandelaber, Statuetten u. A 5 der bronzene
Sm h. fünfzehnteilige Kandelaber (Tenebrario) von Morel (S. LXVIN3 1562),
der in der Karwoche zwischen dem Coro und der Capilla Mayor aufgestellt
wird; zahlreiche kostbare Kreuze, Gefäße u. 8., darunter die Tablas Alfonsinas,
 ein 4274 von Alfons dem Weisen geschenktes Reliquientriptychon
(S. .X111); prächtige “Priestergewänder vom xY. Jahrh. bis zur Gegenwart ; zwei
Schlüssel, die angeblich dem h. Ferdinand bei der Einnahme Sevillas übergeben
 wurden; der silberne hat die Inschrift: „Möge Allah die Herrschaft
des Islams in dieser Stadt in Ewigkeit gestatten“; auf dem vergoldeten